Die Biennale Architecttura 2021 in Venedig

Autor: Miriam Driesch veröffentlicht am 20.05.2022
Die Biennale Architecttura ist die älteste und bekannteste internationale Kunstausstellung, welche letztes Jahr zum 17. Mal in Venedig stattfand. „How will we live together?“ war die Frage mit der sich die Künstler*innen im Rahmen der Kunstausstellung 2021 auseinandersetzen sollten. Im vergangenen Jahr nahmen 112 Teilnehmer*innen aus 46 verschiedenen Ländern an der weltweit bekannten Ausstellung, vom 22. Mai bis zum 21. September 2021, teil. Die Installation im Giardino delle Vergini beschäftigte sich im Rahmen der Biennale mit dem Thema, in wie weit neuartige Ökosysteme die weltweite Verdrängung der Vegetation durch Mobilität, Handel und Globalisierung vorantreiben. Erstellt wurde das Kunstwerk mit Lehmsteinen von CLAYTEC.

Der Giardino delle Vergini ist ein grün bewachsener Garten in  dessen Inneren die Installation im Rahmen der Biennale 2021 errichtet wurde. Verwendet wurden die CLAYTEC Lehmsteine schwer NF 1800, aus denen die urbane Landschaft gebildet wurde. Ein formgeschlagener Lehmstein, der aus reinem Baulehm besteht und auch für tragendes Mauerwerk zugelassen ist. Er ist der einzige Stein dieser Art, der auf dem Markt zugelassen ist. Als Symbol des Territoriums stellten die Lehmsteine die Bausteine menschlicher Siedlungen dar. Die Installation wurde unter einem alten, groß gewachsenen Laubbaum erbaut. Im Zentrum der Installation platziert, markiert der Baum den Beginn dieses Gartens unter napoleonischer Herrschaft und die Einführung nicht heimischer Pflanzen in die Grünflächen der Stadt. Mit der Zeit verwilderte die aus Lehmsteinen erbaute Installation und kehrte durch ihre Verformung in die Landschaft und Natur zurück. So fungierte sie zusätzlich als Zeitleiste auf der die Vegetationsveränderungen der Stadt Venedig sichtbar wurden. Durch die Verwilderung sollte die Geschichte des ökologischen Wandels und der Manipulation des Landes durch seine Vegetation sichtbar gemacht werden. Die Installation im Giardino delle Vergini zeigt exemplarisch, dass Lehmbaustoffe 100% biologisch abbaubar sind und somit dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft zugeordnet werden können. Die Verarbeitung von Lehmbaustoffen erfolgt ohne den Zusatz von chemischen Inhaltsstoffe, sie können daher problemlos wiederverwendet oder in die Natur zurückgeführt werden.

In der Praxis kann der Lehmstein schwer NF 1800 allerdings auch problemlos für Außenmauerwerk, das der Witterung ausgesetzt ist, verwendet werden. Dafür wird das Mauerwerk mit gräfix Kalkprodukten verputzt. Die ersten beiden Lagen bilden der gräfix Kalk-Grundputz Haar grob und gräfix-Kalkdünnschichtputz fein. Der abschließende Anstrich erfolgt mit  der gräfix 680 Kalkfarbe, dies dient der farblichen Egalisierung und dem Wetterschutz. In diesem Fall würde die Verwitterung und Verformung, wie es bei der Installation im Giardino delle Vergini geschehen ist, ausbleiben. Die Einsatzmöglichkeiten des Lehmsteins schwer NF 1800 sind somit vielfältig, er ist sowohl für tragendes Außenmauerwerk  aber auch für nichttragende Außen- und Innenwänden geeignet.

Die Installation im Giardino delle Vergini, welche zu Beginn die städtische Landschaft wiederspiegelte, wurde letztendlich durch den Wandel zu einer neuen Art von Landschaft, dabei sollte sich die Beziehung zwischen Landschaft und Architektur neu erfinden. Die Veränderung der Vegetation auf der ganzen Welt kann als Symbol der Globalisierung angesehen werden, die von der Verhaltensweise des Menschen und der Expansion der westlichen Kultur angeführt wird.

Viele weitere Debatten zu den Themen Migration, Klimawandel, sowie dem Bedürfnis des Menschen nach Gemeinschaft und des städtischen Wohnraummangels, fanden Form in den Ausstellungsstücken der Biennale Architecttura 2021. Alle weiteren Informationen zur Biennale Architecttura und vielen weiteren spannenden Kunstwerken finden Sie hier.

Fotos: Alessandra Chemollo

Miriam Driesch
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