Team RoofKIT gewinnt mit CLAYTEC Lehmbaustoffen den „Solar Decathlon 21/22“

Autor: Miriam Driesch veröffentlicht am 01.07.2022
Am 10. Juni 2022 öffnete der Solar Decathlon 21/22, im Mirker Quartier in Wuppertal, die Tore für Besucher*innen aus der ganzen Welt. Zum ersten Mal fand der international bekannte Innovationswettbewerb für Studierende in Deutschland statt. In diesem Rahmen setzten 18 Hochschulteams aus 11 Ländern ihre Visionen von nachhaltiger, energieeffizienter und sozialverträglicher Architektur in die Praxis um. CLAYTEC unterstützte sechs Teams von Beginn der Planungsphase bis hin zur Umsetzung in Wuppertal, mit Beratung und Expertise sowie ökologischen Lehmbaustoffen aus dem Hause CLAYTEC. Darunter, unter anderem, Team RoofKIT vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT), welches als Gesamtsieger des Wettbewerbs hervorging.

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Der derzeitige Umgang mit Energie, Rohstoffen und Fläche entscheidet darüber, wie diese, und vor allem nachfolgende Generationen, in den kommenden Jahren leben werden. Insbesondere Städte spielen eine besonders wichtige Schlüsselrolle beim Thema Klimaschutz. 2050 werden, laut Prognosen der Vereinten Nationen, 68 Prozent der Weltbevölkerung in städtischen Gebieten leben. Gleichzeitig steckt in unseren Städten auch das größte Potenzial für Klimaschutzstrategien. In den Städten der Industrieländer ist die zur Verfügung stehende Fläche bereits weitestgehend bebaut. Hier besteht dringender Handlungsbedarf darin, vorhandene Strukturen zu optimieren und Bewusstsein für den Umgang mit Ressourcen zu schaffen, dabei ist das nachhaltige Bauen und Sanieren entscheidend. Der Solar Decathlon 21/22 hatte es sich daher zum Ziel gesetzt, technische, architektonische und soziale Lösungen für die europäischen Städte von morgen zu entwickeln.

Auf Basis von real existierenden Stadtvierteln konzeptionierten, planten und bauten die Teilnehmer*innen zukunftsfähige Häuser für eine klimafreundliche Zukunft. CLAYTEC durfte sechs der teilnehmenden Teams dabei unterstützen, innovative Ideen für die Städte von morgen zu konzipieren. Fünf deutsche und ein schwedisches Team setzten dabei auf die Verwendung von hochgradig ressourcenschonenden, klimaneutralen und kreislaufgerechten Lehmbaustoffe von CLAYTEC.

 

  • Team CoLlab, Hochschule für Technik Stuttgart
  • Team levelup, Technische Hochschule Rosenheim 
  • Team LOCAL+, Hochschule Aachen
  • Team MIMO, Hochschule Düsseldorf
  • Team RoofKIT, Karlsruhe Institut für Technologie
  • Team C-Hive, Technische Hochschule Chalmers Schweden

 

Aktuell macht der Gebäude- und Bausektor rund 40% der globalen CO2 Emissionen aus, die Verwendung von nachhaltigen Baustoffen ist daher wichtiger denn je. Lehmbaustoffe bergen in diesem Zusammenhang enorme baubiologische Vorteile. Im Vergleich mit anderen Baustoffen ist der Energieaufwand bei Lehm erheblich geringer, CO2 Emissionen entfallen nahezu. Außerdem ist Lehm als ökologischer Baustoff dem Recycling-Prinzip „Cradle-to-Cradle“ (C2C) zu zuordnen und somit 100% biologisch abbaubar oder alternativ über Jahrzehnte hinweg wiederverwendbar. Auf die Frage, welches Argument am stärksten für die Verwendung von Lehmbaustoffen spricht, antwortet Prof. Dipl. Arch. Dirk E. Hebel, Professor für Nachhaltiges Bauen an der Fakultät für Architektur des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), der das Team RoofKIT mit seiner Leitung unterstützte „(…) mir gefällt besonders gut, dass dieser Baustoff nach der Verwendung nicht auf der Sondermülldeponie landen muss wie andere Wandverkleidungen, sondern dass dieser Baustoff wieder eins zu eins aufbereitet und wieder rum auf der gleichen Qualitätsebene eingesetzt werden kann, dort sehe ich den enormen Vorteil dieses Baustoffes“.

Neben den ökologischen Vorteilen bietet Lehm spürbare bauphysikalische Besonderheiten. Das hochgradig ressourcenschonende, kreislaufgerechte und schadstofffreie Baumaterial schafft diffusionsoffene, atmungsaktive Oberflächen, die sowohl Wärme als auch Luftfeuchtigkeit aufnehmen, um beides im Anschluss gleichmäßig wieder abzugeben. Das schafft eine stabile Temperierung, bindet Staub und Gerüche und senkt nachweislich das Risiko von Schimmelbildung. In den Demonstratoren der Hochschulteams sind diese Vorzüge der Lehmbaustoffe real erlebbar. Trotz mehrerer hundert Besucher*innen pro Tag ist eine angenehme Temperierung und ein ausgegliches Raumklima in den Räumlichkeiten zu spüren. Markus Fleuth, Teammitglied bei LOCAL+, dem Hochschulteam der Hochschule Aachen, sagt „Lehm hat die Eigenschaft Luftfeuchtigkeit, die vom Kochen, Duschen oder auch dem Menschen selbst abgesondert wird über die Zeit aufzunehmen und zu speichern und diese wieder langsam an den Raum zurückzugeben. So ist es auch spürbar in unserem Demonstrator, denn hier besuchen uns circa 1.000 Menschen pro Tag und wir haben trotz dessen ein sehr gutes Raumklima, so sieht man wie gut Lehm in großen Massen an Wänden und Decken diese Feuchtigkeit aufnehmen kann.“ Die innovativen Lösungen der Hochschulteams machen die Vorteile von Lehmbaustoffen in der Praxis erlebbar und zeigen auf, dass Lehm die Antwort auf viele Fragen im aktuell noch nicht sehr nachhaltigen Bauwesen ist.

 

RootKIT vom Karlsruher Institut für Technologie geht als Sieger des Wettbewerbs hervor

Der Solar Decathlon ist ein Zehnkampf, der in unterschiedlichen Kategorien, von der Architektur, über Gebäudetechnik und Bauphysik, bis hin zu Energieperformance und Realisierbarkeit, Gewinner kürt. In einer Finalzeremonie wird außerdem ein Gesamtsieger gewählt, in diesem Jahr war dies das Team RoofKIT aus Karlsruhe. Am Beispiel des Café Ada in Wuppertal zeigte das Team, wie bisher ungenutzte Flächenressourcen in der Stadt sinnvoll genutzt werden können; in diesem Fall die Dachflächen. Das zweistöckige Café Ada wurde exemplarisch mit drei weiteren Geschossen ergänzt. Den Übergang zwischen Bestand und Neubau bildet die sogenannte „Urban Gap“, einem multifunktional, öffentlich nutzbarem Tanzsaal, anschließend folgen zwei Wohngeschosse in modularer Leichtbauweise. Zur Umsetzung des Konzeptes wurden ausschließlich nachhaltige Materialien eingesetzt, wie zum Beispiel die ökologischen Lehmbaustoffe von CLAYTEC. Die Konstruktion ist sortenrein trennbar, sie ist über Schwalbenschwanzverbindungen miteinander verbunden bzw. gesteckt. Zentral gelegen befindet sich ein Versorgungskern, der Technik, Küche und Bad enthält und die notwendigen Leitungen bündelt. Dadurch wird der Raum drum herum frei bespielbar. Die Hauptwände bestehen aus Lehmbauwänden von CLAYTEC, die Lehmbauplatten schwer (LEMIX) sowie dem Lehm-Oberputz fein 06 und dem YOSIMA Lehm-Designputz in Weiß. Die Lehmbauplatten, die einfach in der Wand, und des Weiteren, doppellagig im Boden eingesetzt wurden, dienen als thermische Speichermasse. Die Lehmwände regulieren eindrucksvoll das Raumklima und stellen eine konstante und gesunde Luftfeuchtigkeit sicher. Im Falle des Rückbaus kann der Lehmputz ganz einfach mit Wasser gelöst und wiederverwendet werden. Der Ansatz der Sortenreinheit konnte die Jury überzeugen und verhalf dem Team zum Gesamtsieg in dem internationalen Innovationswettbewerb.

Innovative Lösungen für nachhaltige, energieeffiziente und sozialverträgliche Architektur

Alle Einzelheiten zu den verwendeten Lehmbaustoffen und weitere Informationen zu den Konzepten der sechs Hochschulteams können Sie auf der Website von CLAYTEC nachlesen: https://www.claytec.de/de/clayblog

Rückfragen zu den CLAYTEC Lehmbaustoffen werden individuell durch das Serviceteam beantwortet: https://www.claytec.de/de/fuer-bauherren/serviceteam

 

Ihre Ansprechpartner bei CLAYTEC:

Miriam Driesch, Marketing Assistenz

Mobil: 015785160051

m.driesch@claytec.com

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