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3.3 Innenschale aus Holzfaserdämmplatten

Dämmstoffplatten, die für den direkten Verputz geeignet sind, werden mit Lehmklebemörtel und Armierungsmörtel an die Innenseite von zu dämmenden Außenwänden geklebt. Innendämmungen werden bei der Sanierung und Modernisierung von Gebäuden als Alternative zur Außendämmung eingesetzt. Sie sind für historische Ziegelbauten und alle Gebäude geeignet, die nach 1900 errichtet worden sind. Dazu gehören auch die vielen Bauten mit massiven oder zweischaligen Außenwänden der 20er und 30er, aber auch der 50er und 60er Jahre. Besondere Einsatzgebiete sind Baudenkmäler, Fachwerkhäuser und andere Gebäude mit ansprechenden erhaltenswerten Fassaden.
Die langfristige Sicherheit der Innendämmung mit Holzfaserdämmplatten ist auf Erfahrung, gesicherte Baustoffeigenschaften und bauphysikalische Berechnungen nach allgemein anerkannten Verfahren gegründet. Das Claytec-Innendämmsystem ist praxisgerecht und bis ins Detail erprobt.
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert mit dem Modell KfW-Effizienzhaus Denkmal 160 auch die Innendämmung von Baudenkmälern und anderen erhaltenswerten Altbauten. Wir helfen Ihnen gerne bei Beantragung und Verwirklichung der Förderung. Fragen Sie unsere Technische Beratung: 02153 918-24.

Viele gute technische Gründe machen Innendämmungen attraktiv:
Die Außenwände können auch nach der Dämm-Maßnahme noch durch solare (Gratis-) Energie erwärmt werden. Sie sind nicht, wie bei der Außendämmung, von dieser getrennt. Die höhere Temperatur des Bauteils hat erheblichen positiven Enfluss auf den Energiefluss durch die Wand.
Innendämmungen erlauben durch die energetische Entkopplung von Raumluft und Außenwandmasse die schnelle Aufwärmung der Räume. Dies kommt dem modernen Nutzerverhalten sehr entgegen. Hier sind schon geringe Dämmdicken effektiv und wirken sich günstig auf den Gesamtenergieverbrauch aus.
Außendämmungen haben vielfach schwierige Anschlüsse an Dächer und an andere Bauteile zur Folge, die bei der Innendämmung nicht vorkommen. Gerüstkosten und Außenputzarbeiten fallen nicht an. Der Lichteinfall durch die im Altbau oft kleinen Fensteröffnungen wird nur wenig reduziert: Innendämmungen erlauben abgeschrägte Laibungen, bei Außendämmungen sind diese optisch und auch bautechnisch schwierig zu realisieren. Auch baurechtliche Anforderungen (Fassaden auf der Grundstücksgrenze, Abstandsflächen) können außen liegende Dämmschichten verbieten. Innendämmungen erlauben außerdem die Dämmung von Teilflächen, z. B. bei Eigentumswohnungen oder Sanierungen, die nur raumweise durchgeführt werden können.
Verglichen mit anderen Lehmbau-Dämmtechniken weisen Innendämmungen aus aufgemörtelten Dämmplatten eine hohe Dämmwirkung bei geringer Schichtdicke auf. Der Verlust nutzbarer Wohnfläche wird minimiert. Die Trocknungszeiten sind kurz.
Die Wärmebrücken-Wirkung einbindender Bauteile ist zwar eine Energieverlustquelle, jedoch bauphysikalisch beim Claytec-System oft unproblematisch, wie wir unten zeigen.

 

 

 

Nutzung der solaren Erwärmung

 

 

Schnelle Aufwärmung der Räume

 Schicht, ProduktDickeArt.-Nr.
1Ausgleichsputz falls notwendig,
Lehmklebe- und Armierungsmörtel
ggf. 10-35 mm
3mm
ggf. 05.030, 05.001
13.555
    
2Claytec Holzfaserdämmplatten40 mm, 60 mm (80 mm)09.340, .360 (.380)
    
3Lehmklebe- und Armierungsmörtel
oder Lehm-Oberputz fein
mit Flachs- oder Glasgewebe
3 mm
 
 
13.550
35.020 oder 35.010
 
    
4Lehm-Oberputz fein mit Anstrich o.
YOSIMA Lehm-Designputz
3 mm
2mm
05.113, diverse
diverse
    

Baustoffe

Ausgleichsschichten, die auch als Mörtelbett dienen können, werden mit Lehmputz Mineral (CLAYTEC 05.030, 10.030) oder Lehm-Unterpuz (CLAYTEC 05.001, 10.010) ausgeführt. Zum Ankleben wird Lehmklebe- und Armierungsmörtel (CLAYTEC 13.555) verwendet. Die Dämmung erfolgt mit Holzfaserdämmplatten Pavadentro (CLAYTEC 09.320-.380) oder Internal (CLAYTEC 09.320-.380) und System-Befestigungsmitteln (CLAYTEC 35.130-.150).
Lehmklebe- und Armierungsmörtel bindet unabhängig vom Untergrund immer perfekt ab, bei Kalk- oder Zementklebern ist dies nur durch Kunststoffzusätze sicher zu stellen. Lehmkleber ist diffussionsoffen und kapillar leitfähig. Holzfaserdämmplatten bestehen aus Nadelholzfasern. Sie können große Mengen an Luftfeuchtigkeit aufnehmen (sorbieren) und temporär einlagern. Die Flexibilität trägt zur Minimierung des Putzriss-Risikos bei. Das Sonderformat von 40 x 102 cm ist besonders geeignet für die kleinteiligen Flächen bei Sanierungen.

Nut und Feder sorgen für guten Verbund
und einen planebenen Untergrund
für den nachfolgenden Verputz.

Artikel-Nr.ProduktPlatten/m2
09.340 Claytec-Pavadentro 40 mm2,6
09.360Claytec-Pavadentro 60 mm2,6
09.380Claytec-Pavadentro 80 mm2,6

 

 

 

09.440Claytec Internal 40 mm2,6
09.460Claytec Internal 60 mm2,6

Auch Schilfrohrplatten (CLAYTEC 34.010) haben sich sehr gut bewährt. Mineralische Produkte wie Kalziumsilikatplatten und Mineralschaumplatten können ebenfalls sehr gut mit Lehmklebe- und Armierungsmörtel angesetzt und mit Lehmklebe- und Armierungsmörtel verputzt werden.
Andere Platten sind auf ihre bauphysikalische Eignung und auf ihre Tauglichkeit als Putzträger zu prüfen. Der Materialbedarf für eine Ausgleichsschicht (zum Erreichen einer ebenen Fläche) oder ein Mörtelbett (zum Ausgleichen und direkten Versetzen der Platten) wird aus der Fläche und der durchschnittlichen Auftragsstärke ermittelt.
Für Zahnspachtelungen mit Lehmkleber ist der Mörtelbedarf 4,5 bis 6 l/m2. Sorten, Lieferformen und Ergiebigkeit der verschiedenen Produkte sind der Tabelle zu entnehmen.

Artikel-Nr.ProduktLieferformErgiebigkeit
05.001Lehm-Unterputz erdfeuchtBig-Bag 1,2 t700 l
05.002Lehm-Unterputz trockenBig-Bag 1,0 t625 l
10.110Lehm-Unterputz trockenSack 25 kg17 l
05.030Lehmputz Mineral 20 erdfeuchtBig-Bag 1,2 t625 l
10.030Lehmputz Mineral 16Sack 30 kg18 l

 

 

 

 

13.555LehmkleberSack 25 kg17 l

 

 

 

 

 

 

Als Befestigungsmittel bieten wir verzinkte Stahlschrauben oder, je nach Untergrund, Schraubdübel an. Unsere Isolierteller können mit beiden Sorten und jeder Länge kombiniert werden. Für den Schraubantrieb werden TORX T30 Bits benutzt.

 

Artikel-Nr.ProduktLieferform (VE)Befestg./m2
35.130/60 - .130/140Schraube 6 mm.
L= 60, 80, 100, 120, 140 mm
Karton 100 Stk.ca. 6-8
35.140/100 - .140/160 Schraubdübel 8 mm.
L= 100, 120, 140, 160 mm
Karton 100 Stk.ca. 6-8
35.150Isolierteller
D 60 mm
Karton 100 Stk.ca. 6-8

 

 

 

 

Claytec Befestigungsmittel

Feuchteschutz und Dämmstoffdicke

Innendämmungen werden wegen der möglichen Tauwasserbildung im Bauteil diskutiert. Wichtig ist dabei die mögliche Menge der mutmaßlichen Wasserbildung aber auch die Stelle im Wandquerschnitt. Für die unten abgebildeten Außenwände liegen Mengenermittlungen und Bilanzrechnungen für Dämmungen mit der Holzfaserdämplatte Claytec-Pavadentro vor, die mit einem Programm der TU-Dresden berechnet wurden. Sie belegen, dass der mögliche Tauwasserausfall unproblematisch ist. Bei Verwendung von Claytec Internal gelten die Einschänkungen, dass der Feuchteschutz bei Standorten mit feuchtem Jahres-Außenklima und/oder in höheren Lagen als 600 müNN gesondert nachgewiesen werden muss. Verglichen mit anderen möglichen Feuchtebeanspruchungen der Außenwand ist die Gefährdung durch Tauwasser im Bauteil eher gering. Die Wassermengen, die durch aufsteigende Feuchte, Spritzwasser und Schlagregen eingetragen werden können, sind meist ein viel größeres Risiko. Für die dauerhafte Schadensfreiheit müssen diese Gefährdungen daher ausgeschlossen sein. Die Innendämmung könnte andernfalls die Schadensgefahr vergrößern.
Die von uns untersuchten Außenwände repräsentieren Massivbauweisen, wie sie in vergangenen Jh. und bis in die 1960er Jahre hinein üblich waren. Abgerundet wird die Betrachtung durch Fachwerkwände mit üblichen Ausfachungsmaterialien.
Für die Baustoffe sind Rohdichten unterstellt, wie sie zu den Erbauungszeiten üblich waren, siehe auf Seite 4 den Kasten Bauphsikalische Werte. Werden höhere Rohdichten vermutet als in den Berechnungen verwendet sind, müssen Probekörper ausgebaut und gewogen werden.

Risiken durch andere Feuchtequellen

Bei Massivbauten, die vor 1850 erbaut sind können die Ziegelrohdichten auch an einem Objekt stark variieren, hier muss ggf. geschätzt und gemittelt werden. Sind in besonderen Fällen Berechnungen gewünscht, beispielsweise unter Einbezug der örtlichen Klimadaten, so vermitteln wir gerne ein geeignetes Ingenieurbüro.
Wir favorisieren Dämmdicken von 40 mm oder 60 mm, bauphysikalische Erläuterungen siehe Tabelle. Die Tabelle zeigt, dass schon mit 60 mm Dämmung Verbesserungen bis zum Faktor 4 erreicht werden können. Dabei ist der Raumverlust gering. Rechnerisch lässt sich bei den betrachteten Wänden auch eine Dämmstoffdicke von 80 mm nachweisen. In diesen Fällen jedoch müssen mögliche Risiken durch zusätzliche Feuchtequellen und an Anschlüssen (z.B. Auflagerbereiche von Deckenbalken, s.u.) besonders sorgfältig abgewogen und das Bauvorhaben durch einen erfahrenen Fachplaner begleitet werden.

Innenputz
Ziegel 1600kg/m3

 

Innenputz
Ziegel 1600 kg/m3

 

Innenputz
Naturstein 2200 kg/m3

Außenwand

ungedämmt
U in W/m2K
mit 40 mm 
U in W/m2K
mit 60 mm
U in W/m2K
mit 80 mm
U in W/m2K
1 Ziegel 365 cm

1,360,610,480,40
2 Ziegel 24 cm

1,820,680,520,42
3 Naturstein 30 cm*

2,820,790,580,46
4 Ziegel 24 cm (zweischalig)1,820,600,470,39
5 KS-Stein 175 cm (zweischalig)1,190,570,450,38

 

 

 

 

 

6 Fachwerk 14 cm,
Lehm (leicht)
1,200,570,460,38
7 Fachwerk 14 cm,
Lehm
1,690,650,500,41
8 Fachwerk 14 cm,
Ziegel
1,930,680,520,42
9 Fachwerk 14 cm,
Naturstein
2,660,720,550,44

 

 

 

 

 

 

Innenputz
Ziegel 1800 kg/m3
Luftschicht, Verblender

 

Innenputz
KS-Stein 1400 kg/m3
Luftschicht, Verblender

 

Innenputz
Lehm 700/1200 kg/m3
Außenputz (Kalk)

 

Innenputz
Ziegel 1600 kg/m3

 

Innenputz
Naturstein 2200kg/m3

* Hygrothermischer Nachweis auch für bis zu 80 cm dicke Wände durchführbar

Für bewitterte Fachwerkfassaden empfehlen wir Dämmplatten von 40 mm Dicke.
Erläuterungen zur zulässigen Regenbeanspruchung von Fachwerkfassaden siehe unten sowie Merkblatt Fachwerkinstandsetzung nach WTA I: Bauphysikalische Anforderungen an Fachwerkgebäude.

Ausgangssituation und Vorbereitung

Der bodennahe Bereich der Wand muss auf Durchfeuchtung geprüft werden. Grundsätzlich dürfen Dämmstoffe aus pflanzlichen nachwachsenden Rohstoffen keinen Kontakt mit dauerhaft feuchtebelasteten Bauteilen haben. Bei starker Feuchtebelastung sind horizontale und/oder äußere vertikale Sperrmaßnahmen sowie Trocknungsmaßnahmen notwendig. Sollte dies bautechnisch unmöglich sein, kann eine innenseitige Sanierung mit Kalziumsilikat oder Schaumglasplatten nach den Regeln der Technik geboten sein.
Grundsätzlich dürfen die Dämmstoffe aus pflanzlichen nachwachsenden Rohstoffen kei-nen Kontakt mit dauerhaft feuchtebelasteten Bauteilen haben, ggf. sind Abstände zu halten oder Sperrlagen vorzusehen.
Eine zusätzliche Belastung durch bauschädliche Salze ist besonders kritisch zu sehen, da das Salz die Baustoffe der Innenschale zerstören kann. Durch die hygroskopische Wir-kung kann es zu zusätzlicher Durchfeuchtung kommen. Salzbelastungen sind besonders häufig bei altem Ziegelmauerwerk und in Stallgebäuden anzutreffen.
Dichte Altanstriche und sperrende Schichten wie Fliesen, Lacke und Ölfarben müssen von der Innenseite der zu dämmenden Wand entfernt werden. Auch Altputze bzw. deren vielfache Kleisteraufträge können dicht sein und dampfbremsend wirken. Eine einfache Methode der Prüfung ist der Benetzungsversuch: Dabei wird Wasser mit dem Quast aufgestrichen. Das Einziehen innerhalb weniger Minuten weist auf éine gute Saugfähigkeit hin, die als Indiz für eine ausreichende Diffusionsoffenheit gesehen werden kann.
Kalk- und Lehmputze sowie Kalkanstriche sind in fast allen Fällen diffusionsoffen und können am Bauteil verbleiben. Gleiches gilt für Gipsputze: Ein möglicher vorübergehender Festigkeitsverlust (Gipsfäule) bei Kondensatbildung ist tolerierbar. Gefügezerstörung durch Sulfatsprengung (Gipstreiben) ist bei Lehmaufträgen nicht zu befürchten, da sie anders als Kalk- oder Zementkleber pH-neutral sind. Bei Verwendung von Claytec Internal wird die Entfernung von Gipsputzen jedoch empfohlen.
In Spritzwasserzonen von Dusch- und Wannenbereichen können die Dämmplatten zum Verfliesen mit geeigneten Feuchtraum-Trockenbauplatten beklebt werden. Der Feuchtschutz ist wegen der organischen Beschaffenheit der Platten sorgfältig auszuführen.

 

 

 

 


fußpunkt mit Abdichtung und
Schaumglasdämmung

 

 

Anschließende Bauteile

Für einbindende Innenwände und Decken wird vielfach eine flankierende Dämmung im Anschlussbereich zur Außenwand empfohlen. Ziel ist es, den Energieabfluss zu minimieren und eine kritische Oberflächen-Auskühlung zu verhindern. Zu bedenken ist die störende Kante im Raum und der erhebliche Aufwand.
In energetischer Hinsicht ist die Wärmebrückenwirkung des einbindenden Bauteils nicht zu bestreiten. Die Gefahr der Oberflächentauwasser- und Schimmelbildung besteht bei historischen Baustoffen wie Holz und Lehm jedoch in der Regel nicht, da die Wärmeleitfähigkeit gering ist. Gleiches gilt für Ziegel mit Rohdichten ≤ 1600 kg/m3.
Wände und Decken aus stark wärmeleitfähigen Baustoffen wie Beton sollen stets mit einer flankierender Dämmung versehen werden. Besondere Sensibilität ist geboten, wenn bereits vor der Dämmmaßnahme Schimmelbefall aufgetreten ist. Vorsicht ist weiterhin geboten, wenn forcierte Luftdichtungsmaßnahmen zur Minimierung des winterlichen Luftaustauschs durchgeführt wurden. Gleiches gilt für schlecht belüftete Räume mit dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit.
Eine deutliche Sicherheitsreserve zum Schutz der Oberflächen einbindender Bauteile bietet die Feuchteaufnahmefähigkeit der Wand- und Deckenbeschichtungen aus Claytec-Lehmputzen. Siehe dazu auch die Untersuchung Auswirkungen von Lehmputzen auf die Raumluftfeuchte von Wulf Eckermann und Christof Ziegert (www.claytec.de).
Das Öffnen und spätere Beiarbeiten von verputzen Deckenuntersichten und Dielenböden zur Durchführung der Dämmung ist aufwändig und zerstört historische Bausubstanz. Vielfach ist die Deckenkonstruktion aus Holz, Strohlehm oder leichten Schüttungen und Lufteinschlüssen keine bauphysikalisch kritische Wärmebrücke, sondern lediglich eine energetische Schwachstelle, die ggf. toleriert werden kann. Ist die Öffnung der Decke aus bautechnischen Gründen ohnehin notwendig, soll die Dämmung zwischen den Deckenbalken durchgeführt werden. Ggf. vorhandene Hohlräume hinter parallel zu Bestandswänden verlaufenden Streichbalken sind zu verfüllen, z. B. mit Flachswolle (CLAYTEC 35.050). Wandflächen in Hohlräumen oberhalb von abgehängten Decken sind stets zu dämmen.
Die Auflagerbereiche von Holzbalkendecken sind insbesondere im Massivbau kritische Punkte. An den durch die Dämm-Maßnahme kühler gewordenen Balkenoberflächen kann Wasser kondensieren, wenn aufgrund von Leckagen (z.B. durch die Dielenritzen) eine größere Menge feuchtwarmer Raumluft durch das Bauteil strömt.
Da die Außenwand durch die Innendämm-Maßnahme von der Raumbeheizung mehr oder weniger stark entkoppelt wird, kann es zu längeren Austrocknungszeiten von Zie-gelwänden nach einem Regen kommen. Entsprechend länger können die Balkenköpfe feucht bleiben.
Zunächst soll der Ist-Zustand der Holzbalken im Auflagerbereich untersucht werden. Müssen geschädigte Balkenenden ohnehin erneuert werden, soll dies mit der gebote-nen Sorgfalt geschehen. Insbesondere ist die direkte, kontaktschlüssige Auflage im Mau-erwerk zu vermeiden, die Balken werden auf eine Trennlage gelegt (z.B. bituminierte Pappe). Auch an den übrigen Flächen soll das Holz das Mauerwerk nicht direkt berüh-ren, sondern etwas Abstand halten. Nach innen ist der Anschluss möglichst luftdicht auszuführen.
Ist das Holz intakt, so soll die Gefährdung durch Lufteinströmung z.B. durch Fugen des Belages untersucht werden. Böden mit weitgehend geschlossenen Fugen und augen-scheinlich leckagefreien äußeren Fassadenflächen brauchen nicht zwangsläufig aufgenommen zu werden. Gewarnt wird vor der Zerstörung unterseitiger Luftdichtungsebenen in Form intakter Wand- und Deckenputze.
Die theoretisch „perfekte“ Detaillösung, ist oft nur vermeintlich besser als der Ist-Zustand. Entscheidet man sich für die oberseitige Öffnung der Decke, so können die Fugen zwischen Mauerwerk und Balken zunächst mit Flachswolle (CLAYTEC 35.050) ausgestopft werden. Die Luftdichtheit des Anschlusses ist bestmöglich durch Verstreichen mit Lehmputzmörtel anzustreben. Abdichtungen mit Klebebändern werden im unregelmäßigen Altbestand nur selten zufriedenstellend ausgeführt werden können. Der Mörtel hat außerdem den Vorteil der kapillaren Leitfähigkeit.
Die obigen Hinweise gelten sinngemäß auch für die Auflagerbereiche von Deckenbalken im Fachwerkbau. Diese können jedoch weit weniger problematisch sein, da sie entwe-der freiliegen und somit immer schnell austrocknen oder von gut kapillar leitfähigen Lehm- oder Kalkmörtel umhüllt sind.
Fenster- und Türlaibungen sollen nach Möglichkeit gedämmt werden. Je nach verfügbarem Platz können Claytec Holzweichfaserplatten unterschiedlicher Dicke eingesetzt werden. Die Dämmung dient der Erhöhung der Oberflächentemperatur in diesen Bereichen, um Oberflächentauwasser zu verhindern. Luftdurchströmungen der Fensterrahmenanschlüsse sind auszuschließen (Luftdichtheit).
Besondere Vorsicht gilt, wenn schon vor der Dämm-Maßnahme Schimmel im Laibungsbereich aufgetreten ist. In sehr kritischen Fällen sind dünne mineralische Dämmplatten ratsam.
Bauteilanschlüsse im Bestand sind oft komplexe Aufgaben, die das Hinzuziehen eines erfahrenen Fachplaners notwendig machen.

 


Flankendämmung ggf. bei Beton, bei
Lehm oder Ziegel in der Regel nicht

 

 

 


Auflagerbereich einer typischen
historischen Holzbalkendecke

 

 

 


Dichten mit Stopfwolle und Lehmmörtel
(auf dem Holz ggf. mit Putzträger)

 

 

 


Luftdichtung und Dämmung
in der Fensterlaibung

Anmörteln der Platten

Die Innendämmung aus Dämmplatten setzt weitgehend ebene Oberflächen voraus. Dazu muss ggf. eine Putzlage als Ausgleichsschicht aufgebracht werden. Geeignet sind Lehmputz Mineral oder Lehm-Unterputz mit Stroh.
Eine Schicht aus altem oder neuem Putz ist auch für den langfristigen Feuchteschutz wichtig: An der Außenseite der Dämmung anfallendes Tauwasser wird von ihr aufgenommen und weitergeleitet. Sie wirkt auch in begrenztem Umfang als Verteilerschicht für von außen eindringende kleinere Schlagregenmengen.
Bei Fachwerkwänden mit besonders breiten Balken kann durch das Antackern eines Streifens Rohrgewebe St 70 (CLAYTEC 34.001) für bessere Putzhaftung gesorgt werden. Das Einarbeiten von Armierungsgewebe verhindert Risse und trägt damit zur Leckagenfreiheit (Wind- und Luftdichtung) bei. Alle Holzteile müssen satt und nicht zu dünn (5-10 mm) überdeckt sein.
Die zu dämmenden Bauteile und Untergründe dürfen nicht mehr feucht sein.
Ausgleichsschichten müssen vor der Montage der Platten austrocknen, um lange Feuchtebelastungen der Bauteile in der Anfangszeit zu verhindern. Ist die Ausgleichsschicht nicht zu dick (≤ 10 mm), kann sie unmittelbar als Mörtelbett für das Eindrücken der Platten dienen.
Andernfalls werden die Platten mit einer dünnen Lage Lehmklebe- und Armierungsmörtel (CLAYTEC 13.555) aufgeklebt. Der Kleber wird mit dem Zahnspachtel (Rechteck-Zahnung 10 mm) auf die Plattenrückseite aufgetragen. Bei zusätzlichem Auftrag auf die Wand werden beide Lagen mit einem Zahnspachtel (Rechteck-Zahnung 5-6 mm) kreuzweise versetzt aufgebracht. Die beidseitige Klebung wird besonders fest und durchgängig, insbesondere bei Laibungsplatten muss in dieser Weise verfahren werden. Der Kleber ist so aufzutragen, dass auch im Bereich der Zahnung noch eine dünne Mörtelschicht stehen bleibt.
Die Dämmplatte wird in das Mörtelbett oder in die frisch aufgebrachte Klebemasse fest eingedrückt und angepresst. Bei Claytec Pavadentro zeigt die Funktionsschichtebene zur Wand, die Ebene mit Nut-und-Feder zum Raum (bei 40 mm Platten identisch). Die Funktionsschicht hemmt den Wasserdampfstrom leicht und gewährleistet die Austrocknung von eingedrungenem Kondensat zum Raum hin. Nut-und-Feder sorgen für einen sehr ebenen Verputzuntergrund auch im Stoßbereich. Vollflächiger, möglichst Fehlstellen-freier Kontaktschluss mit dem Untergrund muss gewährleistet sein. Die Rillen im Kleber werden durch das Anpressen stark reduziert, sie gelten nicht als Fehlstellen.
Neben der mechanischen Funktion hat die vollflächige Klebung die wichtige Funktion, eine Hinterströmung der Platten mit feuchtwarmer Raumluft zu verhindern. Die nachfolgende Befestigung mit Schrauben oder Dübeln dient nicht nur der Stabilität, sondern auch der Gewährleistung des flächigen Verbundes. Durch die Befestigung werden die Platten fest in den Kleber gepresst.
Die Dämmplatten werden mit langen Schraubdübeln (CLAYTEC 35.140/100 -160) im Ziegelmauerwerk der Außenwand befestigt. Für Fachwerkwände werden für die Befestigung im Balkenwerk und in den Lehmausfachungen Schrauben (CLAYTEC 35.130/60 -140) verwendet. Bei Massivuntergründen sollen Schraubdübel ca. 60 mm in die Bestandswand eingreifen. Bei Holzuntergründen genügt eine Verankerungstiefe der Schrauben von ca. 40 mm ins feste Holz. Bei Lehmuntergründen müssen die Schrauben je nach deren Festigkeit länger sein. In Fachwerkausfachungen wird vorsichtig geschraubt oder gebohrt, Erschütterungen sind zu vermeiden. Art und Länge der Befestigungen wird von den oft wechselnden Untergründen im Altbau bestimmt. Es empfiehlt sich, stets mehrere und ausreichend lange Befestigungsmittel auf der Baustelle verfügbar zu haben.
Jede Platte wird mit Isoliertellern (CLAYTEC 35.150) an mindestens zwei Punkten befestigt. Vertikal gesehen liegen sie mittig. Horizontal beträgt der Randabstand ca. 25 cm, der Abstand untereinander ist demnach ca. 50 cm. Der Randabstand der Befestigung soll möglichst nicht weniger als 60 mm (Achsmaß bis zum Rand) betragen. Die Isolierteller werden soweit angezogen, dass ihre Oberfläche für den späteren dünnen Putzauftrag möglichst bündig mit der Plattenoberfläche ist.
Durch die Nut-und-Feder Verbindung der Claytec Dämmplatten wird ein guter durchgehender Verbund gewährleistet und Putzrissen vorgebeugt
Der Platten-Zuschnitt erfolgt meist mit der Stich- oder Handkreissäge, auch andere Werkzeuge sind geeignet. Mit dem Versetzen beginnt man in der Regel in der linken unteren Wandecke. Bei der ersten Platte wird die linke vertikale Feder abgeschnitten. Am Bodenanschluss können die Platten in Nuttiefe besäumt werden, um Hohlräume zu vermeiden. Dies kann alternativ durch Verstreichen mit Lehmmörtel erreicht werden. In den Raumecken sind keine Gehrungsverbindungen notwendig. Die Rissgefahr in den Raumecken kann durch verzahntes Versetzen minimiert werden.
Die Platten werden im Verband angeordnet, d.h. versetzt ohne durchlaufende vertikale Fugen. Der Versatz muss mindestens 25 cm betragen. Die vertikalen und horizontalen Begrenzungen von Fenster- und Türöffnungen dürfen sich nicht durch Plattenstöße fortsetzen. Dies ist schon bei Beginn der Arbeiten zu berücksichtigen, alternativ muss mit kleineren Zuschnitten Abhilfe geschaffen werden.


Rohrgewebe auf breitem Balken

 

 


Anpressen der Platten mit Hilfe der
Schraubdübel oder Schrauben

 

 

 

 


Verankerungstiefen

 


Schraubenabstand, Plattenverband

 


Verzahntes Versetzen in Raumecken

Weiterbehandlung

In der Regel müssen vor dem Verputz keine ausdrücklichen Trockenzeiten eingehalten werden, es kann zügig weitergearbeitet werden. Wurde mit Mörtelbett (Dicke ≤ 10 mm) gearbeitet, so muss dieses jedoch ausreichend fest sein.
Für den Verputz müssen die Platten staubfrei sein. Fugen von mehr als 1-2 mm Breite, Schraublochvertiefungen und Installationsschlitze sind mit CLAYTEC Lehmklebe- und Armierungsmörtel flächenbündig eben auszuspachteln. Spachtelungen trocknen lassen, ggf. nachspachteln. Die Flächen werden 3 mm dick mit Lehmklebe- und Armierungsmörtel überzogen. In die noch nasse Oberfläche der Lage wird CLAYTEC Flachsgewebe (CLAYTEC 35.030 oder 35.033) flächig eingearbeitet.
Eine Variante der Endbeschichtung ist CLAYTEC Lehm-Oberputz fein in 2-3 mm Dicke und der abschließende Anstrich mit Grundierung DIE WEISSE und CLAYFIX Lehm direkt Lehm-Streichputz oder Lehmfarbe. Ein Anstrich mit gräfix Kalkfarbe ist ebenfalls möglich. Mit CLAYTEC Lehmspachtel können besonders glatte Oberflächen erzielt werden.
Für YOSIMA Lehm-Designputz ist Grund- und Bewehrungslage besonders sorgfältig und eben vorzubereiten. YOSIMA Lehm-Designputz steht in 140 natürlichen Farbtönen von ungewöhnlicher Farbtiefe zur Verfügung (ohne Farbstoffe und Pigmente). Er wird 2 mm dick aufgetragen. Die Flächen werden fein gerieben oder geglättet und nach der Trocknung feucht oder trocken abgewischt. Das Material hat beste Oberflächenfestigkeit. Ein Verputz mit gräfix Kalk-Dünnschichtputz fein ist ebenfalls möglich, siehe dazu auch Arbeitsblatt 6.9.
Auch ein zweilagiger Putzaufbau bis 15 mm Gesamtdicke ist möglich, die Platten werden dazu ggf. mit Grundierung DIE ROTE vorbereitet. Für einen Putzaufbau mit mehr als 15 mm Dicke sind die Platten mit Lehmklebe- und Armierungsmörtel vorzubereiten, z.B. für den Einbau von Wandflächenheizungen. Er wird mit dem Zahnspachtel aufgetragen.
Bei dicken Putzlagen muss daher die sichere Trocknung besonders sorgfältig gewährleistet werden, siehe dazu auch CLAYTEC Hinweise zur richtigen Trocknung von Lehmputzen.
Der gesamte raumseitige Putzaufbau soll so ausgeführt werden, dass Leckagen minimiert werden. In Massivbauten ist gute Luftdichtung in der Regel erreichbar. Sichtbare Deckenbalken sind besonders sorgfältig einzuputzen. In Fachwerkhäusern wird perfekte Luftdichtheit in vielen Fällen nicht mit vertretbarem Aufwand erreichbar sein. Dennoch sind Undichtigkeiten durch gute handwerkliche Arbeit nach Möglichkeit zu beseitigen, z. B. durch das Verstreichen von Fugen. Detaillierte Angaben zu Aufbau, Verarbeitung und Oberflächenbehandlung von Lehmputz sind im CLAYTEC Arbeitsblatt 6.1 zu finden.


Anordnung der Platten an Öffnungen

Elektroinstallationen

Elektroinstallationen in der Dämmschicht sind grundsätzlich zu vermeiden. Alternativ empfehlen wir spezielle Sockelprofile oder das Verlegen von Installationen in Seitenwänden. Sind Installationen in Claytec-Pavadentro Platten unumgänglich sind folgende Hinweise zu beachten:

• Kabel sind unter der Dämmung zu führen, z.B. in Ausgleichslagen.
• Es sind nur Elektro-Einzeldosen oder -Doppeldosen zu empfehlen.
  Mehrfachdosen bewirken zu große Wärmebrücken.
• Als luftdichte Elektrodosen werden Dosen von Kaiser-Elektro mit luftdichter
  elastischer Dichtungsmembrane empfohlen (Art.-Nr. 1055-21).
• Die luftdichten Unterputzdosen sind seitlich und hinten vollständig mit
  Lehmklebe- und Armierungsmörtel oder einem schnell abbindenden
  Fliesenkleber o.ä. einzubetten.
• Von der Kalt- auf die Warmseite der Innendämmung sind Kabel luftdicht zu
  verlegen, Leerrohre sind nicht geeignet.

Befestigung besonderer Einzellasten

Die Befestigung von großen Lasten wie Heizkörpern und Hängeschränken müssen durch die Dämmplatte in die Wandkonstruktion oder auf eingebauten Kanthölzern erfolgen.
Die Befestigung von kleineren Lasten wie Bilder, Leuchten, Wandheizregister usw. erfolgt mit Einschraub-Befestigern, die in die fertig verputzte Dämmplatte geschraubt werden. Geeignet sind z.B. die 39 mm langen Einschraub-Befestiger Jet Plug Metall der Firma Mungo. Sie können auch vor dem Putzauftrag in der Dämmplatte vormontiert werden.

Erläuterungen zum Feuchteschutznachweis

Die 40 mm-Dämmung für Fachwerkfassaden mit moderater Bewitterung (siehe unten) zielt auf einen Kompromiss zwischen den Forderungen der Wissenschaftlich-Technischen Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V. (WTA) zum Feuchteschutz von Sichtfachwerk und der DIN 4108 zum Mindestwärmeschutz. Bei den hier im Sinne einer Grenzwertbetrachtung gewählten zum Teil thermisch ungünstigen Bestandswänden können diese Forderungen kollidieren. Dem Feuchteschutz ist Vorrang eingeräumt. Die 40 mm-Dämmung berücksichtigt bezüglich R¡ und Sd¡ die WTA-Forderungen, geringfügige Überschreitungen des R¡ ≤ 0,8 m² K/W bis ca. 10% sind möglich. Bezüglich der Tauwassermengenbegrenzung wird die Dämmung als nachweisfrei betrachtet.
Für die 60 mm Dämmung mit Claytec Pavadentro sind hygrothermische Nachweise nach DIN 4108 T3 geführt (Berechnungen mit COND 1.6.3, TU Dresden, Institut für Bauklimatik). Für Fachwerkwände Nummer 6 bis 9 wurde als maximale Tauwassermenge im Gefachbereich 1,0 kg/m², im Balkenbereich 0,5 kg/m² toleriert. Für Massivwände Nummer 1 bis 5 ist die Begrenzung der jährlichen Tauwassermenge von 1,0 Kg/m² zugrunde gelegt.   Bei Verwendung von Claytec Internal gelten die Einschränkungen, dass der Feuchteschutz bei Standorten mit feuchtem Jahres-Außenklima und/oder in höheren Lagen als 600 müNN gesondert nachgewiesen werden muss.

Erläuterungen zur zulässigen Regenbeanspruchung von Fachwerkfassaden

Sichtfachwerkwände sollen nach Ansicht der WTA und anderen Fachleuten nur einer begrenzten Regenbeanspruchung ausgesetzt werden. Die Schlagregenbelastung von fachwerksichtigen Fassaden sollte weniger als 140 l/m² pro Jahr betragen. Der Grenzwert entspricht etwa der Beanspruchungsgruppe I nach DIN 4108.
Besonders in Regionen der Schlagregenbeanspruchungsgruppe II und III nach DIN 4708 ist die Exposition kritisch zu prüfen. Die tatsächliche Witterungsbelastung einer Fassade kann immer nur im konkreten Einzelfall beurteilt werden.
Kriterien sind beispielsweise:
• Lage frei in der Landwirtschaft oder geschützt, z.B. im Siedlungskern
• Himmelsrichtung (Wetterseite / abgewandte Seite)
• Zustand der Gefach- Balkenoberflächen
• Anteil der durch Witterung geschädigten Balken
• Zustand der Fassade der umliegenden Bebauung
• Spuren früherer Verschalungen oder Verputze auf der gesamten Fachwerkfläche
Für Fachwerkfassaden mit der oben beschriebenen begrenzten Regenbeanspruchung empfehlen wir Dämmplatten von 40 mm Dicke. Stärker beanspruchte Fassaden sollten durch Bekleidungen oder ganzflächige Verputze vor der Bewitterung geschützt werden. in diesen Fällen sind auch dickere Innendämmungen möglich.

Schallschutz

Schalldämm-Maße Rw ohne und mit Innenschalen in dB nach Berechnungen des SWA-Instituts, Aachen (extrapoliert aus gemessenen Werten und theoretischen Annahmen)

 ungedämmte Wand

Holzfaserdämmplatte
60 mm
Schilfrohrplatte
20 mm

50 cm
Fachwerk, Lehmausfachung
ca. 1000 kg/m3
414434-3842
Fachwerk, Ausfachung
Backstein
454838-4246
Fachwerk, Ausfachung
Bruchstein
475040-4448
Massivwand 24 cm,
alte Ziegel etc.
505343-4751

 

 

 

 

 

Bauphysikalische Werte

Bauphysikalische Werte kg/m3λµ
Lehmputz * 16000.7310
Ziegel-Mauerwerk16000,6810
Naturstein-Mw.22001,915
Lehm (Ausfachung)7000,215
Lehm (Ausfachung)12000,475
3.1 Leichtlehm6000,175
3.2 Leichtlehmstein7000,215
3.3 Holzfaserdämmpl.1800,0455

 

 

 

 

* COND μ 15, hier abgemindert auf μ 10 (DIN 4108 μ 5/10)

Bitte beachten

Alle Angaben des Arbeitsblattes gelten nur bei vollständiger Anwendung der beschriebenen Claytec Baustoffe als Systemlösungen. Bei Abweichungen kann nicht mehr von einer systemischen Funktionssicherheit ausgegangen werden. Zum System gehören auch alle raumseitigen Deckputze und Beschichtungen.
Die Angaben der Arbeitsblätter entsprechen langjährigen Erfahrungen bei der Ausführung von Lehmbauarbeiten und der Anwendung unserer Produkte. Eine Rechtsverbindlichkeit kann daraus nicht abgeleitet werden.
Vorausgesetzt werden ausreichende handwerkliche Erfahrung und die notwendigen Kennt-nisse aus den entsprechenden Baugewerken. Es gilt die jeweils neueste, aktuelle Version des Arbeitsblattes, diese ist bei Bedarf zum Beispiel unter www.claytec.de erhältlich.
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Ausgabe 6-2016