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Umnutzung Fachwerkanalge von 1728

Direkt neben der historischen, denkmalgeschützten Pfarrkirche St. Gereon in dem beschaulichen Ort Kreuzau-Boich am Rande des Nationalparks Eifel gelegen, befindet sich die Fachwerkanlage von ca. 1728, vermutlich ehemals Wohn- und Hofanlage mit Stallungen.  Das Gebäude steht aus baugeschichtlichen und sozialgeschichtlichen Gründen unter Denkmalschutz.

Wegen der städtebaulich markanten und exponierten Lage innerhalb einer intakten Dorfstruktur ist dem Objekt besondere  Bedeutung beizumessen. Es hat für die Menschen im Ort zudem einen hohen Stellenwert weil hier lange Zeit die Dorfgaststätte beheimatet war. Vor der Restaurierung unter Federführung des Dürener Architekten Andreas Franke waren nur wenige Räume der Anlage bewohnt, der sichtbare Leerstand ein unschöner Anblick für Anwohner und Durchreisende.

Viele Gebäudeteile waren von Verfall bedroht und sanierungsbedürftig.  Schon während der ersten Besichtigung sprang der Funke beim Bauherrn über, seine Leidenschaft zu historischen Gebäuden wurde entfacht. Die denkmalgerechte Sanierung erfolgte in enger Absprache und Zusammenarbeit zwischen FRANKE Architektur | Innenarchitektur, der Gemeinde Kreuzau und dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege. Städtebauliche, denkmalpflegerische und gestalterische Aspekte fanden Berücksichtigung, und auch den Themen Energieeffizienz und nachhaltiges Bauen wurde Rechnung getragen. Die Lehmgefache wurden in traditioneller Lehm-Bauweise erneuert, mit Lehmbausteinen und Lehmmauermörtel von CLAYTEC ausgemauert. Als Reminiszenz an die ehemalige Nutzung als Dorfkneipe wurde für Besprechungen im Ausstellungs-Galeriebereich eine Theke mit Bierwerbung als Teeküche entworfen und installiert.