Strukturputze und Feinputze

Farbige Lehm-Innenputze stehen für hochwertige Raumgestaltung mit gesunden, naturbelassenen Baustoffen. Zusammen mit groben Lehmputzen leisten Lehm-Farbputze einen wertvollen Beitrag für ein angenehmes Raum- und Wohnklima. Ihre natürlichen Farben basieren auf den eingesetzten Tonerden, die brillanten Oberflächen entstehen durch ausgesuchte Sande und Fasern.
Mit CLAYFIX Lehm-Farbputzen steht Ihnen erstmals ein komplettes Lehmputz-System zur Verfügung, dessen Lehme und Sande nicht künstlich eingefärbt, sondern natur-belassen sind. So, wie sie über Jahrmillionen in der Erde gewachsen sind. Dies erklärt die harmonische Abstimmung unserer Farben und Oberflächen.
Die besten Lehm-Farbputzoberflächen erreicht der erfahrene Handwerker und Claytec Partner. Auch bei der Verarbeitung in Eigenleistung helfen wir gern.

Produktdaten

 

 

 

Anwendung

Lehm-Dünnlagenputze für Innenräume, nicht im Spritzwasserbereich

Zusammensetzung

Gemischtkörniger Sand, farbige Lehme und Tone, Perlite, Cellulosefasern, Methylcellulose < 0,5%. Körnung bis 1 mm.

Lieferform

Trockenprodukt im 20-kg Rund-Deckeleimer

Reichweite

3,3 kg/m2  oder 6 m2/Eimer (bei 2 mm Auftragsstärke)

Lagerfähigkeit

Als Trockenprodukt mindestens drei Jahre haltbar, aufbereitet 24 Stunden

 

 

Sorten und Farben der CLAYFIX Putze

CLAYFIX LEHM-STRUKTURPUTZE Körnung bis max. 1 mm, Strohfasern bis max. 3 mm

 

Pastelltöne

15.050 rein-weiß
15.100 alt-weiß
15.200 sand-gelb
15.250 ocker
15.300 licht-orange
15.350 orange
15.400 cotto-hell
15.450 cotto

CLAYFIX Lehm-Feinputze Körnung bis max. 1 mm


 

Pastelltöne

17.050 rein-weiß
17.100 alt-weiß
17.200 sand-gelb
17.250 ocker
17.300 licht-orange
17.350 orange
17.400 cotto-hell
17.450 cotto
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Mögliche Mischtöne aus Volltönen und Rein-Weiss

 

gelb Vollton
rot Vollton
schwarz Vollton
2 gelb / 1 rein-weiß
2 rot / 1 rein-weiß
2 schwarz / 1 rein-weiß
1 gelb / 2 rein-weiß
1 rot / 2 rein-weiß
1 schwarz / 2 rein-weiß
1 gelb / 9 rein-weiß
1 rot / 9 rein-weiß
1 schwarz / 9 rein-weiß

Beispiele für Möglichkeiten aus rein-weiß mit grün und blau


blau = ultramarin-blau, dunkel
grün = chromoxid-grün

blau 6 %
blau 3 % / grün 3 %
grün 4 %
blau 4 %
blau 1 % / grün 1 %
grün 2 %
blau 2 %
blau 0,5 % / grün 0,5 %
grün 1 %
blau 1 %
blau 0,16 % / grün 0,16 %
grün 0,33 %

Weiße Lehmputze

Auch Lehm-Feinputz rein-weiß enthält keinerlei Pigmente.
Seine Rezeptur ist das Ergebnis langer Erfahrung mit hellem Ton und Lehm.
Bad-Gestaltung mit rein-weißem Lehmputz

Weiße Strukturputze ambiente

15.060 red-stone
15.062 flash
15.064 pearl
15.066 japan
15.068 country
15.070 herbs

Rein-weiße Lehmputze

Auch alle unsere rein-weißen Lehmputze werden ohne jede Pigmentzugabe hergestellt. Ihr Bindemittel ist reine Kaolinerde. Sie ermöglichen helle und sachlich-schlichte Raumgestaltungen, wie sie heute von vielen Kunden gewünscht werden.

CLAYFIX Ambiente ist in rein-weiß mit sechs verschiedenen Zuschlägen verfügbar. Auf der mineralischen Seite bietet red-stone mit rötlichem Gesteinsgranulat und feinem Glitter ein zurückhaltendes Farb- und Strukturspiel auf der Fläche. Flash enthält gröberen Glitter, dessen lebhaft reflektierende Wirkung an Kristallsande erinnert. Die Variante pearl hat mit Perlmuttanteilen eine besonders edle Anmutung. Bei den Pflanzenfasern ermöglichen country und herbs ein gröberes oder feineres Ambiente. Japan enthält Sisalfasern und lässt an japanische Lehmputze und Reispapiere denken.

In Lehmputzen haben mineralische oder pflanzliche Zuschläge seit alters her eine technische Funktion. Schon vor Jahrhunderten erkannte man in Japan auch die optischen Reize der Beimengungen. So entwickelte sich im fernen Osten eine Meisterschaft in der Anwendung unterschiedlichster Gemische. Allen gemeinsam ist die gleichzeitig lebendige und ruhig-harmonische Ausstrahlung. Die Wirbel beim Mischen, die ziehende Bewegung beim Auftragen und die kreisende Bewegung beim Bearbeiten bleiben in der Textur der fertigen Oberfläche ablesbar.

GROBE BESTANDTEILE SOWIE ZUSCHLAGS-NESTER UND -ANSAMMLUNGEN GEHÖREN ZUM PRODUKT-CHARAKTER, REKLAMATIONEN AUS DIESEN GRÜNDEN SIND AUSGESCHLOSSEN.

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Ausgangssituation und Vorbereitung für CLAYFIX Putze

Vorbereitung des Untergrundes allgemein

Allgemein müssen die Putzgründe vollständig trocken, planeben, fest, tragfähig, sauber, staubfrei, ausreichend rau (griffig) sowie frei von Fett sein. Stark alkalische Untergründe wie Beton müssen insbesondere bei Einsatz dunkler und kräftiger Farben fluatiert werden, andernfalls können helle Verfärbungen auftreten. Grundsätzlich können bei der Beschichtung mit den offenporigen CLAYFIX-Systemen bestimmte Stoffe wie z. B. Lignin, Nikotin, Rost, diverse Salze etc. aus dem Untergrund durchschlagen und zu Verfärbungen oder Farbtonabweichungen führen. Deshalb unbedingt Vorversuche (Musterflächen) durchführen. Wenn durchschlagende Stoffe nicht sicher auszuschließen sind, so muss der Untergrund fachgerecht abgesperrt werden. Dies ist besonders beim Einsatz heller Farben wie beim Farbton rein-weiß zu beachten. Gleiches gilt für dunkle Untergründe, die durch dünne Aufträge heller Putze durchscheinen können. Unsere braunen Lehmputze können mit heller Lehmputzgrundierung vorbehandelt werden. Alle Flächen müssen ausreichend und gleichmäßig saugend sein. Dauerhafte Feuchte oder Salzbelastung müssen ausgeschlossen sein, dies gilt auch für tiefer liegende Putzlagen. Der Putzgrund und die Raumluft müssen bis zur vollständigen Trocknung mindestens 5° C warm sein.
Besonderes Augenmerk muss auf die Sicherheit der Putzgründe, die mechanische Stabilität und die sichere Fugenarmierung von Trockenbaukonstruktionen gelegt werden. Lehm-Farbfinishs sind anspruchsvolle Oberflächenbeschichtungen, Risse sind später nur schwer zu reparieren. Der Einbau eines Armierungsgewebes in die Unterputzlage kann den Putzgrund wesentlich stabilisieren.
Das meisterhafte Oberflächenfinish beginnt mit der Putzgrundvorbereitung. Für die Qualität der späteren Farbputzoberfläche ist der gleichmäßige Trockengrad des Putzes während der Bearbeitung ausschlaggebend. Der Grund: Nasse (früh) bearbeitete Putze werden rauer, trockene (spät) bearbeitete feiner. Aus früh getrockneten Bereichen kann sogar Material "herausgerieben" werden. Die Glätte oder Rauheit wird als farblich unterschiedlich wahrgenommen. Darum sind folgende Aspekte besonders zu beachten:
Planebenheit: Nur bei sehr ebenen Untergründen können Dünnlagenbeschichtungen in wirklich gleichmäßiger Stärke aufgetragen werden und dann entsprechend gleichmäßig anziehen. Differenzen in der Planebenheit führen zu "wolkigen" Putzoberflächen. Die Vorbereitung von Lehm-Unterputzflächen für CLAYFIX Putze ist zeitaufwändiger als für nachfolgenden Lehm-Oberputz grob oder fein. Vorzugsweise empfehlen wir eine Zwischenlage aus CLAYTEC Lehm- Oberputz fein für ein brillantes Ergebnis.
Egalisiertes Saugverhalten. Auf stark saugenden Flächen zieht der Putz schneller an als auf anderen, Unterschiede werden sich später abzeichnen. Schon bei Beiputzarbeiten im Untergrund sollte deshalb auf einheitliches Saugverhalten aller Materialien geachtet werden, Gleiches gilt für Spachtelmassen im Trockenbau. Das Saugverhalten kann durch Grundierungen gebremst und damit auch egalisiert werden.
Die Grundierung dient auch dazu, das Anziehen zu bremsen und so die Bearbeitungszeit zu strecken. Stark saugende Untergründe müssen ggf. zweimal grundiert werden. Nicht wasserlösliche Untergünde können begrenzt auch durch vorsichtiges oder gleichmäßiges Annässen vorbereitet werden.
Schließen von Schwindrissen im Untergrund: Auch größere Risse zeichnen sich ab, da im Bereich der Risse die Putzauftragstärke des Finishs abweicht. Rissige Unterputzflächen müssen daher zugeschwammt oder sogar mit einer feinen Lage überarbeitet werden. Haarrisse sind nicht problematisch.

IN JEDEM FALL: ARBEITSPROBE ANLEGEN !
Alle Angaben zu Untergründen beruhen auf Erfahrungen. Im Einzelfall kann aufgrund verschiedener Aspekte (z. B. Griffigkeit, Saugverhalten, Festigkeit) ein abweichendes Vorgehen ratsam sein. Es bedarf damit immer der Beurteilung des konkreten Unter­grundes vor Ort, sie liegt in der Verantwortung des Ausführenden. Zum Zweck der Beurteilung soll stets eine ausreichend große Arbeitsprobe angelegt werden. Die Arbeitsprobe dient auch der Überprüfung des Oberflächen- und Farbergebnisses.

Grundierungen

Als Vorbereitung für CLAYFIX Struktur- und Feinputze bieten wir für alle bauüblichen Untergründe Universalgrundierung Feinkorn an. Wenn zur Verlängerung der Bearbeitbarkeit der Farbputzaufträge auch CLaytec Lehmputze grundiert werden sollen, empfehlen wir unsere Lehmputzgrundierung. Für Untergründe ohne jedes Saugvermögen (Öl- und Lackanstriche, Fliesen, Kleber etc.) müssen PU- oder Epoxydharzprodukte verwendet werden.

 

 

 

Universalgrundierung
Feinkorn

Lehmputzgrundierung

für die Produkte

CLAYFIX Strukturputze
CLAYFIX Feinputze
(auch CLAYTEC Lehm-Oberputz fein)

nur bei Bedarf CLAYFIX Strukturputze
nur bei Bedarf CLAYFIX Feinputze

 

 

 

auf den Untergründen

Mineralische Altputze
Beton
Kalkputze, Gipsputze (trocken)
Gipskarton- und Gipsfaserplatten
Poröse Dispersionsanstriche

CLAYTEC MINERAL 16 und 20
CLAYTEC Lehm-Unterputz
CLAYTEC Lehm-Oberputz fein

 

 

 

 

 

Vorbereitung verschiedener Untergründe

CLAYTEC Lehmputze
• Vollständige Trocknung abwarten
• Größere Schwindrisse schließen
• Gesamte Flächen filzen oder schwam-
  men bis feine Struktur erreicht ist
Besonders brillantes Ergebnis durch
  Vorbereitung mit dünner Lage
  CLAYTEC Lehm-Oberputz fein


CLAYTEC Lehmbauplatten
• Sorgfältige Fugen- oder Flächen­armierung
  nach Arbeitsblatt 5.2 oder 5.3
• Flächiger Überzug mit dünner Lage aus
  CLAYTEC Lehm-Oberputz fein

Alte Lehmputze, sonstige Lehmputze
• Vorbereitung nach Arbeitsblatt 6.1
• Zur Eignungsprüfung anderer Fabrikate
  Arbeitsprobe anlegen

Mineralische Altputze
• Tapeten- und Kleisterreste vollständig
  entfernen
• Auf durchschlagende Stoffe prüfen
• Beiputzarbeiten mit dem Altputz
  ähnlichen, mineralischen Mörtel
• Stark sandende Untergründe fixieren
• Problematische Bereiche ggf. teilarmieren
• Flächen grundieren

Beton
• Schalungsöle abwaschen
• Frische Betonflächen mit Sinterhaut
  und insbesondere Flächen, die mit
  dunklen oder kräftigen Tönen bearbeitet
  werden sollen fachgerecht fluatieren
• Nur in Ausnahmefällen ausreichend
  planeben für direkten Farbputzauftrag,
  in diesen Fällen Vorbereitung mit
  Universalgrundierung
• Andernfalls Vorbereitung mit Universal-
  grundierung und Lehm-Oberputz fein
  nach Arbeitsblatt 6.1

Kunstharzgebundene Altputze
• Festigkeit prüfen
• Ggf. Rillen mit mineralischer Spachtel-
  masse auffüllen
• Vorbereitung mit Universalgrundierung

Gipskarton- und Gipsfaserplatten
• Stabilität der Gesamtkonstruktion prüfen
• Platten müssen frei von Restfeuchte sein
• In jedem Fall Stöße armieren, z. B. selbst-
  haftendes Fugenband aufkleben, dann
  beim Spachtelfüllen zusätzlich Gaze-
  vliessband mit einspachteln.
• Herstellerangaben zur Stoßbehandlung
  beachten
• Spachtel gut trocknen lassen (3-4 Tage)

• Planebene Systeme mit flächiger
  Armierung z. B. Vlies vorbereiten, kein
  Flachs-, Jute- oder Glasgewebe 

• Fläche vollständig und sorgfältig grun-
  dieren. Dadurch neben Egalisierung der
  Saugfähigkeit auch Verbesserung der
  Griffigkeit und Schutz der Platten vor
  Feuchteaufnahme aus dem Putzauftrag
• Wenn notwendig flächiges Abspachteln
  der Gesamtkonstruktion

Poröse Dispersionsanstriche
• Festigkeit sorgfältig prüfen
• Sehr glatte Untergründe anschleifen
• Vorbereitung mit Universalgrundierung

Glasgewebetapeten
• Festigkeit sorgfältig prüfen
• Bei ausreichender Griffigkeit Putzauftrag
  meist ohne Grundierung möglich
  (Arbeitsprobe). Andernfalls vorbereiten
  mit Universalgrundierung

Sonstige nicht planebene Rohbauunter-
gründe und HWL-Platten

• Zweilagig verputzen. Grundlage aus
  CLAYTEC Lehm-Unterputz oder
  CLAYTEC Lehm-Oberputz fein
• Ausführung nach Arbeitsblatt 6.1

 

 

Verarbeitung der CLAYFIX Putze

Mörtelaufbereitung

Der Mörtel wird mit sauberem Wasser aufbereitet. Die weißen CLAYFIX Eimer sind dafür gut geeignet, die Verwendung schwarzer Kunststoffeimer wird wegen möglicher Verun­reinigungen nicht empfohlen. Zum Anrühren sind ca. 5,5 l Wasser pro Gebinde notwendig, der Wasserbedarf kann je nach Farbton variieren. Der Eimerinhalt von 20 kg wird nach und nach mit einem Rührwerk (ø Quirl ca. 8 cm) in das Wasser eingerührt. Werden Bohrmaschinen verwendet, so sollen sie eine Leistung von >800 Watt haben.

Nach einer Ruhezeit von mindestens 30 Minuten wird der Mörtel erneut gut durchgearbeitet und ggf. mit weiterer Wasserzugabe verarbeitungsfertig eingestellt. Die mögliche Verarbeitungszeit beträgt im abgedeckten Gefäß bis zu 24 Stunden.
Alle Farben können untereinander gemischt werden. Anhaltspunkte für mögliche Farb-abstufungen gibt die Mischfarbenübersicht auf Seite 6.
Pigmente werden zunächst trocken eingemischt, die Vorgehensweise ist im Zusammen-hang mit der Pigmentfärbung von Streichputzen auf Seite 21 beschrieben. Es darf bis zu 6 % Pigment eingemischt werden, darüber hinaus würden die Rezepturverhältnisse so stark geändert, dass der Putz reißen oder kreiden kann.
Achtung: Jede Pigmentzugabe ist ein Eingriff in die Produktbeschaffenheit! Die Prüfung der Eignung des Mörtels per Augenschein und Arbeitsprobe auf den diversen Untergründen obliegt ausschließlich dem Verarbeiter.
Zur Erzielung farbiger Akzente und Effekte können auch Pigmente in die feuchte Putz­oberfläche eingearbeitet werden (Arbeitsprobe!).

 

Einrühren des Eimerinhalts in Wasser
30 Min. quellen lassen
Nach 30 Min. kräftig durcharbeiten, das Bild
zeigt die verarbeitungsfertige Konsistenz
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Putzauftrag

Beim Auftrag per Hand werden die Putze mit dem Edelstahl- oder Japanglätter gleichmäßig in einer Stärke von ca. 2 mm aufgezogen. Die maximale Auftragsstärke von
3 mm darf nicht überschritten werden. Grundsätzlich ist unbedingt sauberes oder sogar neues Werkzeug zu verwenden.
Der Putz kann auch mit der Zahntraufel oder dem Zahnglätter (Zahnung 4 mm) aufgetragen werden. Dabei wird eine gleichmäßige Verteilung des Materials auf der Fläche auf sehr einfache Weise erreicht. Anschließend wird der Mörtel eingeebnet und die Fläche weiterbehandelt. Auf Lehmputz ist der Zahntraufel-Auftrag jedoch nicht zu empfehlen.
Eine weitere Möglichkeit ist der zweilagige Auftrag. Dabei wird die erste Lage in Kornstärke (1 mm) vorgelegt. Nach dem Trocknen wird eine ebenso dünne zweite Lage aufgezogen. Diese Methode erleichtert die Arbeit und führt zu brillanten Ergebnissen.
Aufgezogen wird in langen Zügen oder in kleineren "organischen" Bewegungen mit wechselnden Richtungen. Rechte Winkel, Treppen und gerade Linien sind unbedingt zu vermeiden. Angesetzt wird immer an der frischen Kante ("frisch in frisch"). Man arbeitet sich diagonal, z. B. von links unten nach rechts oben vor.
Mit dem Flächenspachtel (Rakel) können die Putzgrate unmittelbar nach dem Antrag gut abgezogen werden. Werden in einem Raum Wände und Decke verputzt, so beginnt man mit der Decke, dann folgen zwei gegenüberliegende Wände. Nach deren Trocknung sind die Anschlüssen zu den verbliebenen zwei Wänden mit Malerabdeckband zu schützen, um Beschädigungen der fertigen Flächen durch Kelle oder Reibebrett zu vermeiden. So kann man auch kraftvoller bis in den Randbereich reiben und glätten und dort im gleichen Schwung wie auf der Fläche arbeiten.

 

Entnehmen des Mörtels
Aufziehen mit dem Glätter
Abziehen mit dem Flächenspachtel
Erster Filzgang

Der Mörtel kann auch mit der Maschine angespritzt werden. Meist beschränkt sich das Anspritzen auf die Erleichterung des Mörtelantrags.
Informationen und Kontaktadressen diverser Hersteller finden Sie auf unserer Seite Handwerkspartner suchen. Die dort genannten Ansprechpartner haben unsere Produkte mit den jeweiligen Maschinen im Praxistest erprobt und bieten somit kompetente Beratung.

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Putzbearbeitung und Oberfläche

Zur gleichmäßigen Bearbeitbarkeit aller Flächen soll eine zu rasche Austrocknung von Teilflächen verhindert werden. Durchzug, Strömungsbereiche in der Nähe geöffneter Fenster und Heizungsluftströme trocknen die Flächen schnell aus, in warmen Räumen trocknen die oberen Wandbereiche schneller als die unteren. Zu schnelle Trocknung kann außerdem zu Rissen führen. Darum: Fenster zu und Heizung aus! Nach der Bearbeitung kann moderat gelüftet und geheizt werden.

Jede Oberflächenbearbeitung beginnt mit dem ersten Filzgang zu einem frühen Zeitpunkt, wenn die Putzfläche vom nass-glänzenden in den feucht-matten Zustand übergeht. Mit diesem Abreiben werden Sand und Zuschläge über die Fläche verteilt. Selbstverständlich kann die Fläche jetzt oder nach einem der weiteren Filz-Arbeitsgänge als fertig betrachtet werden, das Erscheinungsbild ist dann entsprechend grob.

Die Oberflächen können auf verschiedene Weise bearbeitetet werden. Möglich sind Kellen-schwungstrukturen oder andere rustikale Bearbeitungen. Außer mit dem Schwammbrett kann auch mit dem Filz-, Holz- oder Kunststoffbrett gearbeitet werden. Grundsätzlich gilt: Je später der Zeitpunkt der Bearbeitung (d. h. je trockener der Putz), umso feiner wird die Oberfläche.

Gefilzte Oberflächen
Mit dem Filzen können je nach Anzahl der Arbeitsgänge sowohl sehr grobe als auch sehr feine Oberflächen erzielt werden. Zum Filzen verwendet man das grobe orange Filzbrett, feine Filzbretter setzen sich schnell zu, sie sind höchstens für einen letzten sehr feinen Filzgang geeignet. Das Filzbrett sollte nicht nass sondern nur feucht sein. Dies erreicht man am besten durch Ausrollen über einen Rolleneimer, wie er auch von Fliesenlegern benutzt wird. Ein zweiter Filzgang kann je nach der Saugfähigkeit des Untergrundes und der Witterung 2-4 Stunden nach dem Ersten erfolgen. Ein dritter Filzgang kann nach weiteren 2-3 Stunden erfolgen. Dafür muss der Putz noch dunkel, d. h. feucht sein. Helle Stellen dürfen noch nicht erscheinen.

Geglättete Flächen
Das Glätten ist schwieriger und zeitaufwändiger als das Filzen. Die Verteilung von Stroh oder anderen Zuschlägen erfordert Erfahrung. Mit dem Glätten kann schon bald nach dem ersten Filzgang begonnen werden.
Beim Glättwerkzeug muss unbedingt auf hohe Qualität zum Beispiel durch die Auswahl namhafter Hersteller geachtet werden, bei Massenware kann Metallabrieb vorkommen.
Ideal geeignete Werkzeuge sind die CLAYTEC Japankellen. Diese Werkzeuge haben sich in Jahrhunderten in Japan entwickelt. Sie sind perfekt austariert und erlauben kraftsparendes Arbeiten durch die ausgeklügelte Übertragung des Druckes vom Stiel auf das Blatt. Sie zeichnen sich durch beste Stahlqualität aus. Das traditionelle Werkzeug wird direkt von uns aus Japan importiert. Ausführliche Informationen enthält unser Katalog CLAYTEC ZUBEHÖR.
Mit dem Japan-Kunststoffglätter sind besonders glatte Flächenbearbeitungen möglich, ein gewisser Verbrauch der weichen Glätter muss einkalkuliert werden.

 

Filzen
Oberfläche
Glätten
Oberfläche
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Freiwischen, Abbürsten und Pigmente einarbeiten

Eine besonders tiefe Brillanz kann bei allen Putzen durch ein Freiwischen der Oberfläche nach der Austrocknung erzielt werden. Besonders lohnend ist dieser Arbeitsgang bei Putzen mit Zuschlägen, also CLAYFIX Struktur- und Ambienteputzen. Durch das Abwischen wird auch die langfristige Strapazierfähigkeit wesentlich erhöht.
Der Putz muss zunächst vollständig durchtrocknen (mind. 48 Std.). Bei hellen Farben wird die Fläche mit einem sauberen, feuchten Schwamm in 2-3 Strichen freigewischt. Der Schwamm wird am besten mit frischem Wasser aus Spritze oder Schlauch gespült.Insbesondere bei dunklen und kräftigen Farben muss beim Freiwischen sehr sparsam mit Wasser gearbeitet werden, sonst wird die Farbwirkung inhomogen (wolkig).
Alternativ lässt sich der Putz auch Abbürsten: Nach behutsamem Anfeuchten mit der Blumen­spritze wird die feucht-matte Oberfläche mit einem Tapezierwischer oder einer kurzflorigen Bürste weich abgerieben und damit gleichsam leicht poliert.

Pigmente für spezielle Effekte können mit dem Pinsel, dem Schwamm, dem Schwammbrett oder Glätter in die feuchte Oberfläche eingearbeitet werden.

Abklebungen und sauberer Flächenanschluss

Bei nebeneinanderliegenden Farbfeldern kann wie unten gezeigt verfahren werden: Das Klebeband zur Abgrenzung der Putzflächen wird unmittelbar nach dem Abwischen oder -kehren abgezogen, der Putz sollte oberflächlich noch leicht feucht sein. Nach vollständiger Trocknung wird er vor dem Antrag der nächsten Fläche durch einen Klebe­bandstreifen geschützt.

 

Antrag der ersten Farbe an das Klebeband
Abziehen nach dem Abwischen
Erneutes Abkleben nach vollständiger Trocknung
Antrag der zweiten Farbe
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Grundregeln für eine hohe Oberflächenqualität

Die Oberflächenqualität der CLAYFIX Lehm-Farbputze hängt vom handwerklichen Know-how und der Erfahrung des Verarbeiters ab. Darum noch einmal folgende Hinweise:

Zu BEACHTEN
• Die Untergründe müssen sorgfältig vorbereitet werden.
• Die Flächen müssen für den 2 mm dicken Auftrag ausreichend planeben sein.
• Schwindrisse müssen geschlossen werden.
• Das Saugverhalten muss egalisiert und ggf. gebremst werden.
• Flächen mit durchschlagenden Stoffen müssen abgesperrt sein.
• Dunkle Flächen sollen vor dem Auftrag heller Putze weiß grundiert werden.
• Der Putz darf nicht mit zu viel Wasser angerührt werden.
• Der Putz muss 30 Minuten quellen, danach muss er gut durchgearbeitet
   werden.
• Das Wasser für den Mörtel und die Oberflächenbearbeitung muss sauber sein.
• Gefäße und Werkzeuge müssen sauber sein, besonders bei hellen Putzen.
• Für zusammenhängende Flächen ist Material aus mehreren Gebinden
   anzumischen.
• Die gleichmäßige Auftragsdicke von 2 mm muss eingehalten werden.
• Arbeitsansätze sind zu vermeiden.
• Während der Verarbeitung sind Heizungs- und Zugluftturbulenzen zu vermeiden.
• Die Oberflächen werden mit wenig Wasser bearbeitet und freigewischt.
• IN JEDEM FALL ARBEITSPROBE ANLEGEN

Reparatur, Langzeitnutzung und Überarbeitung

Farbputze sind anspruchsvolle Beschichtungen, entsprechend muss auf ausreichende Festigkeit und Stabilität der Untergründe und pfleglichen Umgang mit den Putz­oberflächen geachtet werden. Dennoch auftretende Risse oder spätere, durch die Nutzung bedingte Verletzungen können mit CLAYFIX Material überarbeitet werden. Dafür soll ausreichend Material zurückgestellt werden, da die Rohstoffe Lehm und Ton mit der Zeit farblich leicht variieren können. Insbesondere Mischtöne und Pigmentmischungen sind ausreichend zu bevorraten. Bei der Reparatur von Fehlstellen haben sich folgende Arbeitsschritte bewährt:
 
-    Fehlstelle anfeuchten (Spühnebel).
-    Wasser kurze Zeit einwirken lassen.
-    Unmittelbaren Fehlstellenbereich mit einem feinen Werkzeug ausbessern.
-    Nach kurzer Antrocknungszeit (Oberfläche matt-feucht) Reparaturbereich
     vorsichtig mit einem Schwamm in die bestehende Fläche verreiben,
     nötigenfalls auch die gesamte Fläche abschwammen.

Egalisierende Anstriche mit CLAYFIX Streichputz auf CLAYFIX Struktur- und Feinputz sind aufgrund der weitgehenden farblichen Ähnlichkeit selbstverständlich ebenfalls möglich, die Brillanz und die Tiefenwirkung der CLAYFIX Putze wird durch den Anstrich jedoch beeinträchtigt.
Zur Beseitigung von Oberflächenschmutz oder zur Farbauffrischung können die Flächen mit wenig Wasser abgeschwammt oder mit Streichputz überarbeitet werden.
Selbst der schönste Lehmputz soll vielleicht irgendwann ganz anders gestrichen oder übertapeziert werden. Die Behandlung von Lehmputzoberflächen in solchen Fällen ist im Arbeitsblatt 6.1 beschrieben.

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Ausgabe 3-2008


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Volltöne

15.280 gelb
15.480 rot
15.680 schwarz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Volltöne

17.280 gelb
17.480 rot
17.680 schwarz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Profitipp

Rein-weiße Lehmputze stellen erhöhte Anforderungen an die Sauberkeit während und nach der Arbeit. Behälter und Werkzeuge müssen sorgfältig gereinigt werden, um jede Verschmutzung und Verfärbung zu vermeiden.

 

 

 

 

 

 

 

Profitipp

CLAYFIX Ambiente country muss schnell trocknen. Andernfalls können sich dunkle Höfe um die Grobzuschläge bilden. Bei nur geringfügig verzögerter Trocknung sind sie durch abermaliges Abschwammen zu beseitigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Profitipp

Vorsicht bei alten Gipskartonplatten! Die Kartonage kann vergilbende Stoffe enthalten, die durchschlagen.

 

 

 

 

 

Struktur einer gut vorbereiteten
Gipskartonplattenfläche

 

 

Struktur einer gut vorbereiteten Fläche
aus Lehm-Unterputz

 

 

 

 

 

 

 

Profitipp

Wie bei allen Putzarbeiten müssen die Oberflächen anderer Bauteile durch Ab-kleben etc. vor Verunreinigung geschützt werden. Beim Einsatz der kaseinhaltigen Lehmputzgrundierung muss sehr sorgfältig abgedeckt werden, Verunreinigungen sind später kaum zu beseitigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Profitipp

Grundierung während der Verarbeitung regelmäßig aufrühren. Dazu Rührquirl und rostfreien Spachtel (z. B. Berner Kelle) verwenden, um den Bodensatz vom Eimergrund immer wieder gut zu lösen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Profitipp

Für zusammenhängende Flächen muss eine ausreichende Mörtelmenge angemischt werden. Die Gründe dafür sind:

  • Leichte Farbunterschiede verschiedener Fertigprodukteimer sind nicht auszuschließen
  • Angerührte Masse wird allmählich dünnflüssiger, die Mörtelkonsistenz beeinflusst die Oberfläche und Farbwirkung
  • Bei unterschiedlicher Aufbewahrungszeit kann es zu Farbunterschieden kommen
  • Bei Mischtönen und Pigmentzugaben kann der Farbton ein zweites Mal nicht mehr genau getroffen werden


Für große Flächen muss also ein entsprechend großer Kübel Material vorbereitet werden.

 

 

 

Rührwerkquirl

 

 

 

 

 

 

 

 

Japankellen und Schablonen

 

 

 

 

 

Profitipp

Bei Abklebungen im Randbereich muß die Klebebandkante um die Putz­auftrags-stärke von ca. 2 mm zurückgesetzt werden. Andernfalls reißt man den Putz beim Entfernen des Bandes auf. Zu entfernen sind die Bänder sofort nach der Oberflächenbearbeitung, also wenn der Putz noch feucht ist.  

 

 

 

 

 

 

Profitipp

Beim Aufziehen der Strukturputze und Ambiente­putze nimmt man immer wieder frisches Material aus dem Eimer. Abgezogenes Material bildet Nester, es muss immer wieder in den Eimer zurück und untergemischt werden. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Profitipp

Die im Stukkateurhandwerk gebräuchlichen Metallprofile können verwendet werden, oft korrespondiert z. B. eine Edelstahlkante gut mit den Oberflächen der Farb-Finishs. Die Bereiche der Befestigungsflansche dürfen sich bezüglich des Saugverhaltens nicht von den übrigen Flächen unterscheiden, andernfalls zeichnen sie sich später ab. Aus diesem Grund werden die Profile unter dem Unterputz befestigt. 


Profitipp

Für ein homogenes Ergebnis muss die Mörtel­fläche zum Zeitpunkt der Bearbeitung gleichmäßig angetrocknet sein! 

 

 

Ausrollen des Filzbretts

 

 

 

 

Japan-Glätter und -Feinputzkelle,
feine Kunststoffkelle, Kehlen-
und Kantenkelle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Profitipp

Da CLAYFIX Edelputze wasserlöslich sind, kann die Dauer der Bearbeitbarkeit durch vorsichtiges Anfeuchten der Putzflächen verlängert werden.
Vorsicht: Zu viel Wassereintrag in die Putzoberfläche führt zu Schwindrissen und Abkreidungen! 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Profitipp

Anders als andere Farbputze können rein-weiße Flächen nach dem Trocknen nicht nur mit einem weichen Schwamm, sondern auch mit einem orangenen Schwammbrett freigewischt werden.  Bei diesem Arbeitsgang kann die Fläche sogar noch nachgerieben werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Profitipp

Mit Klebeband können auch fertiggestellte Flächen geschützt werden, an die über Eck angearbeitet werden soll. Das schadensfreie Abziehen ist an einer Arbeitsprobe zu überprüfen.