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Evergreen der Claytec-Außendarstellung: das Plakatmotiv „Erntedank“ im Wandel der Zeit

Ein Bild steht wie kein zweites für die Entwicklung des Unternehmens CLAYTEC: Die in den internen Claytec-Sprachgebrauch als „Erntedank“-Motiv eingegangene Abbildung, die auf einen Blick das ganze Spektrum der angebotenen Lehmbaustoffe zusammenfasst, hat im Laufe der Jahre mehrere Wandlungen durchlaufen. Anlässlich der abermaligen Neuauflage des Dauerbrenners haben wir ins Archiv geschaut, um anhand seiner Metamorphose die Firmengeschichte nachzuzeichnen.

Kaum ein Werbebild repräsentiert die Entwicklung des Unternehmens CLAYTEC so sehr wie der „Dauerbrenner“ der Abbildung aller Produktgruppen. Der Wandel im Laufe von mehreren Jahrzehnten Firmengeschichte zeigt die Entwicklung beim Lehmbaustoff-Pionier vom Niederrhein. Den Ursprung des ersten Fotos datiert Claytec-Technikleiter Ulrich Röhlen auf die frühen 1990er-Jahre. Es zeigt die puren Lehmbaustoffe, noch keine Säcke oder andere Verpackungen. Abgebildet ist ausschließlich lose Ware: Schilfrohr-Produkte, Armierungsgewebe in der Jute-Variante, Lehmsteine, Lehmbauplatten. Der Lehmputz ist hier noch in grobe Holzkisten gefüllt, die ursprünglich der Champignonzucht dienten und sich noch im alten Ringofen auf dem Betriebsgelände gefunden hatten. Wie bei allen späteren Abwandlungen des Motivs war bei dieser ersten repräsentativen Produktzusammenstellung bereits Andreas Huppertz als Gestalter involviert, der mit seiner Düsseldorfer Design- und Kommunikationsagentur Werkstudio von jeher die anspruchsvollen und ästhetischen Print-Werbemittel  für CLAYTEC mitverantwortet.

„Erntedank“-Ur-Version aus den frühen 1990er-Jahren

Die einige Jahre später entstandene zweite Variante bildete erstmals verpackte Produkte ab und repräsentierte das Selbstverständnis des noch jungen Unternehmens in so idealer Weise, dass es lange als Muster für die Standgestaltung bei Messeauftritten diente. Hier wurde die Grundlage geschaffen für einen nachhaltigen Wiedererkennungswert, der bis heute anhält. Erstmals tauchte jetzt die Bezeichnung vom „Erntedank“-Motiv auf. Ulrich Röhlen, der den Begriff seinerzeit in den internen Claytec-Sprachgebrauch einführte, erklärt dessen Zustandekommen: „Im formalen Aufbau glich das Motiv deutlich dem Altar einer katholischen Kirche im Oktober, nur dass anstelle von Mais, Blumenkohl und Gurken unsere Lehmbaustoffe darauf drapiert waren. Auch das obligatorische Stroh (Schilf) als dekoratives Element fehlte nicht.“

Diente auch als Gestaltungsvorlage für Messestände: Variante aus 2002

Mit auf den ersten Blick nur leichten Veränderungen wartete die dritte „Erntedank“-Variante aus dem Jahr 2007 auf. Markantester Unterschied zur Vorversion: die Einführung des neuen Lehm-Feinputzes, der unter dem Markennamen CLAYFIX angeboten wurde. Die neutral-weiße Farbe der CLAYFIX-Eimer unterstrich den Anspruch, der „konventionellen“ Konkurrenz selbstbewusst und auf Augenhöhe zu begegnen. Erstmals taucht das Claytec-Logo auf den braunen Lehmputzsäcken in der heute noch gültigen Form auf: seine Typografie verlässt die bis dahin verwendete Schablonen-Anmutung, stattdessen erscheint die markante schwarz-rote Gestaltung aus dem Hause Werkstudio. Waren in der Vorversion des Bildes noch historische Eichenstaken abgebildet, finden sich nun solche aus eigener Produktion.

Photoshop macht’s möglich: Produkt-Update mit den Mitteln der digitalen Bildbearbeitung

Als im Jahr 2014 die nächste große Produkt-Offensive startete, wurde bald klar, dass sich die Lebensdauer des Werbe-Evergreens in seiner bisherigen Form dem Ende zuneigte. Zusätzlich zu einer ganzen Reihe neuer Produkte war zwischenzeitlich auch das Verpackungsdesign der Sackware modernisiert worden. Mit einer ergänzenden Retusche war es nun nicht mehr getan: Unter der Federführung der Design-Spezialisten von Werkstudio und der Mitwirkung von Maximilian Breidenbach entstand die neu fotografierte aktuelle Variante. Der Anteil des selbstbewussten „Baustoff-Weiß“ hat sich erhöht, ergänzt um einige farbige Akzente und das „Design-Grau“ der YOSIMA-Gebinde. Bei aller behutsamen Modernisierung bleibt eine Farbe dominant, und auch die neu hinzugekommenen Farbtupfer unterstreichen letztlich den einen Farbton, der für unseren Lieblingsbaustoff steht: „Lehm-Braun“.

„Erntedank“ 2015: „Braune Ware“ im modernen Look, immer noch vor den Brettern aus 2002