Wandaufbau | Abmessungen | CLAYTEC Produkt |
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1 Leichtlehmsteine | D= 11,5 cm | 07.013 |
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2 Leichtlehm-Mauermörtel | D= 1 cm | 05.022 |
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Die Materialien für das Mauerwerk sind Lehmsteine der Anwendungsklasse I oder II wie der Leichtlehmstein 700 2DF (CLAYTEC 07.013) und Leichtlehm-Mauermörtel (CLAYTEC 05.022). Es werden 33 Steine 2DF und ca. 20 l Mörtel pro m2 Wandflä-che benötigt, bei der Mengenermittlung sind wie für alle Lehmsteinsorten 3-4% Bruch einzurechnen. Leichtlehm-Mauermörtel wird in erdfeuchtem Zustand angeliefert. Ein Big-Bag Schüttmasse ergibt 0,7 m3 fertigen Mauermörtel. Das Material wird auch für die Verfüllung der Schalenfuge verwendet, dies ist dann bei der Mengenermittlung zu berücksichtigen.
Der bodennahe Bereich der Wand muss auf langfristige Durchfeuchtung geprüft werden. Erfahrungsgemäß haben die Innenschalen eine gewisse Toleranz gegenüber Feuchtebelastungen. Bei starker Feuchtebelastung müssen horizontale oder äußere vertikale Sperrmaßnahmen durchgeführt werden. Sollte dies nicht möglich sein, so kann eine innere Abdichtung mit Bitumen o. ä. die einzig mögliche Alternative sein. Das dann rechnerisch anfallende Tauwasser kann in vielen konkreten Fällen vernachlässigt werden, eine kritische Abwägung ist jedoch in jedem Einzelfall notwendig.
Eine zusätzliche Belastung des bodennahen Wandbereichs durch bauschädliche Salze ist besonders kritisch zu sehen, da das Salz die Baustoffe der Innenschale zerstören kann. Durch die hygroskopische Wirkung kann es zu zusätzlicher Durchfeuchtung kommen. Salzbelastungen sind besonders häufig bei altem Ziegelmauerwerk und in Stallgebäuden anzutreffen. Einfache Maßnahmen wie innenseitige Abdichtungen können dazu führen, dass das Salz in der Wand lediglich höher aufsteigt. Entsprechend gibt es zu horizontalen oder äußeren vertikalen Absperrungen kaum Alternativen.
Von der oben beschriebenen, im Einzelfall ggf. notwendigen innenseitigen Abdichtung des unteren Wandbereichs abgesehen müssen dichte Altanstriche und sperrende Schichten wie Fliesen, Lacke und Ölfarben von der Innenseite der zu dämmenden Wand entfernt werden. Auch Gipsputze können stark dampfbremsend wirken. Kalk- und Lehmputze sowie Kalkanstriche können dagegen am Bauteil verbleiben.
Wird die Innenschale auf kapillar leitfähigen Baustoffen wie Beton gegründet und kann die Gefahr aufsteigender Feuchte nicht sicher ausgeschlossen werden, so muss der untere Aufstand durch den Einbau einer bituminierten Pappe oder Folie geschützt werden. Es wird also ähnlich wie beim Auflegen von Holzschwellen verfahren.
Im Erdgeschoss kann die Mauerwerksschale auf eine Bodenplatte oder ein Streifenfundament gegründet werden. In den Obergeschossen ist ggf. eine ausreichend dimensionierte und fest mit dem Tragwerk verbundene Holzkonstruktion vorzusehen, die Statik ist in jedem Fall zu prüfen.
Die Dicke einer nass eingebauten Hinterfüllung soll 1 cm betragen, an einzelnen Stellen bis max. 3 cm. Bei grob unebenen Wänden muss desshalb zunächst ein Flächenausgleich erfolgen, z. B. mit Lehm-Unterputz (CLAYTEC 05.001, 05.002 und 10.010) oder Leichtlehm-Mauermörtel. Die Ausgleichsschichten müssen vor der Weiterarbeit weitgehend austrocknen.
Die Verarbeitung von Lehmsteinen und Lehmmörtel unterscheidet sich nicht von üblicher Mauerwerksarbeit. Sie hat werkgerecht zu erfolgen. Bei Lehmsteinmauerwerk ist besonders auf Vollfugigkeit zu achten, ungenügend vermörtelte Lagerfugen führen bei den relativ weichen Lehm-Mauermörtel zu starken Setzungen. Die Stoß- und Lagerfugen sollen nicht stärker als 1,0-1,5 cm ausgeführt werden.
Im Zuge der Mauerarbeiten wird die Schalenfuge abschnittsweise satt und hohlraumfrei verfüllt. Zur Stabilisierung während der Ausführung ist es empfehlenswert, die Innenschale mit verzinkten Drahtankern mit der äußeren Wand zu verbinden. Einfacher ist es, Montagelochbänder mit Spax-Schrauben in die Steine (Lagerfugen) und in die Ausfachungen (Schrauben > 10 cm) oder Fachwerkbalken zu schrauben. So lässt sich die Schalenfuge mit Mörtel verfüllen, ohne dass die frisch gemauerte Schale ausbricht. Ab einer Schlankheit von h/d > 15 sind die Schalen in jedem Fall durch geeignete Maßnahmen gegen Knicken zu sichern.
Es dürfen nicht zu große Höhen in einem Zug aufgemauert werden, da sonst der noch feuchte und darum weiche Lehmmörtel unter dem Gewicht der aufgehenden Wand zusammengepresst würde. Dies hätte Setzungen zur Folge. Als Faustregel gilt: 2 m Wandhöhe an einem Tag.
Ein Anschrägen der Fensterlaibungen kann bezüglich des Lichteinfalls und der Helligkeitswirkung die Nachteile der vergrößerten Wandstärke (und damit Laibungstiefe) z.T. ausgleichen. Der Winkel der Laibung sollte jedoch nicht flacher als 30 Grad gewählt werden. Fenster und Türstürze werden meist aus Kanthölzern ausgeführt.
Der Verputz kann ausgeführt werden, wenn das Mauerwerk augenscheinlich trocken ist. Nicht nur die Schalenfugenverfüllung sondern auch die Innenputzlage soll genutzt werden, um Leckagen zu minieren. In einem Fachwerkhaus wird vollständige Luftdichtheit in den meisten Fällen unerreichbar sein. Dennoch sind Undichtigkeiten nach Kräften zu beseitigen, z. B. durch handwerkliche Methoden wie dem Verfugen von Spalten oder dem Verstreichen von Fehlstellen. Welche Lehmputz-Aufbauten geeignet sind ist im Arbeitsblatt 6.1 beschrieben.
Vertikale Installationsschächte können beim Bau der Innenschale ausgespaart werden. Eine gute Möglichkeit für die Verlegung von Elektro-, Sanitär- oder Heizungsleitungen bietet auch die Schalenfuge. Ein nachträgliches horizontales Schlitzen der halbstein-
starken Schale ist bestenfalls in sehr geringem Maße möglich, im Ausnahmefall ist bezüglich des Restquerschnittes die relativ geringere Festigkeit des Leichtlehmsteinmauerwerks zu bedenken.
Die Öffnungen für Unterputzdosen werden mit üblichen Diamantkronen gebohrt. Die Dosen werden eingegipst und können zusätzlich durch ihre Rückwand mit der Außenwand verschraubt werden.
Im Wohnbau übliche Gegenstände wie Bilder oder kleinere Regale können mit langen Holzschrauben (≥ 100 mm) befestigt werden. Für Heizkörper, Hängeschränke und ähnliche Lasten sind Kanthölzer vorzusehen, die fest mit dem Tragwerk zu verbinden sind.
Die Möglichkeiten der wärmetechnischen Dimensionierung sowie die Stoff- und Bauteilwerte sind im CLAYTEC Faltblatt LEHMBAULÖSUNGEN FÜR DIE INNENDÄMMUNG beschrieben. Es gilt die jeweils aktuelle Version. Das Faltblatt kann auch auf unserer Internetseite www.claytec.com eingesehen und abgerufen werden.
zum SeitenanfangSchalldämm-Maße Rw ohne und mit Innenschalen in dB nach Berechnungen des SWA-Instituts, Aachen (extrapoliert aus gemessenen Werten und theoretischen Annahmen)
| ungedämmte Wand | LLS 700 + Schalenfuge | LLS 1200 + Schalenfuge |
|---|---|---|---|
Fachwerk, Lehmausf. ca. 1000 kg/m3 | 41 | 47 | 49 |
Fachwerk, Ausfachung Backstein | 45 | 50 | 51 |
Fachwerk, Ausfachung Bruchstein | 47 | 51 | 53 |
Massivwand 24 cm, alte Ziegel etc. | 50 | 53 | 54 |
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Die Angaben der Arbeitsblätter entsprechen langjährigen Erfahrungen bei der Ausführung von Lehmbauarbeiten und der Anwendung unserer Produkte. Eine Rechtsverbindlichkeit kann daraus nicht abgeleitet werden.
Vorausgesetzt werden ausreichende handwerkliche Erfahrung und die notwendigen Kenntnisse aus den entsprechenden Baugewerken. Es gilt die jeweils neueste, aktuelle Version des Arbeitsblattes, diese ist bei Bedarf zum Beispiel unter www.claytec.de erhältlich.
Copyright CLAYTEC e. K. Peter Breidenbach. Kopie und Veröffentlichung sind, auch auszugsweise, nicht gestattet.
Ausgabe 8-2010
Lehmsteine Anwendungsklasse II
| NF 1200 | 2DF 700 |
|---|---|---|
Steine Stk. | 50 | 33 |
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Mörtelbedarf | 27 | 20 |
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Stein- und Mörtelbedarf pro m2
abhängig vom Steinformat


