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CLAYTEC als sachverständiges Unternehmen an EU-Projekt „ECO-SEE“ beteiligt

„20-20-20“ beschreibt eine umweltpolitische Zielvorgabe der EU-Kommission und meint: 20% weniger Treibhausgase, 20% mehr erneuerbare Energien und 20% mehr Energieeffizienz. Übertragen auf bestehende und neue Gebäude verlangt diese Direktive ein Umdenken hin zu energieeffizienten Bauweisen. Aber sind hochgedämmte und luftdichte Wohnungen noch lebenswert?

Der umweltpolitisch durchaus erwünschte Trend zu möglichst emissionsarmen und energieeffizienten Gebäuden führt mitunter zu gesundheitlich bedenklichen Nebenwirkungen. Immer mehr Gebäude sind annähernd luftdicht versiegelt. Der Preis dafür ist ein Verlust an Wohnqualität durch Ausdünstungen und unangenehme Luftfeuchte in den Räumen.

Hier setzt das ECO-SEE Projekt an. ECO –SEE steht für “ECO-innovative, Safe and Energy Efficient wall panels and materials for a healthier indoor environment”, also: energieeffiziente Wandelemente mit Materialien, die ein gesundes Raumklima erzeugen. Das von der Europäischen Kommission mitfinanzierte Projekt untersucht die Möglichkeiten, durch die Verwendung innovativer Baustoffe der unerwünschten Anreicherung von Schadstoffen entgegenzuwirken, das Raumklima zu verbessern und gleichzeitig die Energieeffizienz von Gebäuden zu steigern. Konkret soll ein Funktionswandelement zur Produktionsreife entwickelt werden, das Ausdünstungen filtert und Feuchte adsorbiert.

Ein weiteres Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines rechnerischen Betrachtungsmodells, mit dem die verschiedenen Einflussfaktoren auf Innenraumluft und Raumklima dargestellt werden können.  Mit einem solchen Berechnungstool könnten die raumklimatischen Auswirkungen  verschiedener Oberflächenbaustoffe bei unterschiedlichen Rahmenbedingungen exakt ermittelt werden.  Architekten, Planer und Ingenieure bekämen damit ein verlässliches Werkzeug an die Hand, um Neubau- und Sanierungsvorhaben raumklimatisch und energetisch den EU-Vorgaben gemäß zu optimieren.

Koordiniert von Professor Peter Walker, University of Bath, England, hat ein Konsortium aus Universitäten, Forschungseinrichtungen, Großunternehmen und KMU (kleine und mittlere Unternehmen) ein multidisziplinäres Team gebildet, das  die Realisierung der ambitionierten Projektziele von ECO-SEE umsetzen soll.  Beteiligt sind unter anderem das Fraunhofer Institut für Bauphysik, ein schwedischer Holzplattenproduzent und ein französischer Hersteller von Hanfkalkprodukten.  Da der Lehm als Baustoff in einem Wandaufbau zu einer deutlichen Verbesserung des Raumklimas beitragen kann,  wurde auch CLAYTEC zur Mitwirkung eingeladen. Wir freuen uns sehr darüber, mit unserem Wissen und unserer Erfahrung im Lehmbau zum nachhaltigen Erfolg des zukunftsweisenden Projekts ECO-SEE beitragen zu können.

 

This project has received funding from the European Union’s Seventh Framework Programme for research, technological development and demonstration under grant agreement no 609234.


The views expressed are purely those of the authors and may not in any circumstances be regarded as stating an official position of the European Commission.

Innovative Funktions-Wandelemente sollen
Ausdünstungen filtern und Feuchte absorbieren