Lehm-Trockenbau

CLAYTEC HFA N+F

Holzfaserausbauplatte (HFA) zum Beplanken von Holz- und Metallständerkonstruktionen von Innenwänden, Vorsatzschalen, Decken- und Dachflächen. Claytec HFA N+F sind leicht und atmungsaktiv. Das kleine Format sowie Nut-und-Feder sorgen für beste Verarbeitbarkeit, sogar Stöße im Feld sind möglich. Dabei ist sie sehr preisgünstig, so wird ökologischer Trockenbau erschwinglich für alle! Für die Armierungslage ist Lehmklebe- und Armierungsmörtel geeignet.

Anwendungsgebiet
Holzfaserausbauplatte (HFA) zum Beplanken von Holz- und Metallständerkonstruktionen im Innenbereich. Für Innenwände, Vorsatzschalen, Decken- und Dachflächen im Trockenbau. Als Untergrund für CLAYTEC Lehmputze.

Zusammensetzung
Holzfaser (Holz zertifiziert gemäß Richtlinien des FSC© (Forest Stewardship Council©)

Bauteilwerte (Nachweis)
Schallschutz: 41 dB (Trennwand).
 
Maße und Gewichte
0,60 m x 1,35 m, Kanten mit Nut und Feder (Deckmaß 0,77 m2/Platte), D = 20 mm. Gewicht ca. 5 kg/m2 = ca. 4 kg/Platte
 
Lieferform
112 Platten/EW-Pal.

Lagerung
Liegend auf Paletten, plan und trocken lagern. Kanten vor Beschädigungen schützen.
 
Materialbedarf
Bei der Ermittlung des Materialbedarfs ist eine Reserve von ca. 10% für Verschnitt etc. zu berücksichtigen.
 
Unterkonstruktion
Unterkonstruktionsabstand ≤ 45 cm (Achsmaß). Holzständer z.B. 8 cm x 5 cm, Metallständer z.B. Protektor, Knauf, Rigips, Intraprofil nach DIN EN 18182-1 / DIN EN 14195 oder Protektor Maxi-Tec.

Von einer unmittelbaren Befestigung an lastabtragenden Bauteilen (z.B. Sparren, Deckenbalken) wird dringend abgeraten. Für den max. Feuchtgehalt von UK-Hölzern gilt ATV DIN 18334:2016-09.

Verarbeitung
Feuchtebeanspruchungen aus nass eingebauten Putzen und Estrichen sind nicht zulässig, allgemein darf die rel. Luftfeuchte bei Lagerung und nach dem Einbau 70% nicht übersteigen. Der Feuchteeintrag durch den Verputz ist so niedrig wie möglich zu halten.

Die Platten werden per Stich- oder Kreissäge geschnitten.

Zu verputzen ist die glatte, nicht die leicht perforierte Seite. Die unterste Plattereihe wird mit etwas Abstand („Luft“) zum Boden eingebaut. Sie werden querformatig angebracht. Die Kanten sind mit spezieller Nut und Feder ausgebildet, dies erlaubt Stöße auch im Feld. Die Verlegung erfolgt mit Feder nach oben. Kreuzfugen und die Fortführung von Wandöffnungsbegrenzungen durch horizontale oder vertikale Fugen sind unzulässig.

Befestigung auf Holz mit CLAYTEC Lehmbauplattenschrauben 5 x 50 mm oder WÜRTH Schnellbauschrauben mit Grobgewinde. Auf Metall mit WÜRTH Schnellbauschrauben mit Bohrspitze oder KNAUF Universalschrauben FN 4,3 x 35 mm. Schraubenstand ≤ 20 cm, d.h. je Kreuzung Platte/ Unterkonstruktion sind 4 Befestigungspunkte notwendig (16 Schrauben je D 20-Platte).

Klammerbefestigung flächig auf Holz mit BEA 16/33_NK_HZ, auf Holzständern 155/50_V2_HZ (bei gepl. Dicklagenbeschichtung 155/65_V2_HZ). Es sind doppelt so viele Klammern wie Schrauben zu verwenden (s.o.), Randabstand 10-15 mm.
 
In Bädern nur korrosionsfreie Befestigungsmittel verwenden.

Weiterbehandlung
Spalte ≥ 1 mm Breite ggf. mit CLAYTEC Lehmklebe- und Armierungsmörtel oder Lehm-Oberputz fein ausspachteln und trocknen lassen. Platten sorgfältig entstauben.

Dünnlagenbeschichtung: Die Flächen werden 3 mm dick mit Lehmklebe- und Armierungsmörtel überzogen. Er kann auch mit der Putzmaschine angespritzt werden, Ruhezeiten sind bei dieser Anwendung nicht notwendig. In die noch nasse Oberfläche wird Glasgewebe oder Flachsgewebe flächig eingearbeitet. Nach Trocknung YOSIMA Lehm-Designputz fachgerecht auftragen. Für das YOSIMA Lehm-Farbspachtelsystem oder das CLAYFIX Lehm-Anstrichsystem Armierungslage sehr sorgfältig ausführen (= Schraublöcher und Vertiefungen vorab schließen und Stellen trocknen lassen), besser dünn mit Lehm-Oberputz fein verputzen.

Dicklagenbeschichtung: Die Fächen werden mit der Grundierung DIE ROTE vorbehandelt. Lehm-Unterputz Stroh, Lehmputz Mineral oder SanReMo in einer Lagendicke max. 8 mm auf Wandflächen und max. 5 mm auf Decken- oder Dachschrägenflächen auftragen. In die noch nasse Oberfläche wird Glasgewebe oder Flachsgewebe flächig eingearbeitet. Trocknen lassen. Gesamtputzaufbaudicke Wand max. 15 mm, Decken- oder Dachschrägen max. 10 mm (jeweils mind. zweilagig).

Wandflächenheizung: Vorbereiten der Flächen mit der Grundierung DIE ROTE oder mit Zahnspachtelung aus Lehmklebe- und Armierungsmörtel. Trocknen lassen. Vorspritz bis max. 8 mm mit einem der o.g. Lehmputzmörtel. Nach Trocknung Auffüttern bis Rohrscheitel Wandheizung. Trocknung des gesamten Unterputzes mit Heizungsunterstützung. Weiteres siehe CLAYTEC Arbeitsblatt Lehmputze.