|
|
Anwendung | Lehm-Dünnlagenputze für Innenräume, nicht im Spritzwasserbereich |
Zusammensetzung | Gemischtkörniger Sand, farbige Lehme und Tone, Perlite, Cellulosefasern, Methylcellulose < 0,5%. Körnung bis 1 mm. |
Lieferform | Trockenprodukt im 20-kg Rund-Deckeleimer |
Reichweite | 3,3 kg/m2 oder 6 m2/Eimer (bei 2 mm Auftragsstärke) |
Lagerfähigkeit | Als Trockenprodukt mindestens drei Jahre haltbar, aufbereitet 24 Stunden |
|
|
CLAYFIX LEHM-STRUKTURPUTZE Körnung bis max. 1 mm, Strohfasern bis max. 3 mm
Pastelltöne
CLAYFIX Lehm-Feinputze Körnung bis max. 1 mm
Weiße Lehmputze


Auch alle unsere rein-weißen Lehmputze werden ohne jede Pigmentzugabe hergestellt. Ihr Bindemittel ist reine Kaolinerde. Sie ermöglichen helle und sachlich-schlichte Raumgestaltungen, wie sie heute von vielen Kunden gewünscht werden.
CLAYFIX Ambiente ist in rein-weiß mit sechs verschiedenen Zuschlägen verfügbar. Auf der mineralischen Seite bietet red-stone mit rötlichem Gesteinsgranulat und feinem Glitter ein zurückhaltendes Farb- und Strukturspiel auf der Fläche. Flash enthält gröberen Glitter, dessen lebhaft reflektierende Wirkung an Kristallsande erinnert. Die Variante pearl hat mit Perlmuttanteilen eine besonders edle Anmutung. Bei den Pflanzenfasern ermöglichen country und herbs ein gröberes oder feineres Ambiente. Japan enthält Sisalfasern und lässt an japanische Lehmputze und Reispapiere denken.
In Lehmputzen haben mineralische oder pflanzliche Zuschläge seit alters her eine technische Funktion. Schon vor Jahrhunderten erkannte man in Japan auch die optischen Reize der Beimengungen. So entwickelte sich im fernen Osten eine Meisterschaft in der Anwendung unterschiedlichster Gemische. Allen gemeinsam ist die gleichzeitig lebendige und ruhig-harmonische Ausstrahlung. Die Wirbel beim Mischen, die ziehende Bewegung beim Auftragen und die kreisende Bewegung beim Bearbeiten bleiben in der Textur der fertigen Oberfläche ablesbar.
GROBE BESTANDTEILE SOWIE ZUSCHLAGS-NESTER UND -ANSAMMLUNGEN GEHÖREN ZUM PRODUKT-CHARAKTER, REKLAMATIONEN AUS DIESEN GRÜNDEN SIND AUSGESCHLOSSEN.
Allgemein müssen die Putzgründe vollständig trocken, planeben, fest, tragfähig, sauber, staubfrei, ausreichend rau (griffig) sowie frei von Fett sein. Stark alkalische Untergründe wie Beton müssen insbesondere bei Einsatz dunkler und kräftiger Farben fluatiert werden, andernfalls können helle Verfärbungen auftreten. Grundsätzlich können bei der Beschichtung mit den offenporigen CLAYFIX-Systemen bestimmte Stoffe wie z. B. Lignin, Nikotin, Rost, diverse Salze etc. aus dem Untergrund durchschlagen und zu Verfärbungen oder Farbtonabweichungen führen. Deshalb unbedingt Vorversuche (Musterflächen) durchführen. Wenn durchschlagende Stoffe nicht sicher auszuschließen sind, so muss der Untergrund fachgerecht abgesperrt werden. Dies ist besonders beim Einsatz heller Farben wie beim Farbton rein-weiß zu beachten. Gleiches gilt für dunkle Untergründe, die durch dünne Aufträge heller Putze durchscheinen können. Unsere braunen Lehmputze können mit heller Lehmputzgrundierung vorbehandelt werden. Alle Flächen müssen ausreichend und gleichmäßig saugend sein. Dauerhafte Feuchte oder Salzbelastung müssen ausgeschlossen sein, dies gilt auch für tiefer liegende Putzlagen. Der Putzgrund und die Raumluft müssen bis zur vollständigen Trocknung mindestens 5° C warm sein.
Besonderes Augenmerk muss auf die Sicherheit der Putzgründe, die mechanische Stabilität und die sichere Fugenarmierung von Trockenbaukonstruktionen gelegt werden. Lehm-Farbfinishs sind anspruchsvolle Oberflächenbeschichtungen, Risse sind später nur schwer zu reparieren. Der Einbau eines Armierungsgewebes in die Unterputzlage kann den Putzgrund wesentlich stabilisieren.
Das meisterhafte Oberflächenfinish beginnt mit der Putzgrundvorbereitung. Für die Qualität der späteren Farbputzoberfläche ist der gleichmäßige Trockengrad des Putzes während der Bearbeitung ausschlaggebend. Der Grund: Nasse (früh) bearbeitete Putze werden rauer, trockene (spät) bearbeitete feiner. Aus früh getrockneten Bereichen kann sogar Material "herausgerieben" werden. Die Glätte oder Rauheit wird als farblich unterschiedlich wahrgenommen. Darum sind folgende Aspekte besonders zu beachten:
Planebenheit: Nur bei sehr ebenen Untergründen können Dünnlagenbeschichtungen in wirklich gleichmäßiger Stärke aufgetragen werden und dann entsprechend gleichmäßig anziehen. Differenzen in der Planebenheit führen zu "wolkigen" Putzoberflächen. Die Vorbereitung von Lehm-Unterputzflächen für CLAYFIX Putze ist zeitaufwändiger als für nachfolgenden Lehm-Oberputz grob oder fein. Vorzugsweise empfehlen wir eine Zwischenlage aus CLAYTEC Lehm- Oberputz fein für ein brillantes Ergebnis.
Egalisiertes Saugverhalten. Auf stark saugenden Flächen zieht der Putz schneller an als auf anderen, Unterschiede werden sich später abzeichnen. Schon bei Beiputzarbeiten im Untergrund sollte deshalb auf einheitliches Saugverhalten aller Materialien geachtet werden, Gleiches gilt für Spachtelmassen im Trockenbau. Das Saugverhalten kann durch Grundierungen gebremst und damit auch egalisiert werden.
Die Grundierung dient auch dazu, das Anziehen zu bremsen und so die Bearbeitungszeit zu strecken. Stark saugende Untergründe müssen ggf. zweimal grundiert werden. Nicht wasserlösliche Untergünde können begrenzt auch durch vorsichtiges oder gleichmäßiges Annässen vorbereitet werden.
Schließen von Schwindrissen im Untergrund: Auch größere Risse zeichnen sich ab, da im Bereich der Risse die Putzauftragstärke des Finishs abweicht. Rissige Unterputzflächen müssen daher zugeschwammt oder sogar mit einer feinen Lage überarbeitet werden. Haarrisse sind nicht problematisch.
IN JEDEM FALL: ARBEITSPROBE ANLEGEN !
Alle Angaben zu Untergründen beruhen auf Erfahrungen. Im Einzelfall kann aufgrund verschiedener Aspekte (z. B. Griffigkeit, Saugverhalten, Festigkeit) ein abweichendes Vorgehen ratsam sein. Es bedarf damit immer der Beurteilung des konkreten Untergrundes vor Ort, sie liegt in der Verantwortung des Ausführenden. Zum Zweck der Beurteilung soll stets eine ausreichend große Arbeitsprobe angelegt werden. Die Arbeitsprobe dient auch der Überprüfung des Oberflächen- und Farbergebnisses.
Als Vorbereitung für CLAYFIX Struktur- und Feinputze bieten wir für alle bauüblichen Untergründe Universalgrundierung Feinkorn an. Wenn zur Verlängerung der Bearbeitbarkeit der Farbputzaufträge auch CLaytec Lehmputze grundiert werden sollen, empfehlen wir unsere Lehmputzgrundierung. Für Untergründe ohne jedes Saugvermögen (Öl- und Lackanstriche, Fliesen, Kleber etc.) müssen PU- oder Epoxydharzprodukte verwendet werden.
| Universalgrundierung | Lehmputzgrundierung |
|---|---|---|
für die Produkte | CLAYFIX Strukturputze | nur bei Bedarf CLAYFIX Strukturputze |
|
|
|
auf den Untergründen | Mineralische Altputze | CLAYTEC MINERAL 16 und 20 |
|
|
|
Vorbereitung verschiedener Untergründe | ||
|---|---|---|
CLAYTEC Lehmputze | Beton | • Planebene Systeme mit flächiger |
Der Mörtel wird mit sauberem Wasser aufbereitet. Die weißen CLAYFIX Eimer sind dafür gut geeignet, die Verwendung schwarzer Kunststoffeimer wird wegen möglicher Verunreinigungen nicht empfohlen. Zum Anrühren sind ca. 5,5 l Wasser pro Gebinde notwendig, der Wasserbedarf kann je nach Farbton variieren. Der Eimerinhalt von 20 kg wird nach und nach mit einem Rührwerk (ø Quirl ca. 8 cm) in das Wasser eingerührt. Werden Bohrmaschinen verwendet, so sollen sie eine Leistung von >800 Watt haben.
Nach einer Ruhezeit von mindestens 30 Minuten wird der Mörtel erneut gut durchgearbeitet und ggf. mit weiterer Wasserzugabe verarbeitungsfertig eingestellt. Die mögliche Verarbeitungszeit beträgt im abgedeckten Gefäß bis zu 24 Stunden.
Alle Farben können untereinander gemischt werden. Anhaltspunkte für mögliche Farb-abstufungen gibt die Mischfarbenübersicht auf Seite 6.
Pigmente werden zunächst trocken eingemischt, die Vorgehensweise ist im Zusammen-hang mit der Pigmentfärbung von Streichputzen auf Seite 21 beschrieben. Es darf bis zu 6 % Pigment eingemischt werden, darüber hinaus würden die Rezepturverhältnisse so stark geändert, dass der Putz reißen oder kreiden kann.
Achtung: Jede Pigmentzugabe ist ein Eingriff in die Produktbeschaffenheit! Die Prüfung der Eignung des Mörtels per Augenschein und Arbeitsprobe auf den diversen Untergründen obliegt ausschließlich dem Verarbeiter.
Zur Erzielung farbiger Akzente und Effekte können auch Pigmente in die feuchte Putzoberfläche eingearbeitet werden (Arbeitsprobe!).
Beim Auftrag per Hand werden die Putze mit dem Edelstahl- oder Japanglätter gleichmäßig in einer Stärke von ca. 2 mm aufgezogen. Die maximale Auftragsstärke von
3 mm darf nicht überschritten werden. Grundsätzlich ist unbedingt sauberes oder sogar neues Werkzeug zu verwenden.
Der Putz kann auch mit der Zahntraufel oder dem Zahnglätter (Zahnung 4 mm) aufgetragen werden. Dabei wird eine gleichmäßige Verteilung des Materials auf der Fläche auf sehr einfache Weise erreicht. Anschließend wird der Mörtel eingeebnet und die Fläche weiterbehandelt. Auf Lehmputz ist der Zahntraufel-Auftrag jedoch nicht zu empfehlen.
Eine weitere Möglichkeit ist der zweilagige Auftrag. Dabei wird die erste Lage in Kornstärke (1 mm) vorgelegt. Nach dem Trocknen wird eine ebenso dünne zweite Lage aufgezogen. Diese Methode erleichtert die Arbeit und führt zu brillanten Ergebnissen.
Aufgezogen wird in langen Zügen oder in kleineren "organischen" Bewegungen mit wechselnden Richtungen. Rechte Winkel, Treppen und gerade Linien sind unbedingt zu vermeiden. Angesetzt wird immer an der frischen Kante ("frisch in frisch"). Man arbeitet sich diagonal, z. B. von links unten nach rechts oben vor.
Mit dem Flächenspachtel (Rakel) können die Putzgrate unmittelbar nach dem Antrag gut abgezogen werden. Werden in einem Raum Wände und Decke verputzt, so beginnt man mit der Decke, dann folgen zwei gegenüberliegende Wände. Nach deren Trocknung sind die Anschlüssen zu den verbliebenen zwei Wänden mit Malerabdeckband zu schützen, um Beschädigungen der fertigen Flächen durch Kelle oder Reibebrett zu vermeiden. So kann man auch kraftvoller bis in den Randbereich reiben und glätten und dort im gleichen Schwung wie auf der Fläche arbeiten.
Der Mörtel kann auch mit der Maschine angespritzt werden. Meist beschränkt sich das Anspritzen auf die Erleichterung des Mörtelantrags.
Informationen und Kontaktadressen diverser Hersteller finden Sie auf unserer Seite Handwerkspartner suchen. Die dort genannten Ansprechpartner haben unsere Produkte mit den jeweiligen Maschinen im Praxistest erprobt und bieten somit kompetente Beratung.
Zur gleichmäßigen Bearbeitbarkeit aller Flächen soll eine zu rasche Austrocknung von Teilflächen verhindert werden. Durchzug, Strömungsbereiche in der Nähe geöffneter Fenster und Heizungsluftströme trocknen die Flächen schnell aus, in warmen Räumen trocknen die oberen Wandbereiche schneller als die unteren. Zu schnelle Trocknung kann außerdem zu Rissen führen. Darum: Fenster zu und Heizung aus! Nach der Bearbeitung kann moderat gelüftet und geheizt werden.
Jede Oberflächenbearbeitung beginnt mit dem ersten Filzgang zu einem frühen Zeitpunkt, wenn die Putzfläche vom nass-glänzenden in den feucht-matten Zustand übergeht. Mit diesem Abreiben werden Sand und Zuschläge über die Fläche verteilt. Selbstverständlich kann die Fläche jetzt oder nach einem der weiteren Filz-Arbeitsgänge als fertig betrachtet werden, das Erscheinungsbild ist dann entsprechend grob.
Die Oberflächen können auf verschiedene Weise bearbeitetet werden. Möglich sind Kellen-schwungstrukturen oder andere rustikale Bearbeitungen. Außer mit dem Schwammbrett kann auch mit dem Filz-, Holz- oder Kunststoffbrett gearbeitet werden. Grundsätzlich gilt: Je später der Zeitpunkt der Bearbeitung (d. h. je trockener der Putz), umso feiner wird die Oberfläche.
Gefilzte Oberflächen
Mit dem Filzen können je nach Anzahl der Arbeitsgänge sowohl sehr grobe als auch sehr feine Oberflächen erzielt werden. Zum Filzen verwendet man das grobe orange Filzbrett, feine Filzbretter setzen sich schnell zu, sie sind höchstens für einen letzten sehr feinen Filzgang geeignet. Das Filzbrett sollte nicht nass sondern nur feucht sein. Dies erreicht man am besten durch Ausrollen über einen Rolleneimer, wie er auch von Fliesenlegern benutzt wird. Ein zweiter Filzgang kann je nach der Saugfähigkeit des Untergrundes und der Witterung 2-4 Stunden nach dem Ersten erfolgen. Ein dritter Filzgang kann nach weiteren 2-3 Stunden erfolgen. Dafür muss der Putz noch dunkel, d. h. feucht sein. Helle Stellen dürfen noch nicht erscheinen.
Geglättete Flächen
Das Glätten ist schwieriger und zeitaufwändiger als das Filzen. Die Verteilung von Stroh oder anderen Zuschlägen erfordert Erfahrung. Mit dem Glätten kann schon bald nach dem ersten Filzgang begonnen werden.
Beim Glättwerkzeug muss unbedingt auf hohe Qualität zum Beispiel durch die Auswahl namhafter Hersteller geachtet werden, bei Massenware kann Metallabrieb vorkommen.
Ideal geeignete Werkzeuge sind die CLAYTEC Japankellen. Diese Werkzeuge haben sich in Jahrhunderten in Japan entwickelt. Sie sind perfekt austariert und erlauben kraftsparendes Arbeiten durch die ausgeklügelte Übertragung des Druckes vom Stiel auf das Blatt. Sie zeichnen sich durch beste Stahlqualität aus. Das traditionelle Werkzeug wird direkt von uns aus Japan importiert. Ausführliche Informationen enthält unser Katalog CLAYTEC ZUBEHÖR.
Mit dem Japan-Kunststoffglätter sind besonders glatte Flächenbearbeitungen möglich, ein gewisser Verbrauch der weichen Glätter muss einkalkuliert werden.
Eine besonders tiefe Brillanz kann bei allen Putzen durch ein Freiwischen der Oberfläche nach der Austrocknung erzielt werden. Besonders lohnend ist dieser Arbeitsgang bei Putzen mit Zuschlägen, also CLAYFIX Struktur- und Ambienteputzen. Durch das Abwischen wird auch die langfristige Strapazierfähigkeit wesentlich erhöht.
Der Putz muss zunächst vollständig durchtrocknen (mind. 48 Std.). Bei hellen Farben wird die Fläche mit einem sauberen, feuchten Schwamm in 2-3 Strichen freigewischt. Der Schwamm wird am besten mit frischem Wasser aus Spritze oder Schlauch gespült.Insbesondere bei dunklen und kräftigen Farben muss beim Freiwischen sehr sparsam mit Wasser gearbeitet werden, sonst wird die Farbwirkung inhomogen (wolkig).
Alternativ lässt sich der Putz auch Abbürsten: Nach behutsamem Anfeuchten mit der Blumenspritze wird die feucht-matte Oberfläche mit einem Tapezierwischer oder einer kurzflorigen Bürste weich abgerieben und damit gleichsam leicht poliert.
Pigmente für spezielle Effekte können mit dem Pinsel, dem Schwamm, dem Schwammbrett oder Glätter in die feuchte Oberfläche eingearbeitet werden.
Bei nebeneinanderliegenden Farbfeldern kann wie unten gezeigt verfahren werden: Das Klebeband zur Abgrenzung der Putzflächen wird unmittelbar nach dem Abwischen oder -kehren abgezogen, der Putz sollte oberflächlich noch leicht feucht sein. Nach vollständiger Trocknung wird er vor dem Antrag der nächsten Fläche durch einen Klebebandstreifen geschützt.
Die Oberflächenqualität der CLAYFIX Lehm-Farbputze hängt vom handwerklichen Know-how und der Erfahrung des Verarbeiters ab. Darum noch einmal folgende Hinweise:
Zu BEACHTEN
• Die Untergründe müssen sorgfältig vorbereitet werden.
• Die Flächen müssen für den 2 mm dicken Auftrag ausreichend planeben sein.
• Schwindrisse müssen geschlossen werden.
• Das Saugverhalten muss egalisiert und ggf. gebremst werden.
• Flächen mit durchschlagenden Stoffen müssen abgesperrt sein.
• Dunkle Flächen sollen vor dem Auftrag heller Putze weiß grundiert werden.
• Der Putz darf nicht mit zu viel Wasser angerührt werden.
• Der Putz muss 30 Minuten quellen, danach muss er gut durchgearbeitet
werden.
• Das Wasser für den Mörtel und die Oberflächenbearbeitung muss sauber sein.
• Gefäße und Werkzeuge müssen sauber sein, besonders bei hellen Putzen.
• Für zusammenhängende Flächen ist Material aus mehreren Gebinden
anzumischen.
• Die gleichmäßige Auftragsdicke von 2 mm muss eingehalten werden.
• Arbeitsansätze sind zu vermeiden.
• Während der Verarbeitung sind Heizungs- und Zugluftturbulenzen zu vermeiden.
• Die Oberflächen werden mit wenig Wasser bearbeitet und freigewischt.
• IN JEDEM FALL ARBEITSPROBE ANLEGEN
Farbputze sind anspruchsvolle Beschichtungen, entsprechend muss auf ausreichende Festigkeit und Stabilität der Untergründe und pfleglichen Umgang mit den Putzoberflächen geachtet werden. Dennoch auftretende Risse oder spätere, durch die Nutzung bedingte Verletzungen können mit CLAYFIX Material überarbeitet werden. Dafür soll ausreichend Material zurückgestellt werden, da die Rohstoffe Lehm und Ton mit der Zeit farblich leicht variieren können. Insbesondere Mischtöne und Pigmentmischungen sind ausreichend zu bevorraten. Bei der Reparatur von Fehlstellen haben sich folgende Arbeitsschritte bewährt:
- Fehlstelle anfeuchten (Spühnebel).
- Wasser kurze Zeit einwirken lassen.
- Unmittelbaren Fehlstellenbereich mit einem feinen Werkzeug ausbessern.
- Nach kurzer Antrocknungszeit (Oberfläche matt-feucht) Reparaturbereich
vorsichtig mit einem Schwamm in die bestehende Fläche verreiben,
nötigenfalls auch die gesamte Fläche abschwammen.
Egalisierende Anstriche mit CLAYFIX Streichputz auf CLAYFIX Struktur- und Feinputz sind aufgrund der weitgehenden farblichen Ähnlichkeit selbstverständlich ebenfalls möglich, die Brillanz und die Tiefenwirkung der CLAYFIX Putze wird durch den Anstrich jedoch beeinträchtigt.
Zur Beseitigung von Oberflächenschmutz oder zur Farbauffrischung können die Flächen mit wenig Wasser abgeschwammt oder mit Streichputz überarbeitet werden.
Selbst der schönste Lehmputz soll vielleicht irgendwann ganz anders gestrichen oder übertapeziert werden. Die Behandlung von Lehmputzoberflächen in solchen Fällen ist im Arbeitsblatt 6.1 beschrieben.
Ausgabe 1-2011







