Wandaufbau | Abmessungen | CLAYTEC Produkte |
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1 Lehm-Trockenputzplatte | D= 16 mm | 09.010 |
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2 Fugenarmierung | B= 8 oder 10 cm | 35.006 und 35.015 |
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3 Lehm-Oberputz fein | D= 2–3 mm | 10.011 |
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Als Klebemittel zum Anbringen der Lehm-Trockenputzplatte D16 wird Lehmkleber (CLAYTEC 13.550) verwendet. Ein 30 kg-Sack ergibt 20 l Mörtel. Dies reicht bei ebenen Untergründen für 5-7 m2. Wenn der Auftrag auch auf der Rückseite der Platte erfolgen soll (z. B. bei gewölbten Flächen) ist der Bedarf entsprechend größer.
Überspachtelt wird die Platte mit Lehm-Oberputz fein (CLAYTEC 10.011), ein 30 kg Sack Trockenmasse ergibt ca. 20 l Putzmörtel. Diese Menge reicht bei einem Auftrag von 3 mm für 5-7 m2 und bei einem Auftrag von 2 mm für 8-11 m2. Für die Putzarmierung wird Flachsgewebe (CLAYTEC 35.020), Glasgewebe (CLAYTEC 35.010) oder ggf. Jutegewebe (CLAYTEC 35.001) verwendet.
Die Vorbereitung des Untergrundes nimmt bei Verwendung der Lehm-Trockenputzplatte wenig Zeit in Anspruch. Größere Fehlstellen sollen grob repariert werden. Altanstriche und sogar Tapeten können auf der Wand verbleiben, sofern die Haftung zweifelsfrei ausreichend ist. Lose und feuchteempfindliche Beschichtungen müssen entfernt werden. Eine Vorbehandlung mit CLAYFIX Universalgrundierung (CLAYTEC 13.020 bis 13.325) verbessert die Haftung und verhindert auch, dass der Lehm- oder sonstige Kleber zu schnell auf der Fläche anzieht. Vor Beginn der Arbeit muss der Untergrund fest, trocken und staubfrei sein.
zum SeitenanfangDer Kleber wird mit dem Zahnspachtel (5 mm Zahn) auf den Untergrund (und ggf. auf die Plattenrückseite, s. o.) aufgezogen. Der Materialauftrag muss auch im Bereich der Zahnkanten durchgängig sein. Die Fläche sollte wegen der schnellen Trocknung des Lehms nicht zu groß gewählt werden. Die einzelnen Platten werden dann sofort angesetzt und fest angedrückt. Eine zusätzliche Stoßverklebung an den Schnittflächen ist nicht notwendig.
Lehm-Trockenputzplatten werden im Verband verlegt, d. h. senkrechte Fugen dürfen nicht übereinander stehen (Versatz um mind. 20, besser 30 cm). Besteht der Untergrund aus großformatigen Bauplatten, so müssen die Schilfhalme der D 16 die Stöße dieser Platten überspannen. Stoß-auf-Stoß Ausführungen sind unbedingt zu vermeiden.
Die Lehm-Trockenputzplatte kann mit der Stich- oder Handkreissäge zugeschnitten werden, für die Handkreissäge empfiehlt sich die Verwendung eines langlebigen gehärteten Sägeblattes. Auch oszillierende Schneidegeräte (z.B. Fein-Schneider) sind geeignet.
Bei stark unebenen Untergründen sowie bei Verarbeitung über Kopf und auf gewölbten Flächen wird auf die Rückseiten der Platte zusätzlich Kleber aufgebracht. In diesen Fällen sind die Platten zusätzlich mit Leichtbauplattenstiften oder Schlagdübeln zu befestigen. Die Platte kann bis unmittelbar an den Rand genagelt oder geschraubt werden.
Die Platten können auch auf gewölbten Flächen verarbeitet werden, dabei ist die Richtung der Schilfeinlage zu berücksichtigen. Die Verarbeitung auf stark gewölbten Flächen fällt leichter, wenn die Platte rückseitig in geeignetem Abstand um einige Millimeter (z.B. mit dem Teppichmesser) eingeschnitten wird.
Auf Holzwerkstoffplatten (z.B. OSB) werden die Platten zusätzlich zur Verklebung mit 25 mm (bei Decken und Dachschrägen 35 mm) langen verzinkten Klammern angetackert. Achtung: Im Bad müssen korrosionsfreie Befestigungsmittel verwendet werden.
Mit der Lehm-Trockenputzplatte bekleidete Flächen können sofort gespachtelt bzw. verputzt werden. Spalte von mehr als 1 mm Breite, die mit Lehm-Oberputz fein (Körnung 0-0,8 mm) verfüllt werden können, sind vor Beginn der Fugenarmierung mit diesem Mörtel auszuspachteln.
Die mit den Platten bekleideten Flächen werden in der Regel ganzflächig mit Flachsgewebe (CLAYTEC 35.020) oder Glasgewebe (CLAYTEC 35.010) bewehrt. Nach sparsamen Vornässen (Sprühnebel, geringer Feuchteeintrag!) wird das Gewebe aufgelegt und mit einer Schlämme aus Lehm-Oberputz fein (CLAYTEC 10.011) sorgfältig und satt eingequastet, bei Bedarf Flächen zusätzlich sparsam vorquasten. Jute (CLAYTEC 35.001) wird dünn eingeputzt.
Eine Fugenarmierung (s. Arbeitsblatt 5.2) ist ebenfalls möglich, sie ist jedoch weniger sicher und kaum zeitsparend. Bei Untergründen aus Holzwerkstoffplatten muss stets flächig armiert werden.
Vor der flächigen Überspachtelung der Trockenputzplatten müssen Ausspachtelungen, Haftschlämmen zum Einarbeiten der Armierung und Grundputzlagen vollständig ausgetrocknet sein. Zur Vorbereitung werden die Flächen dann per Sprühnebel angenässt. Danach wird die Fläche in einer Stärke von 2-3 mm mit Lehm-Oberputz fein (CLAYTEC 10.011) überspachtelt. Sofern ein CLAYFIX Farbputz-Finish vorgesehen ist, muss stets zunächst mit einer dünnen Lage aus Lehm-Oberputz fein vorgearbeitet werden, um für ein gleichmäßiges Saugen des Untergrundes zu sorgen. Auch vor dem Anstrich mit CLAYFIX Lehm-Streichputz werden die Plattenflächen mit CLAYTEC Lehm-Oberputz fein überzogen. Nach Trocknung werden sie mit CLAYFIX Lehmputzgrundierung für den Anstrich vorbereitet.
Lehm-Oberputz grob ist für den Verputz der Platten nicht geeignet. Der zwangsläufig dickere Auftrag kann zu Verformungen und langer Durchfeuchtung der Platten führen.
Ausführliche Informationen über Innenputze aus Lehm und deren Weiterbehandlung enthält das Arbeitsblatt 6.1.
Die Leitungen für Gas, Wasser, Heizung und Strom werden unter Putz, d.h. im Alt-Untergrund verlegt. Die Öffnungen für Unterputzdosen werden mit Diamant-Bohrkronen hergestellt.
Die Angaben der Arbeitsblätter entsprechen langjährigen Erfahrungen bei der Ausführung von Lehmbauarbeiten und der Anwendung unserer Produkte. Eine Rechtsverbindlichkeit kann daraus nicht abgeleitet werden.
Vorausgesetzt werden ausreichende handwerkliche Erfahrung und die notwendigen Kenntnisse aus den entsprechenden Baugewerken. Es gilt die jeweils neueste, aktuelle Version des Arbeitsblattes, diese ist bei Bedarf zum Beispiel unter www.claytec.de erhältlich.
Copyright CLAYTEC e. K. Peter Breidenbach. Kopie und Veröffentlichung sind, auch auszugsweise, nicht gestattet.
Volldeklaration und ermittelte Stoffwerte
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Volldeklaration | Baulehm, Ton, Perlite, Schilfrohrgewebe, Hanf Jutegewebe,Cellulosefasern, Stärke ≤ 1% |
Abmessungen | 62,5 x 62,5 cm x 16 mm |
Rohdichte | 700 kg/m3 |
λ -Wert* | 0,13 W/mK |
µ-Wert* | 18 |
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* λ - und µ-Wertangaben nach Messung der Lehmbauplatte D25. Tabellenwerte aus „Lehmbau Regeln” des Dachverband Lehm e.V.: λ= 0,21 W/mK, µ= 5/10
Ausgabe 8-2010
| 3 mm | 2 mm |
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pro 30 kg Sack | 5-7 m2 | 8-11 m2 |
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Ergiebigkeit Lehm-Oberputz fein abhängig von der Auftragsstärke