6.1 Lehmputz

Innenputze aus Lehm haben in den letzten Jahren eine beispiellose Renaissance erlebt. Wurden sie früher bei einfachen Gebäuden und wegen der leichten Verfügbarkeit des Baustoffes angewandt, so bestimmen heute ästhetische und raumklimatische Argumente die Entscheidung für Lehmputz.
Lehmputze haben schöne und lebendig strukturierte Oberflächen. Sie sind offenporig und wirken angenehm warm. Die perfekt ausgearbeitete Lehmputzoberfläche ist Innenraumgestaltung mit dem Reiz des natürlichen Materials. Lehm gibt den Wohnräumen eine ruhige, angenehme und harmonische Atmosphäre.
Lehmputze binden deutlich mehr Luftfeuchte als andere Materialien. An den hochaktiven Oberflächen der Tonmineralien lagern sich Wasserdampfmoleküle an, die bei Trockenheit wieder abgegeben werden. Aufgrund dieser feuchteregulierenden Eigenschaft und des offenporigen Gefüges ist Lehmputz hervorragend zur Vermeidung von Oberflächenkondensat und Schimmel in Wohnräumen geeignet.
Lehmputz dämpft nicht nur Feuchtigkeisschwankungen sondern kann auch Gerüche neutralisieren. Die Raumluft wirkt spürbar frischer.
Die Bedeutung dieser Raumluft-Qualitäten wächst mit der Reduktion des Luftwechsels im Zuge verstärkter Energiesparbemühungen.
Lehmputze sind wasserlöslich. Sie binden nicht ab, sondern erhalten ihre Festigkeit durch Trocknen. Aus diesem Grund können ihre Oberflächen lange und ohne Zeitdruck bearbeitet werden. Die Wasserlöslichkeit bedingt auch, dass Lehm stets wiederverwendet werden kann, Bau­stellenabfall gibt es nicht. Lehm ist unschädlich für die Haut. Aufgrund seiner Bindekraft und seiner plastischen Formbarkeit lässt sich Lehmputz wie kaum ein anderes Baumaterial formen, modellieren und in großen Dicken auftragen.
Lehmputze sind Low-Energy-Baustoffe. Ihre Verwendung schont unsere Ressourcen. Dank sorgfältiger Rohstoffauswahl und ausgereifter Mischverfahren erreichen  Claytec-Putze Festigkeiten, die allen Anforderungen genügen. Dazu sind keine energetisch aufwändigen Brennvorgänge notwendig. Selbst die Entsorgung ist denkbar unproblematisch: Lehm ist naturbelassene Erde. 

Eignung

Lehmputze werden für Wohnräume verwendet und überall dort, wo wohnbau-ähnliche Anforderungen an den Innenputz gestellt werden. Sie sind auch für Flächen in häuslichen Küchen und Bädern geeignet, die nicht direkt dem Spritzwasser ausgesetzt sind.Fliesen auf Lehmputz siehe Seite 12.
Keller müssen gut gelüftet und trocken sein, sie müssen Temperatur und Luftfeuchte von Wohnräumen aufweisen (ca. 20°C und 50%). Kondensation von Wasser aus warmen Luftströmen an ggf. zu kalten Kellerwänden muss ausgeschlossen sein.
Wenn Putzflächen einer großen mechanischen Belastung ausgesetzt sind (Verkehrs­flächen, öffentliche Bereiche etc.), muss im Einzelfall geprüft werden, ob die vergleichsweise weichen Lehmputze eingesetzt werden können.
Dieses Arbeitsblatt wird ergänzt durch die Arbeitsblätter 6.2 CLAYFIX/YOSIMA Farbige Lehm-putze und Lehmanstriche, 6.9 Kalk-Innenputz auf Lehm-Untergründen.

Putzsorten

Sorte

Funktion

Lieferformen

Körnung1

Putzdicke

MINERAL 20

Grund- und Deckputz

Big-Bag erdfeucht

0-2

5-20 mm2

MINERAL 16

Grund- und Deckputz

Sack, Silo

0-2,8

5-20 mm2

STROH

Lehm-Unterputz

Big-Bag erdf. und tr., Sack

0-2

8-35 mm

STROH

Lehm-Oberputz grob

Big-Bag erdf. und tr., Sack

0-2

7-10 mm

FLACHS

Lehm-Oberputz fein

Sack

0,8

2-3 mm

 

 

 

 

 

 

 

1 siehe unten: Hinweise zur Körnung
2 Hinweise für Wandputze. Deckputze mögl. dünn ausführen, mit Lehmputz MINERAL maximal 10 mm.

 

Claytec-Lehmputze werden nicht aus Tonmehl­konzentraten, sondern aus natürlich anstehendem Grubenlehm hergestellt. MINERAL Putze bestehen aus Lehm und rundkörnigen sowie gebrochenen Sanden. Sie haben keine organischen Bestandteile. STROH und FLACHS sind Lehmputze klassischer und historisch üblicher Zusammensetzung. Sie enthalten pflanzliche Faserstoffe zur Magerung und Armierung. Die Oberflächen strohhaltiger Putze haben eine raue Optik.
MINERAL Putze sind sowohl für Grund- als auch für Decklagen einsetzbar. STROH Lehm-Unterputz wird nur als Grundputz verwendet, ein hoher Lehmanteil und 30 mm lange Fasern machen ihn klebkräftig und fest. STROH Lehm-Oberputz grob und FLACHS Lehm-Oberputz fein sind Deckputze mit größerem Sandanteil und kürzeren Fasern.
Lehmputze werden erdfeucht oder trocken im Big-Bag und trocken als Sackware angeboten. Die erdfeuchte Lieferform ist ressourcenschonender und preiswerter. Erdfeuchte Ware ist nur mit Zwangsmischer und Mörtelpumpe, nicht mit der Gipsputzmaschine zu verarbeiten. Bei Minustemperaturen kann erdfeuchte Ware gefrieren. Sie ist dann nicht verarbeitbar, ein Schaden am Material entsteht jedoch nicht.
Die Lagerdauer ist bei den strohhaltigen Putzen auf maximal drei Monate begrenzt. Danach kann die Festigkeit der Strohfaser soweit herabgesetzt sein, dass die Wirkung als Magerung und Armierung nicht mehr gewährleistet ist.
Im Anschluss an die Herstellung ist getrocknete Ware aufgrund der hohen Temperaturen beim Wasseraustrieb weitgehend keimfrei. Die mikrobiologische Grundbelastung der erdfeuchten Ware unterliegt einer laufenden Kontrolle, die Einhaltung bestimmter Werte kann nicht garantiert werden.
Die angegebene Körnung nennt die Aussiebung, diese ist nicht zwangsläufig mit der größten Kornabmessung identisch. Unsere Sande können bis 4,5 mm, der Lehm bis 5 mm Überkorn aufweisen.
Grundsätzlich sollen die Standardputzdicken (≤15 mm, in der Ergiebigkeitstabelle unten fett gedruckt) eingehalten werden. Die Untergrenze der Putzdicke bezeichnet den für ein gutes handwerkliches Ergebnis minimal notwendigen Auftrag. Die Obergrenze nennt die mit dem Material maximal mögliche Dicke, deren Eignung abhängig vom Untergrund im konkreten Fall per Arbeitsprobe geprüft werden muss. 

Planung und Vorbereitung der Ausführung

Trocknungszeiten müssen eingeplant werden. Maschinelle Bau­trocknung verkürzt die Trockenzeit wesentlich. Bei mehrlagigen Grundputzen kann nach Auftrag der ersten Lage weitergearbeitet werden, wenn diese angezogen hat und ausreichend stabil ist. Schneller und sicherer trocknen die Lagen jedoch einzeln.
Grundputze müssen vor Auftrag der Deckschicht soweit trocken sein, dass die Schwindrissbildung abgeschlossen ist. Der Lehmputz muss nach dem Auftrag frostfrei trocknen können.
Oberflächen anderer Bauteile müssen durch Abkleben etc. vor Verunreinigung geschützt werden. Die Gefährdung durch den Lehm ist meist geringer als bei anderen Mörteln. Lehm kann jedoch färben, Vorsicht bei holzsichtig belassenen Oberflächen etc.

Ergiebigkeit, Putzfläche in m2 abhängig von der Auftragsstärke in mm

 

Sorte

Lieferform und Gewicht

ergibt

35

30

20

15

10

5

3

2

MINERAL 20

Big-Bag erdfeucht 1,3 t

700 l

 

 

35

47

70

140

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MINERAL 16

Sackware 30 kg

20 l

 

 

1,0

1,3

2,0

4,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Big-Bag erdfeucht 1,2 t

700 l

20

23

35

47

70

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

L-Unterputz STROH

Big-Bag trocken 1,0 t

625 l

18

21

31

42

63

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sackware 30 kg

20 l

<0,6

<0,7

1,0

1,3

2,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Big-Bag erdfeucht 1,2 t

700 l

 

 

 

 

70

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

L-Oberp. grob  STROH

Big-Bag trocken 1,0 t

625 l

 

 

 

 

63

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sackware 30 kg

20 l

2,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

L-Oberp. fein FLACHS

Sackware 30 kg

20 l

 

 

 

 

 

 

6,7

10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Putzaufbau

Die Entscheidung, ob ein Lehmputz ein- oder zweilagig verwendet werden soll, hängt von der Qualität des Untergrundes, der geforderten Putzstärke und dem erwünschten Oberflächenergebnis ab. Wenn Mauerwerk überbreite Fugen hat ist häufig nur mit zweilagigem Auftrag zu verhindern, dass sich das Fugenbild abzeichnet. Bei vielen Untergründen, z. B. bei der Sanierung historischer Gebäude, ist der zweilagige Verputz einfacher. Auch anspruchsvolle Oberflächengestaltungen machen meistens zweilagige Aufträge notwendig.
Oft genügt ein warzenförmiger bis knapp flächiger Vorspritz mit Lehmputzmörtel anstelle einer vollständigen Grundputzlage. Dadurch wird außerdem der Haftverbund verbessert und eine Egalisierung der Untergrund-Saugfähigkeit erreicht.
Putze mit Armierungsgewebe machen stets einen zweilagigen Putzaufbau notwendig.

Untergründe allgemein

Alle Angaben zu Untergründen beruhen auf Erfahrungen. Im Einzelfall kann aufgrund verschiedener Aspekte (z. B. Griffigkeit, Saugverhalten, Festigkeit) ein abweichendes Vorgehen ratsam sein. Untergrundeignung und Auftragsstärke sind in jedem Fall anhand einer ausreichend großen Arbeitsprobe zu überprüfen.  
Löcher und Fehlstellen werden mit einem dem Untergrund entsprechendem Mörtel gefüllt. Für Kabelschlitze soll dieser möglichst armiert sein, bei breiten Schlitzen empfiehlt sich armierter und vergüteter Haftmörtel. Zusätzliche Armierungsgewebestreifen minimieren die Rissgefahr weiter.
Die Untergründe müssen tragfähig, frostfrei, trocken, sauber, ausreichend rau und saugfähig sein. Die zu verputzenden Bauteile müssen einschließlich der Reparaturen ausgetrocknet sein. Bewegungen und Schwindung müssen abgeschlossen sein, die Putztrocknung darf nicht durch Restfeuchten in den Untergründen verzögert werden. Diese Forderungen gelten insbesondere für Beton, durch Lagerung oder Rohbaubedingungen durchnässtes oder restfeuchtes Ziegel-, Kalksandstein- oder Porenbeton-Mauerwerk und lange trocknende Lehmbauteile wie Innenschalen aus Leichtlehm (Arbeitsblatt 3.1) und Stampf­lehmwände (Arbeitsblatt 1.1). Dauerhaft feuchte und damit ggf. auch salzbelastete Bauteile können nicht mit Lehm verputzt werden. Die Trockenheit von bodennahen Wandbereichen muss sichergestellt sein.
Der Untergrund muss frei von durchschlagenden Stoffen (z. B. Nikotin) sein. Versottete (=von Teer und Ruß durchtränkte) Mauerwerksflächen an alten Kaminen und Schorn­steinen müssen vor dem Verputz mit üblichen Mitteln gesperrt werden.
Wenn dunkel oder kräftig gefärbte Lehm-Dekorputze oder -Anstrichstoffe auf stark alkalische Untergünde (z. B. frischer Beton, ggf. auch Porenbeton, Kalksandsteine) aufgebracht werden sollen, ist zu prüfen, ob die Flächen zuvor fluatiert werden müssen.

Antackern mit dem Basisdraht

Zu glatte Untergründe müssen mit Putzträgergewebe oder körniger Grundierung vorbereitet werden. Ein im Lehmbau häufig verwendeter Putzträger ist Rohrgewebe St70 (CLAYTEC 34.001). Pro Meter sind 70 Stängel Schilfrohr mit verzinktem Basis- und Rödeldraht zu einem Gewebe verknüpft. Bei flächiger Verarbeitung wird der ca. 1 mm starke Basisdraht des Gewebes mit verzinkten Klammern von mind. 16 mm Länge festgetackert. Der Basisdraht muss dabei das Schilfrohr an den Untergrund pressen, er liegt also auf den Halmen. Der Abstand der Klammern untereinander beträgt 5-7 cm. Aus Schilf­rohr­matten können auch „Rabitz“-Konstruktionen erstellt werden. Der Abstand der Unter­kon­struktionslatten darf dann nicht mehr als 20 cm betragen, das Gewebe wird mit einem zusätzlichen 1,2-1,6 mm starken verzinkten Draht angetackert.

Wenig griffige Untergründe werden mit CLAYTEC Universalgrundierung vorbereitet. Bei sehr schwach saugenden Untergründen kann die Verbesserung der Griffigkeit auch die mangelnde Saugfähigkeit zum Teil kompensieren. Bei stark oder unterschiedlich saugenden Untergründen reduziert und egalisiert die Grundierung die Saugfähigkeit. Universalgrundierung Grobkorn (CLAYTEC 13.320 und 13.325) ist zur Vorbereitung von Grobputzen mit Körnung >1 mm geeignet, Universalgrundierung Feinkorn (CLAYTEC 13.220 und 13.225) wird zur Vorbereitung von Feinputzen verwendet. Für Untergrundbeurteilung und Verarbeitung ist das Produktblatt maßgeblich.
Da Lehm nicht chemisch abbindet, kann der Mörtel nicht durch Wasserentzug aufbrennen. Dennoch sollen die Untergründe angefeuchtet werden. Dies dient der Staubbindung und verlängert die Bearbeitbarkeit der Putzoberfläche. Das Vornässen erfolgt sparsam per Sprühnebel, ein sattes Wässern der Untergründe kann zu Verformungen führen und die Trocknungszeiten verlängern. Stauwasser in den Oberflächenporen behindert den Haftverbund.
Zusätzliche Arbeitsgänge, wie der Auftrag von grundierenden Lehmschlämmen auf den Untergrund oder zwischen den einzelnen Putzlagen, sind bei Verwendung von Claytec-Putzmörteln nicht erforderlich.

Untergründe im Einzelnen

Auf Mauerwerk aus gebrannten oder künstlichen Steinen wie Vollziegeln, Bimssteinen und ähnlich griffigen und gut saugfähigen Untergründen kann Lehmputz unmittelbar aufgetragen werden. Bei Untergründen aus Kalksandsteinen (KS) ist die Griffigkeit oft eine Frage des Fugenanteiles. Glattes Mauerwerk aus großformatigen Blöcken oder geklebtes KS-Mauerwerk ist ggf. wie Beton (s. u.) zu grundieren. Ähnliches gilt für porosierte Ziegel, die im Einzelfall zu beurteilen sind. Meist saugen sie sehr stark, besonders bei dünnwandigen Sorten kann das Saugverhalten aber auch schlecht oder schwer zu steuern sein. Dicke Putzaufträge können kritisch sein, ggf. ist mit zwei dünnen Grundputzlagen zu arbeiten (Arbeitsprobe!). Armierungsgewebe sind in der Regel nur bei Materialwechseln notwendig.
Auf Alt-Untergründen aus Backstein-, Bimsstein-, oder Natursteinmauerwerk wird sinngemäß wie oben beschrieben verfahren. Sandende Untergründe sind zu festigen, besonders dickere Aufträge neigen andernfalls zur Ablösung und Rissbildung. Bei Natursteinmauerwerk ist das Saugverhalten sorgfältig zu prüfen. Stark unterschiedlich dicke Putzaufträge in einer Lage sind zu vermeiden. An Materialwechseln und auf Mischuntergründen wird Armierungsgewebe eingearbeitet, dies kann begrenzt auch die Schwindriss-Sicherheit verbessern.
Mauerwerk aus Gas- oder Porenbeton ist stark saugend, die Untergünde müssen vorgenässt, als Vorbereitung von Dünnlagenaufträgen grundiert werden. Die Griffigkeit ist in der Regel ausreichend, armiert werden meist nur die Materialwechsel.
Wände aus Lehmsteinen der Anwendungsklasse I (CLAYTEC 07.002, 07.011, 07.013) oder Lehmsteinen der Anwendungsklasse II (CLAYTEC 06.003- 06.012) können vorgenässt und unmittelbar verputzt werden. Nur Materialwechsel sind zu armieren.
Lehmsteine werden werkgerecht vermauert. Sollen dennoch ausnahmsweise die Lagerflächen verputzt werden, so sind ggf. besondere Vorbereitungen wie Vorspritz oder -spachtelung notwendig. Der Verputz von Lehmsteinen im Zusammenhang mit der Claytec-Stapel­technik ist im Arbeitsblatt 5.1 beschrieben. Bei Lehmsteinen anderer Hersteller muss die Eignung als Putzuntergrund sorgfältig geprüft werden. Für den Verputz müssen die Steine mindestens als Anwendungsklasse I oder II deklariert sein. Insbesondere Kammersteine können nur sehr behutsam vorgenässt werden.

Beton und Stampflehm
Bei  Untergründen aus Beton müssen Restfeuchte, Verunreinigungen (z. B. Schalungs­trenn­mittel) und dichte Sinterhäute ausgeschlossen sein. Zur Beurteilung hilft die Benetz­ungs­probe. Eine durch Trennmittel verschmutzte Oberfläche wird mit einem geeigneten Betonreinigungsmittel abgebürstet und abschließend mit klarem Wasser nachgewaschen. Bei noch feuchtem Beton muss mit den Putzarbeiten gewartet werden. Dichte Sinterhaut ist mit einem Stahlbesen aufzurauen, der Staub wird abgekehrt. Die Flächen werden mit Universalgrundierung fachgerecht vorbereitet. Bei Putzdicken über 10 mm empfehlen wir eine Kammspachtelung mit einem mineralischen Armierungsmörtel. Materialwechsel sind zu bewehren. Restfeuchte, Verunreinigungen und fehlerhaft aufgebrachte Grundierungen sind häufige Ursachen für Probleme bei Deckenputzen auf Beton. Die Haftung des Lehm­putzes muss per Arbeitsprobe ermittelt werden, generell ist die Auftragsdicke möglichst gering zu halten.
Beim Verputz von Stampflehm muss dessen lange Trock­nungszeit berücksichtigt werden, Schwindungen und Setzungen müssen völlig abgeschlossen sein. Glatte Flächen können mit der Stahlbürste vorbehandelt werden, Vornässen ist gut möglich.

Wärmedämmplatten
Holzwolle-Leichtbauplatten (HWL) werden zweilagig mit Armierungsgewebe verputzt. Für den Grundputz sind keine Dünnlagenputze geeignet. Die Griffigkeit ist gut, auf Vor­spritze wird meist verzichtet. HWL-Platten werden nicht angenässt.
Claytec-Pavadentro (CLAYTEC 09.340- 09.380) werden meist mit zwei jeweils 2-3 mm dicken Lagen aus nicht zu steifem Lehm-Oberputz fein verputzt. Eine Grundierung ist dann nicht notwendig. Auch ein zweilagiger Putzaufbau aus Lehm-Unterputz und -Oberputz oder Lehmputz Mineral ist bis 15 mm Gesamtdicke möglich, ggf. vorbereitet mit Universalgrundierung Grobkorn (CLAYTEC 13.325). Für einen Putzaufbau mit mehr als 15 mm Dicke sind die Plattenflächen per Kammspachtelung mit Lehmkleber vorzubereiten. Bei jedem Putzaufbau ist ein Armierungsgewebe in die noch ausreichend feuchte Oberfläche der ersten Lage einzuarbeiten, bei Wandflächenheizungen in die zweite (s. unten). Bei dicken Putzlagen muss die sichere Trocknung besonders sorgfältig gewährleistet werden (s. unten). Andere Holzfaserdämmplatten (HFD) können vielfach mit ähnlichen Putzaufbauten beschichtet werden.
Kalziumsilikatplatten
und andere Mineralische Dämmplatten sind meist wenig griffig. Entsprechend sind sie mit Universalgrundierung vorzubehandeln. Der Putzaufbau ist zweilagig mit Armierungsgewebe.
Dämmungen aus Schilfrohrplatten (CLAYTEC 34.010 und.020) oder Putzträger bzw. verlorene Schalungen aus Schilfrohrgewebe (CLAYTEC 34.001) werden in der Regel unmittelbar, ggf. mit Vorspritz verputzt. Sie dürfen nicht vorgenässt werden. Ihr Relief erlaubt keine dünnlagigen Grundputze. Der Aufbau ist zweilagig mit Armierungsgewebe.

Neubau- und Altputze
Neue Kalk-, Kalkzement- oder Gipsputze können nach vollständiger Austrocknung mit einer dünnen Lage Lehm-Oberputz fein überzogen werden. Griffigkeit und Saugverhalten ist per Arbeitsprobe zu überprüfen, in der Regel sind die Flächen mit Universalgrundierung Feinkorn vorzubereiten.
Mineralische Altputze müssen ausreichend fest und tragfähig sein. Fehlstellen und Installationsschlitze werden mit einem dem Altputz möglichst entsprechendem Mörtel ausgebessert, stark sandende Putzflächen sind zu verfestigen. Wenig griffige oder unterschiedlich saugende Untergründe werden mit Universalgrundierung vorbehandelt.
Schwach saugende, stark kunststoffhaltige Putze werden grundiert, Strukturputze sind zunächst auszuspachteln. Saugfähige Altputze werden meist vorgenässt. Der Putz­aufbau kann aus einer Dünnlagenbeschichtung oder aus zwei dünnen Putzlagen bestehen, partiell z. B. im Bereich von Schlitzen mit Armierungs­gewebe. Dicklagige Aufträge sind abhängig von der Griffigkeit des Untergrundes ebenfalls möglich. Für die Sanierung und Aufwertung vorhandener Altputze im Trockenbauverfahren  ist die Claytec Lehm-Trockenputzplatte D16 geeignet (s. Arbeitsblatt 5.2).
Auf Alt-Untergründen aus Strohlehm oder Lehmputzen historischer Gebäude kann mit Claytec-Lehmputzen sehr gut weitergearbeitet werden. Lehm haftet hervorragend auf Lehm, der Verbund zwischen Untergrund und neuer Deckschicht wird so auf einfachste Art sicher gewährleistet. Zunächst werden alle losen Bestandteile entfernt, meist auch frühere Ausbesserungen aus fremdem Material. Die Fehlstellen werden nach Annässen mit Lehmmörtel beigeputzt.

Holzbalken müssen mit einem Putzträger versehen werden. Am besten ist Rohr­gewebe St70 (CLAYTEC 34.001) geeignet. Es wird in knapp balkenbreite Streifen geschnitten und am Holz festgetackert. Beim stroharmierten Lehm-Unterputz kann der Putzträger verzichtbar sein, sofern die Balken <8 cm breit sind und keine Putzfläche begrenzen. Das Schilfrohr dient der Putzhaftung, der Materialübergang zwischen Holz und Altputz ist in der Regel und insbesondere bei der Verwendung faserfreier Mörtel mit Gewebe zu armieren. Die Balkenfläche braucht nicht mit einer Teer­pappe o.ä. abgedeckt zu werden. Rippenstreckmetall dient sowohl der Putzhaftung als auch der Armierung, wenn es ausreichend breit auf die Lehmputzflächen geführt wird.
Vor Beginn der Putzarbeiten werden die alten Lehmuntergründe mit einem weichen Besen abgekehrt. Danach wird die Fläche angenässt, um den Staub auf der Ober­fläche zu binden.

Zur Vorbereitung von alten Lehmputzen wird eine dünne Lage (auch Schlämme) aus gröberen Lehmputzmörtel in die Altputzfläche eingearbeitet (eingerieben). Dies dient der Verbesserung des Verbundes und der Minimierung von Spannungsproblemen. Unverzichtbar ist diese Vorbereitung, wenn Lehm-Dünlagenputze (Lehm-Oberputz fein FLACHS) direkt auf alte Lehmputze aufgetragen werden, wie dies z. B. auf gut intakten homogenen Altputzen möglich sein kann.
Auf alten Lehmuntergründen wird meist zweilagig verputzt, fast immer müssen Balken und Installationsschlitze überdeckt, Unebenheiten ausgeglichen oder Materialwechsel armiert werden. Oft müssen vor dem Auftrag der eigentlichen Unterputzschicht eine oder mehrere Auffütterungslagen aufgebracht werden, sie müssen korrekt trocknen. Deckputze aus dünnem Kalkputz sind im Arbeitsblatt 6.9 Kalk-Innenputz erläutert.

Trockenbauplatten
Gipskartonplatten (GK) und Gipsfaserplatten können nur 2-3 mm dick verputzt werden, dickere Aufträge sind nicht möglich. Die Platten dürfen keine zu hohen Auffeuchtungen aufweisen, z. B. durch erhöhte Luftfeuchte aus frischen Putzen und Estrichen. Dies kann zu nachtäglichen Verformungen der Bauteile führen.
Insbesondere ältere GK-Platten können durchschlagende (vergilbende) Stoffe enthalten. Die Flächen sind fachgerecht zu sperren, Claytec-Universalgrundierung hat keine ausreichend sperrende Wirkung. Da trotz der nachfolgenden Claytec-Grundierung die Wasseraufnahme der Platte und damit eine Verformung des Bauteils nicht vollständig ausgeschlossen werden kann, sind die Plattenstöße in jedem Fall mit einem geeignetem Fugenband zu armieren. Zur erhöhten Sicherheit kann zunächst ein Fugenband aufgeklebt und zusätzlich ein Fugenvlies eingespachtelt werden. Flachs- Jute- oder Glasgewebe-Fugenarmierung sind nicht geeignet. Spachtelmassen müssen auf die Trockenbauplatten abgestimmt sein (Systemlösung). Ist der Einbau eines Fugenbandes nicht möglich, muss flächig (z. B. mit einem Vlies) armiert werden. Die so vorbereiteten trockenen Flächen werden mit Universalgrundierung Feinkorn vorbehandelt. Sie sorgt für ausreichende Haftung, gleichmäßiges Saugverhalten und schützt die Platte vor Durchfeuchtung durch den folgenden Lehmputzauftrag.
Lehmbauplatten (CLAYTEC 09.002) und Lehm-Trockenputzplatten D16 (CLAYTEC 09.010) werden mit einer dünnen Lehmputzlage von 2-3 mm Dicke überzogen. Ist ein Finish aus Clayfix-Feinputz oder Strukturputz geplant, ist diese Lage als Unterputz notwendig. Vor Beginn des Verputzes werden Spalten von mehr als 1 mm Breite, die mit Lehm-Oberputz fein (Körnung 0-0,8 mm) verfüllt werden können, ausgespachtelt. Lehmbauplatten werden mit Fugenarmierung, Trockenputzplatten mit Flächenarmierung versehen. Bei den Lehmbauplatten werden die Stoßbereiche zunächst per feinem Sprüh­nebel angenässt oder mit einer Schlämme aus Lehm-Oberputz fein vorbereitet. Das Flachs-Gewebe der Fugenarmierung wird dann auf die noch feuchte Fläche aufgelegt und mit Schlämme eingequastet. Der Feuchteeintrag in die Fläche ist grundsätzlich möglichst gering zu halten. Die Randbereiche der Fugenarmierung sind besonders sorgfältig einzuarbeiten. Die Jute-Fugenarmierung wird in Lehm-Feinputzmörtel eingebettet. In diesem Fall reibt man den Feinputz auf dem Gewebe sehr dünn aus, jeder zusätzliche Millimeter führt später zu einem unnötig dicken Putzauftrag bzw. zum Abzeichnen der Stoßbereiche. Aus diesem Grund sollen alle Gewebe an den Schnittpunkten nicht doppelt gelegt, sondern ausgespart werden. Der Zweck der Fugenarmierung ist die Überbrückung der Plattenstöße, Bewegungen im Untergrund kann sie nicht oder nur in sehr geringem Maße auffangen. Bei der flächigen Armierung der Lehm-Trockenputzplatten D16 wird analog wie beschrieben verfahren. Zur Verbesserung der Stabilität können auch Lehmbauplatten ganzflächig armiert werden. Als Vorbereitung für ein Clayfix Farbputz-Finish wird dies empfohlen, zumal ein flächiges Vorspachteln der Fläche mit Lehm-Oberputz fein ohnehin zur Vereinheitlichung des Saugverhaltens notwendig ist. Nach vollständiger Trocknung der zur Armierung notwendigen Schlämmen oder Spachtel werden die Flächen mit Lehm-Oberputz fein überzogen. Dicklage Aufträge sind nicht geeignet, sie können zu Verformungen der Platten und zu langer Durchfeuchtung führen.
OSB-Platten und andere Spanplatten sind nicht für den Lehmverputz geeignet. Mit Lehm-Trockenputzplatten D16 (CLAYTEC 09.010) lässt sich eine Lehmschicht von wirksamer Dicke mit den Methoden des Trockenbaus einbauen.

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Mörtelaufbereitung und Putzauftrag, Putzmaschineneinsatz

Claytec-Lehmputze sind Fertigmörtel, die auf der Baustelle nur noch mit Wasser aufbereitet werden. Die Wasserzugabe bestimmt die optimale plastische bis breiige Verarbeitungs­konsistenz, die der anderer Putzmörtel vergleichbar ist. Der Mörtel darf nicht zu steif verarbeitet werden, da sonst die Untergrundhaftung ungenügend ist. Zu dünn aufbereiteter Mörtel enthält zu viel Anmachwasser, das beim Trocknen zu Schwindrissen führt. Die Produktblätter bzw. Sackbeschriftungen enthalten nähere Angaben zur Anmach­wassermenge, dennoch ist Erfahrung zur Beurteilung der idealen Konsistenz notwendig.
Für die händische Verarbeitung kann die Aufbereitung per Kelle, Motorquirl oder Freifallmischer erfolgen. Der Mörtel muss gut durchmischt werden. Eine zu lange und übertrieben intensive Aufbereitung kann jedoch zu Schwindrissen führen.
Claytec-Lehmputzmörtel können händisch mit der Kelle angeworfen oder mit dem Glätter aufgezogen werden. Professionell werden sie mit Putzpumpen und Putzmaschinen verarbeitet. Erdfeuchte Ware wird mit Zwangsmischer plus Mörtelpumpe, trockene mit dem Durchlaufmischer (Gipsputzmaschine, geschlossenes System) verarbeitet. Bei der Verarbeitung mit der Gipsputzmaschine darf die Förderfähigkeit nicht zulasten einer zu dünnen Verarbeitungskonsistenz verbessert werden. Zu dünner Mörtel trocknet zu lange und bildet Schwindrisse. Zum Anspritzen von Lehm-Oberputz fein sind auch Zierputz-Spritzgeräte geeignet. Unsere Internetseite hilft weiter beim Einsatz von Putzmaschinen. Dort sind die Ansprechpartner aller großen Putzmaschinenhersteller genannt, sie können kompetent Auskunft geben. Zur Lieferung im Silo informieren wir Sie gerne.
Nach dem Auftrag wird der Putz mit dem Glätter oder der Kartätsche abgezogen. Durch das kräftige Andrücken wird der Mörtel im plastischen Zustand verdichtet, insbesondere nach dem Anspritzen mit der Gipsputzmaschine. Dadurch wird die mögliche Schwindrissbildung reduziert und das feste Erhärten gefördet.

Armierungen

  1. Eine spezielle Armierung für den Lehmputz ist Flachsgewebe (CLAYTEC 35.020). Es vereinbart optimierte ökologische Eigenschaften mit verlässlicher Anwendungssicherheit und guten Verarbeitungseigenschaften. Auch Jute- (CLAYTEC 35.001) und Glas­gewebe (CLAYTEC 35.010) sind geeignet.
  2. Kabelschlitze, Materialübergänge und Plattenstöße werden mit Gewebeeinlagen gegen Rissbildung gesichert. Die Kriterien sind ähnlich wie bei Gipsverputz. Bei diversen Putzaufbauten soll grundsätzlich mit flächigen Armierungsgewebeeinlagen gearbeitet werden, s.o. Häufig jedoch muss von Fall zu Fall entschieden werden, ob der Einbau einer Putzbewehrung zur größeren Sicherheit beiträgt oder nicht. Bei vielen Sanierungsaufgaben kann eine „Sollbruchstelle“ schadensbegrenzender wirken als ein Armierungsgewebe. Es kann die Setzungen des Baukörpers nicht aufhalten und bewirkt möglicherweise eine flächige Vergrößerung des Schadens. Bei Deckenputzen, die starken Erschütterungen durch die Nutzung der darüberliegenden Räume ausgesetzt sind, soll stets mit Gewebe gearbeitet werden.
  3. Das Gewebe wird immer auf den noch nassen Unterputz aufgelegt und sofort eingearbeitet. Bei Jute werden dazu Holz- oder Reibebretter, bei Flachs- und Glasseidengewebe auch Glätter oder ähnliche Werkzeuge benutzt. Armierte Bereiche müssen vor der Weiterbearbeitung vollständig ausgetrocknet sein.
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Putzprofile und Eckschutzschienen

Schienen werden wie üblich mit Gips-Ansetzbinder festgesetzt. Die Befestigungspunkte sollen etwas enger als üblicherweise bei Gipsputz gesetzt werden, im unteren Wand­bereich (bis 1,0 m über OKFF) ca. alle 20 cm.

Putzwerkzeug, Claytec-Japankellen, Oberflächen

Das übliche Werkzeug des Stukkateurs ist auch für Lehmputze geeignet: H- oder Trapezkartätsche, Maurer- oder Gipserkelle, Schweizer Traufel, Glätter, Reibbrett, Filzbrett und Schwammbrett. Lehmputzoberflächen können mit der Kelle geglättet, mit dem Holz- oder Kunststoffbrett gerieben, geschwammt  oder gefilzt werden.
Ideal geeignetes Putzwerkzeug sind die Claytec-Japankellen. Diese Werkzeuge sind durch die jahrhundertelange Erfahrung in Japan hoch entwickelt und optimiert. Sie sind gut austariert und zeichnen sich durch beste Stahlqualität sowie eine ausgeklügelte Übertragung des Druckes vom Stiel auf das Blatt aus. Dies ermöglicht kraftsparendes Arbeiten. Das traditionelle Werkzeug wird direkt von uns aus Japan importiert. Informationen zu Japankellen, Schablonen und vielen anderen Lehmputzwerkzeugen enthält unser Claytec-Zubehörkatalog.     
Lehmputz wird durch das Können des Putzers und Stukkateurs veredelt. Die professionelle Ausarbeitung der Oberfläche verleiht dem natürlichen Material den größten Reiz. Claytec MINERAL und Lehm-Oberputz grob haben gerieben eine raue Textur, geglättet wird eine Oberfläche erzielt, die ruhig und zurückhaltend wirkt. Lehm-Oberputz fein hat gerieben eine leicht körnige Textur, er kann mit der Kelle zu glatten Oberflächen verdichtet werden. Großen Einfluss auf die Oberflächenstruktur hat der Zeitpunkt der Bearbeitung (Trockenheitsgrad). Je später gerieben wird, desto feiner die Oberfläche.
Bei Auftrag und Oberflächenbearbeitung von dünnen Lehmputzen sind Heizungs- und Zugluft zu vermeiden. Die Flächen trocknen sonst partiell unterschiedlich schnell an, dies führt zu ungleichmäßigen Oberflächen.
An Materialwechseln (z.B. zu Holz) kann mit Profilen oder handwerklichen Kellen­schnitten gearbeitetet werden. Oft jedoch ist der von selbst entstehende Haarriss die un­auf­dringlichste Fuge am Materialwechsel.

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Trocknung

Die Trocknung von Lehmputzen hängt stark von der Auftragsstärke, der Untergrundsaug­fähigkeit und den Baustellenbedingungen (Durchlüftung, Wetter, Bautrocknung) ab, da das gesamte Anmachwasser aus dem Material heraustrocknen muss. Ein 1 cm starker Putzauftrag auf einem gut saugenden Untergrund kann bei günstigen Bedingungen nach ca. einer Woche weiterbehandelt werden. 2-3 mm starke Dünnlagenaufträge trocknen in ca. 24-48 Stunden.
Bei der Trocknung und Erhärtung von Lehmmörtel findet kein chemischer Ab­binde­vorgang statt, für den Wasser über längere Zeit im Gefüge zurückgehalten werden müsste. Lehmputze können deshalb besser als andere Putze maschinell getrocknet werden. Zu schnelle Trocknung kann zu Schwindrissen aufgrund thermischer Spannungen führen. Das Claytec-Blatt Hinweise zur richtigen Trocknung von Lehmputzen gibt Auskunft darüber, wie Trocknung funktioniert und Maschinen eingesetzt werden können. Das Hinweisblatt ist für die Arbeit mit Lehmputzen unbedingt zu beachten.
Die schnelle Trocknung vermeidet Schimmelerscheinungen. Im Technischen Merkblatt Lehmputze des Dachverband Lehm (DVL) wird für kritische Anwendungsfälle die Führung eines Trocknungsprotokolls durch eine verantwortliche Person gefordert. Kritische Anwendungsfälle sind Putze mit Schichtdicken von mehr als 1,5 cm, Putze auf schlecht saugenden Untergründen (z. B. Beton) und Putze auf Baustellen mit hoher Luftfeuchtigkeit (z. B. nach Estricheinbau). Besondere Vorsicht ist in der ungünstigen Jahreszeit von Hochsommer bis Spätherbst geboten! Für alle mehr als dünnlagigen Aufträge (>3 mm Dicke) wird die Führung des Trocknungsprotokolls empfohlen. Das o. g. Claytec-Blatt enthält einen Vordruck und steht unter www.claytec.de zur Verfügung.
Bei schlechter Trocknung kann es, wie bei vielen Baustoffen, durch Anhaftung von Baustellenstaub zu nachfolgender temporärer Schimmelbildung kommen. In diesem Fall ist die Trocknung umgehend zu forcieren (z.B. per Kondensat-Trockner). Zur weiteren Behandlung der betroffenen Flächen geben wir gerne gesondert Auskunft. Informationen gibt auch der Text Lehmputz, Raumklima und Schimmel auf unserer Internetseite.

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Weiterbehandlung

Anders als für die farbigen Yosima- oder Clayfix-Lehmputze und -Lehmanstriche wird für die hier beschriebenen Claytec-Lehmputze keine Farbverbindlichkeit garantiert. Die Putze sind für die Weiterbehandlung mit einem Anstrich produziert. Sie bestehen aus farblich nur grob einheitlichem Grubenlehm. Mineralische Ausblühungen (kreisförmige Verfärb­ungen) sind möglich.
Der Auftrag von YOSIMA oder CLAYFIX Lehm-Farbputzen erfordert eine gut abgeriebene, ebene Lehm-Unterputz Oberfläche (zusätzlicher, besonderer Arbeitsgang) oder einen dünnen Überzug mit Lehm-Oberputz fein. 
Sollen die Putze dennoch in ihrer natürlichen Farbigkeit belassen werden, so kann die Oberfläche u. a. mit Farbenwasserglas (z. B. Kreidezeit), das mit kalkfreiem Wasser verdünnt wird oder mit verdünntem Vorleim (z. B. Beeck Aglaia) verfestigt werden. Grundsätzlich muss vor zu starker Konzentration des Fixiermittels gewarnt werden. Die Verarbeitungs­hinweise und Angaben zur Verdünnung sind in jedem Fall vom Hersteller einzuholen. Aussagekräftige Arbeitsproben sind in jedem Fall anzulegen.

Der Anstrich kann erst nach vollständiger Trocknung des Putzes aufgebracht werden. Grundsätzlich sollen Anstriche verwendet werden, die keine dicken und dichten Schichten bilden, sondern dünn und offenporig sind: Die raumklimatischen Qualitäten und die schöne Oberfläche sollen durch die Farbgebung unterstrichen und nicht überdeckt werden. Die schönsten Anstriche werden mit dem Quast oder der Bürste, nicht mit der Rolle erzielt. Die folgenden Anstriche haben sich auf Lehmputzen bewährt:

Clayfix-Streichputze und -Lehmfarben (CLAYTEC 18.050-.700 und 19.050-.700) bestehen aus Lehm und natürlichen Zugaben. Die Tonbindung wird durch den Zusatz von Zelluloseleim unterstützt, sie sind damit den Leimfarben verwandt. Lehm-Anstrichstoffe sind in vielen Farbtönen (auch rein-weiß) erhältlich. Vor dem Streichputzauftrag wird mit Lehmputzgrundierung (CLAYTEC 19.020 und 19.025) vorgearbeitet. Die Grundierung wirkt als Fixierung und verhindert ein Anlösen des Lehmuntergrundes während des Anstrichs. So werden mehrlagige Anstriche, Renovier­ungs­anstriche oder sogar das Abwaschen der Farbe in späterer Zeit ermöglicht.
Der Anstrichaufbau ist diffusionsoffen und unterstützt die Wirkung der Lehmputze für Raumluft und Raumklima. Claytec-Lehmmörtel und Clayfix-Anstrichstoffe bilden ein aufeinander abgestimmtes System für die optimale Anwendungssicherheit. Wir verwenden keine Farbstoffe oder Pigmente, sondern ausschließlich reine Erden in den Farben ihrer natürlichen Vorkommen.
Beim Kälken wird eine dünne Milch aus Wasser und nicht zu großem Kalkanteil verwendet. Der Kalk ist sowohl Bindemittel als auch Weißpigment. Der Lehmputz ist sorgfältig vorzunässen. Die Kalkmilch wird in zahlreichen dünnen Schichten aufgetragen, in der Regel sind 5-7 Anstriche nötig. Einfacher ist das Kälken mit fertiger Kalkfarbe (CLAYTEC 21.525).

Ein historisch weit verbreitetes Finish auf Lehmputz ist ein dünner Putzmörtel-Auftrag aus Kalk und feinem Sand. Diese Beschichtung wird insbesondere für die Denkmal-Instandsetzung angewendet. Siehe dazu unser besonderes Arbeitsblatt 6.9 Kalk-Innenputz.

 

Arbeitsblatt Ausführung

 

Vielfach werden auch Kasein- oder Kalk-Kaseinfarben verwendet. Die Farben haben eine gute Deckkraft und beeinträchtigen die raumklimatische Wirkung des Lehms nur gering. Einschließlich Grundierung sind 2-3 Anstriche notwendig. Auf eine gleichmäßig dünne Auftragsstärke ist zu achten, flächig oder partiell zu dicke Aufträge führen zu Rissen. Ein Mindestmaß an Erfahrung mit anspruchsvollen Anstrichmaterialien ist Voraussetzung für die Arbeit.

Die mit geringen Anteilen an Acrylaten versetzten Dispersions-Silikatfarben haben ebenfalls eine gute Deckkraft und bilden strapazierfähige Oberflächen aus. Einschließlich Grundierung sind 2-3 Anstriche notwendig. Rein-Silikatfarben sind für Lehmputze nicht  geeignet.
Bei allen Anstrichstoffen können zu hohe Bindemittelkonzentrationen zu Ablösungen führen! Bei Materialien aus mehreren Komponenten müssen die Angaben des Herstellers beachtet werden.

Lehmputze werden in der Regel nicht tapeziert sondern lediglich mit einem Anstrich versehen. Nur so können sich die Eigenschaften der Putze auswirken. Selbstverständlich sind später oder sofort Übertapezierungen möglich. Die Putze müssen dazu eine ausreichend glatte Oberfläche haben. Putze mit rauer Oberfläche müssen zunächst mit einer Glättlage überzogen werden, ggf. kann mit einer Makulatur-Tapete vorgeklebt werden. Wenn Putzflächen erneut tapeziert werden sollen, so muss bedacht werden, dass die Tapeten bei der Renovierung nur sehr vorsichtig abgelöst werden können.  

Fliesen sollen grundsätzlich auf nicht-wasserlöslichen Putzen oder geeigneten Trocken-bauplatten verlegt werden, unter einer Verfliesung wirkt sich Lehmputz raumklimatisch ohnehin nicht aus. In Dusch- und Wannenbereichen muss ein Putz der Mörtelgruppe II oder eine fliesfähige (grüne) Gipskartonplatte verwendet werden. Auf anderen Flächen, die nur gelegentlich durch Spritzwasser beansprucht sind, können Fliesen ausnahmsweise auch auf den Lehmputz geklebt werden. Die Fläche ist in diesem Fall zuvor mit Tiefengrund zu behandeln. Das lösungsmittelhaltige Material muss nach Möglichkeit tief in den Lehmputz eindringen, dies kann durch mehrere Aufträge nass in nass erzielt werden. Ähnlich wird verfahren, wenn Lehmputz als Untergrund für nur gelegentlich beanspruchte (kein Stauwasser!) Abdichtungen im Anschlussbereich zwischen Boden und Wand eingesetzt werden soll.

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Langzeitnutzung

Lehmputze halten ein Leben lang. Dafür ist die pflegliche Behandlung der optisch oft anspruchsvollen natürlichen Oberflächen jedoch Voraussetzung. Mechanische Verletzungen können leicht mit dem wasserlöslichen Lehmputzmörtel repariert werden.

Verputz von Öfen

Kachelöfen und andere Öfen können mit Lehmputz ummantelt werden. Der schwere Lehm speichert die Heizwärme und gibt sie über längere Zeiträume als Strahlung an den Raum ab. Als Putzträger kann das im Ofenbau verwendete Ziegeldrahtgewebe benutzt werden. Auch einfaches verzinktes Drahtgewebe und Metall­putzträger sind geeignet. Immer muss geprüft werden, ob die zu erwartenden thermischen Spannungen im Putzaufbau zusätzlich das Einbetten eines Armierungsgewebes erforderlich machen. Vorstehende Kanten und Ecken können mit Armierungsgewebe verstärkt werden.
Beim Verputz von Öfen und Kaminen ist vorab zu klären, ob ein Verputz mit einem nicht–brennbaren Mörtel (Baustoffklasse A nach DIN 4102) gefordert ist. Insbesondere bei strohhaltigen Putzen können Vorabstimmungen notwendig sein.

Verputz von Wandflächenheizungen

Lehmputze werden häufig und erfolgreich im Zusammenhang mit Wandflächen­heizungen verwendet. Dabei werden die auf der Wandfläche verlegten Heizrohre mit Lehmmörtel eingeputzt. Das einige Zentimeter starke Putzpaket wird aufgeheizt und strahlt die Wärme in den Wohnraum ab. Wandflächenheizungen zeichnen sich durch hohen Strahlungswärmeanteil und niedriger Oberflächentemperatur aus, sie sind eine gesunde und angenehme Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen.

Unsere Internetseite stellt bewährte Systeme vieler namhafter Hersteller vor.
Vor der Ausführung muss gepüft werden, ob der Untergrund ausreichend griffig ist, um das relativ dicke Lehmputzpaket zu tragen. Wenn nicht, müssen die Flächen je nach Baustoff und Oberflächenbeschaffenheit, wie im Kapitel Untergründe im Einzelnen beschrieben, vorbereitet werden. Dies kann durch Vorspritz, Grundierung oder Kammspachtelung mit Lehmkleber  erfolgen. Kammspachtelung (z. B. auf Claytec-Pavadentro) werden idealerweise nach Montage der Rohrhalterungsschienen und vor Montage der Rohre aufgezogen. Die Heizrohre müssen von Lehmputz umhüllt werden können. Für die anspruchsvollen Putzaufbauten bei den unterschiedlichen Heizungssystemen sind Arbeitsproben besonders wichtig.
Besonders im Massivbau muss auch bedacht werden, ob nicht die Heizung mit einer als Putzträger geeigneten Dämmplatte gegen die große Speichermasse der Wände abgeschirmt werden soll: Wenn die Wärme beim Anheizen über lange Zeit nicht in den Raum, sondern in das Mauer­­werk fließt, so ist das System energetisch ineffizient und thermisch träge.

Für den Verputz haben sich folgende Arbeitsschritte bewährt:

 

  1. Die Wandheizung muss vor dem Verputzen mit dem vorgeschriebenen  Prüfdruck abgedrückt werden. Beim Verputzen soll die Anlage unter Betriebsdruck stehen.
  2. Erste Unterputzlage bei kalter Heizung auftragen und über die Rohre abziehen.
  3. Heizung unbedingt zum Trocknen der ersten Unterputzlage anfahren.
  4. Nachdem die erste Unterputzlage mit Unterstützung der Heizung weitgehend  getrocknet ist zweite Lage mit 5-10 mm Dicke/Rohrüberdeckung
  5. In die nasse Oberfläche der zweiten Unterputzlage Armierungs­gewebe einbetten. Das Gewebe muss an den Stößen ausreichend überlappen und mindestens 25 cm über die Ränder der Heizfläche hinweg auf den nicht beheizten Bereich geführt werden.
  6. Nach vollständigem Trocknen der zweiten Unterputzlage (mit moderater Heizungsunterstützung) Finishlage aufbringen. Dabei darf nicht geheizt werden.

 

Wenn eine Trocknung per Wandflächenheizung aus Gründen des Bauablaufs nicht möglich ist, so müssen die dicken Putzpakete in aller Regel maschinell getrocknet werden. Auch die korrekte Trocknung von dicken Putzaufträgen in Randbereichen, die zum Erreichen einer einheitlichen Oberflächenebene notwendig werden können, muss beachtet werden (s. unten).

Verputz historischer Balkendecken

Plastische Lehmputze haften gut. Mit Stroh gemischt wurden sie in früheren Zeiten immer dann eingesetzt, wenn große Stärken aufgetragen wurden oder „über Kopf“ gearbeitet werden musste. Ein Beispiel dafür sind Decken mit umputzten Balken.
Nach dem Vorbild herrschaftlicher Räume wurden auch in bürgerlichen oder bäuerlichen Bauten die vielfach windschiefen, verdrehten und baumkantigen Deckenbalken verputzt und damit idealisiert. Der Balkenverputz wurde parallel und scharfkantig angelegt, Fehlstellen wurden mit dicken Lehmputz- oder Strohlehmpaketen ausgeglichen.

Untersicht einer „Kölner Decke“

Das Finish bildete früher meist ein dünner Kalkverputz.
Bei der im Rheinland verbreiteten „Kölner Decke“ wird der Übergang zwischen Balken und Wandfläche oder Unterzug mit einem Paket aus plastischem Lehm ausgerundet. Der Radius der Rundung beträgt üblicherweise 10-15 cm.
Bei Reparaturen und Neuerstellungen kann die scharfkantige Form leicht mit Schilf­rohrgewebe, das über Balken und Deckenfelder abgewickelt wird, vorgegeben werden. Der Verputz erfolgt dann mit Hilfe von unter die Balken geschraubten Brett-Lehren. Ebenso wie Deckenbalken werden auch Unterzüge oder vertikale Pfosten umputzt.

Putzlehre bei umputzten Balken

Der Wunsch, durch die Freilegung von vormals umputzten Balken und Unterzügen „Rustikalität” zu erreichen, entspricht nicht den Zielen der früheren Gestaltung und wertet die architektonische Qualität der Räume stets ab.
Die Decklage wird heute in der Regel als Lehmputz ausgeführt, z. B. als weißer Lehm-Farbputz (CLAYFIX, YOSIMA). Der Verputz von Lehm-Grundputz mit dünnen Kalkmörtel-Aufträgen ist im Arbeitsblatt 6.9 Kalk-Innenputz beschrieben.

Bitte beachten

Die Angaben der Arbeitsblätter entsprechen langjährigen Erfahrungen bei der Ausführung von Lehmbauarbeiten und der Anwendung unserer Produkte. Eine Rechtsverbindlichkeit kann daraus nicht abgeleitet werden.

Vorausgesetzt werden ausreichende handwerkliche Erfahrung und die notwendigen Kenntnisse aus den entsprechenden Baugewerken. Es gilt die jeweils neueste, aktuelle Version des Arbeitsblattes, diese ist bei Bedarf zum Beispiel unter www.claytec.de erhältlich.
Copyright CLAYTEC e. K. Peter Breidenbach. Kopie und Veröffentlichung sind, auch auszugsweise, nicht gestattet.

 

 

Abbildung 6.1.1: Anspritzen von Lehm-Grundputz
auf Ziegelmauerwerk mit der Putzmaschine
Abbildung 6.1.2: Grobes Abziehen der
frischen Putzfläche mit dem Aluminium-Richtscheit
Abbildung 6.1.3: Sorgfältiges Einarbeiten der
Armierung mit dem Schwammbrett
Abbildung 6.1.4: Nach der Trocknung Auftrag von
Lehm-Oberputz fein mit dem Edelstahlglätter,
Auftragsdicke 2-3 mm

CLAYTEC Lehmputze NATUREPLUS zertifiziert

Seit dem 1.1.2005 sind mit unseren Produkten Lehm-Unterputz, Lehm-Oberputz grob und Lehm-Oberputz fein erstmalig Lehmputze zertifiziert. Die Zertifizierung wurde nach den Maßgaben von NATUREPLUS durchgeführt. NATUREPLUS ist ein Zusammen-schluss von Umweltprüfinstituten, dem Baustoffhandel, der Baustoffindustrie und Ver­braucherschutzverbänden. Ziel ist die dynamische Qualitätssteigerung der Gesamtheit der Bauprodukte nach ökologischen Kriterien. Nähere Information bietet die Internetseite www.natureplus.org. Unsere Lehmputze wurden nach der Vergaberichtlinie Lehmputze 0803 geprüft. Diese Richtlinie umfasst nicht nur Aspekte der Umwelt- und Gesundheits­verträglichkeit sondern bewertet erstmalig auch die Gebrauchstauglichkeit von Lehmputzen.

Volldeklaration und ermittelte Stoffwerte

Prüfwerte der Zertifizierung 2010 / Deklaration
 

 

Lehm-Unterputz STROH
Zertifikat 0803-0501-042-1

Lehm-Oberp. grob STROH
Zertifikat 0803-0501-042-1

Lehm-Oberp. fein FLACHS
Zertifikat 0803-0501-042-2

Lehmputz MINERAL 20/16
Zertifikat 0803-0501-042-3

Volldeklaration

Lehm, Sand, Stroh

Lehm, Sand, Stroh

Lehm, Sand, Perlite, Flachs

Lehm, Sand

Organische Zuschlagstoffe

Gerstenstroh ca. 2%

Gerstenstroh ca. 2%

Flachsfaser ca. 0,1%

keine

Schwindmaß

2,5%

2,0%

3,0%

2,5% / 2,0%

Druckfestigkeit

1,5 N/mm2

1,5 N/mm2

1,5 N/mm2

1,5 N/mm2 / 1,0 N/mm2

Sorptionsfähigkeit 1,0 Std.

18 g/m2

19 g/m2

18 g/m2

18 g/m2 / 17 g/m2

Sorptionsfähigkeit 12,0 Std.

71 g/m2

74 g/m2

72 g/m2

72 g/m2 / 60 g/m2

Abriebfestigkeit
(Verf. nach Minke)

< 1,0 g

< 1,0 g

< 0,5 g

< 1,0 g / < 1,5 g

Rohdichte

1700 kg/m3

1800 kg/m3

1700 kg/m3

1800 kg/m3

λ-Wert

0,82 W/mK

0,91 W/mK

0,82 W/mK

0,91 W/mK

µ-Wert

5/10

5/10

5/10

5/10

 

 

 

 

 

Ausgabe 5-2011

passende Produkte:

Lehm-Unterputz Stroh

Lehmputz Mineral

Lehm Oberputz grob Stroh

Lehm Oberputz fein Flachs

Flachsgewebe


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