Baubiologisches Leuchtturmprojekt

Neubau des Instituts für Baubiologie + Nachhaltigkeit (IBN)
veröffentlicht am 24.06.2019
Der Anfang 2015 bezogene Neubau des Instituts für Baubiologie + Nachhaltigkeit (IBN) in Rosenheim ist ein Leuchtturmprojekt in Sachen natürliches und nachhaltiges Bauen. Wir freuen uns, durch unsere Unterstützung zum Gelingen dieses besonderen Bauwerks beigetragen zu haben.

Anfang 2015 bezog das Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit (IBN) in Rosenheim seinen neuen Sitz in Rosenheim. Baubeginn war 2014. Ein vorhandener eingeschossiger, geschwungen-kreisförmiger Bau in Massivbauweise (ehemaliger Lebensmittelladen "Konsum", Baujahr 1955) wurde umfassend saniert und durch ein Obergeschoss in Holzbauweise und ein verglastes Treppenhaus ergänzt. Dabei wurde besonderer Wert auf die Wiederbelebung des architektonischen Charmes der 1950er-Jahre gelegt. Ebenso auf die maßstäbliche Einbindung in die Umgebung, den Erhalt der großen Laubbäume und ein energiesparendes, nachhaltiges Gesamtkonzept.

Reminiszenz an die 1950er-Jahre:  Die geschwungene Form des  Ursprungsbaus wurde übernommen

Das Projekt IBN-Neubau wurde mit erfahrenen Planern und Handwerkern aus der Region als konsequent baubiologisches Gebäude geplant und geführt, umfassend beraten vom  IBN. Realisiert wurden unter anderem eine Sockeldämmung mit Schaumglas, ein Wärmedämmverbundsystem aus Holzweichfaser und Holzfaser-Einblasdämmung sowie eine Dübelholzdecke mit Akustikfuge, Passivhausfenster, Vollholztüren und -parkett aus verschiedenen Hölzern. Lehmfeinputze und -farben von CLAYTEC, Kalkpresstechnik, ein Pellet-Primärofen mit Sichtfenster, eine innovative LED-Beleuchtung und Naturholzmöbel runden das nachhaltige und energieeffiziente Konzept ab. Lieferant für CLAYTEC Lehmbaustoffe war CLAYTEC Partnerhändler Gütter Naturbaustoffe in Rosenheim, Verarbeiter CLAYTEC Handwerkspartner Ferdinand Buchholz Lehmbau und Naturputz.

Naturbaustoffe und viel Licht - der IBN-Neubau vereint Baubiologie und Ästhetik

Auf insgesamt 243 qm Nutzfläche entstanden Büro, Beratungs-  und Ausstellungsräume sowie eine allergikerfreundliche Musterwohnung. Es handelt sich um ein Plusenergiegebäude: der Heizwärmebedarf pro Jahr liegt bei ca. 4.200 kWh (17,3 kWh/m2), der Ertrag der Photovoltaik-Anlage bei ca. 7.500 kWh (U-Werte Hüllflächen ca. 0,1 W/m2K, Uw-Werte Passivhausfenster 0,66 W/m2K). Zu gesundem Raumklima tragen Pelletofen, Niedertemperatur-Wand- und. Fußbodenheizung, eine Lüftungsanlage mit Luftfeuchte-Rückgewinnung und CO2-geführter Steuerung sowie Innenausbau-Materialien mit gutem Feuchteausgleichsverhalten bei. Die bestmögliche Reduzierung von Elektrosmog (Nieder- und Hochfrequenz), lichtdurchflutete Räume, ein energiesparendes Beleuchtungskonzept sowie Regenwasserbewirtschaftung, eine Elektrotankstelle und die gute Anbindung an den ÖPNV - dank Bushaltestelle vor der Haustür - runden das Bild eines baubiologischen Vorzeigeprojekts ab. Planung: Architekturbüro Martin Schaub mit Architekten Karin Hick und Winfried Schneider. Mehr Infos zum Neubau unter www.neubauibn.baubiologie.de.

Fotos: Maximilian Mutzhas Fotografie