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Baustoffe aus Lehm
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Anwendung | Lehm-Anstrichstoffe für Innenräume, nicht im Spritzwasserbereich |
Zusammensetzung | Farbige Lehme und Tone, Talkum, Kreide, Gummi-Arabicum, Saponin, Cellulosefasern, Methylcellulose < 1%. = |
Lieferform | Trockenprodukt im 10-kg Oval-Deckeleimer |
Reichweite | Je nach Saugfähigkeit des Untergrundes 65-140 m2/Eimer |
Lagerfähigkeit | Als Trockenprodukt mindestens drei Jahre haltbar, aufbereitet 24 Stunden |
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CLAYFIX LEHM-STREICHPUTZE Körnung bis 0,5 mm
Pastelltöne
Streichputz- und Lehmfarben-Volltöne deutlich heller als bei Struktur- und Feinputz
CLAYFIX LEHMFARBEN keine sichtbare Körnung
Pastelltöne
Streichputz- und Lehmfarben-Volltöne deutlich heller als bei Struktur- und Feinputz
Wie alle Anstrichgründe müssen die Flächen vollständig trocken, glatt, fest, tragfähig, sauber, staubfrei sowie frei von Fett und durchschlagenden Stoffen sein. Dauerhafte Feuchte oder Salzbelastung müssen ausgeschlossen sein. Der Anstrichgrund und die Raumluft müssen bis zur vollständigen Trocknung mindestes 5° C warm sein.
Die Glätte, Planebenheit und Oberflächenqualität des Untergrundes beeinflussen selbstverständlich das Arbeitsergebnis. Um Missverständnissen bei der Abnahme von Trockenbauuntergründen vorzubeugen sollen statt allgemeiner Umschreibungen wie „malerfertig“ oder „fertig für den Anstrich“ die Bezeichnungen nach Qualitätsstufen verwendet werden. Die Untergründe sollen Qualitätsstufe 3 oder 4 entsprechen.
Bauübliche Untergründe werden für den Steichputzauftrag mit Universalgrundierung Feinkorn vorbereitet. CLAYTEC Lehmputze werden für Streichputze und Lehmfarben mit Lehmputzgrundierung versehen. Auf allen anderen Untergründen kann CLAYFIX Lehmfarbe meist unmittelbar aufgetragen werden, ggf. nach verdünntem Voranstrich.
Beim Auftrag der Universalgrundierung Feinkorn muss auf ein gleichmäßiges, dem angestrebten Streichputz ähnliches Oberflächenbild geachtet werden. Die Struktur der Grundierung kann mit dem ebenfalls körnigen Streichputz nicht gefüllt werden.
Die Lehmputzgrundierung hat keine Körnung. Sie enthält ein Weißpigment, das die Kontrolle der Vollflächigkeit während des Anstrichs erleichtert. Außerdem werden die braunen Lehmuntergründe aufgehellt, damit kein dunkles Durchscheinen die Wirkung eines hellen Anstriches beeinträchtigt. Die Grundierung erfüllt nicht den Anspruch an einen deckenden Anstrichstoff.
Zugluft aus der Fensterlüftung oder der Heizung müssen während der Arbeit vermieden werden. Wie bei allen Anstricharbeiten müssen die Oberflächen anderer Bauteile durch Abkleben etc. vor Verunreinigung geschützt werden.
IN JEDEM FALL: ARBEITSPROBE ANLEGEN !
Alle Angaben zu Untergründen beruhen auf Erfahrungen. Im Einzelfall kann aufgrund verschiedener Aspekte (z. B. Griffigkeit, Saugverhalten, Festigkeit) ein abweichendes Vorgehen ratsam sein. Es bedarf damit immer der Beurteilung des konkreten Untergrundes vor Ort, sie liegt in der Verantwortung des Ausführenden. Zum Zweck der Beurteilung soll stets eine ausreichend große Arbeitsprobe angelegt werden. Die Arbeitsprobe dient auch der Überprüfung des Oberflächen- und Farbergebnisses.
Vorbereitung verschiedener Untergründe | ||
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CLAYTEC Lehmputze, Lehmabauplatten • Lehmputz-Oberflächen ausreichend feinreiben oder glätten • Lehmbauplatten mit Lehm-Oberputz fein verputzen
CLAYTEC Lehmsteine, Grünlinge | • Auf durchschlagende Stoffe prüfen | Poröse Dispersions-Anstriche |
CLAYFIX Streichputz und Lehmfarbe werden zu 10 kg in 7,5-8,0 l Wasser eingerührt. Empfohlen wird ein Rührstab mit möglichst hoher Drehzahl, die Mischzeit beträgt ca. 3 Minuten. Nach 30 Minuten Ruhezeit wird das Material erneut 1-2 Minuten gut durchgerührt. Das Material wird in „breiiger“ Konsistenz verarbeitet, es darf eben nicht von der Streichbürste tropfen. Auch ein mehrmaliger Auftrag in dünnerer Konsistenz ist möglich.Während der Verarbeitung muss immer wieder aufgerührt werden, um ein Absinken des Kornes zu verhindern. Bei längerer Standzeit muss der Bodensatz mit einem rostfreien Spachtel (z. B. Berner Kelle) vom Eimergrund gelöst werden. Streichputze und Lehmfarben können abgedeckt oder im geschlossenen Eimer 24 Stunden verarbeitbar gehalten werden.
Alle Farben können untereinander gemischt werden. Anhaltspunkte für mögliche Farb-abstufungen gibt die Mischfarbenübersicht für Lehmputze auf Seite 6 und Pigmentbeimischungen auf Seite 7. Pigmentzugaben sind bis 6 % möglich.
CLAYFIX Streichputze und Lehmfarben werden am besten mit dem ovalen Flächenpinsel oder der größeren rechteckigen Streichputzbürste (Quast) aufgetragen. So werden die handwerklich schönsten Oberflächen erzielt. Auf Qualitätswerkzeug ist zu achten. Der Anstrich wird in der Form „liegender Achten” (Kreuzschlag) nach alter Anstrichtechnik ausgeführt. Das beste Ergebnis entsteht, wenn der Schwung immer wechselnd horizontal, vertikal und diagonal ausgeführt wird. Man soll zügig streichen und nur kleine Arbeitsbereiche wählen. Ein Auftrag mit der Rolle oder dem Spritzgerät ist ebenfalls möglich. Während der Arbeit soll nicht geheizt, gelüftet oder per Gebläse getrocknet werden.
Für einen schönes und gleichmäßiges Farbbild ist ein zweifacher Anstrichauftrag generell notwendig. Auf sehr homogenen Untergründen oder bei Verwendung eingefärbter Grundierung kann ausnahmsweise auch ein Auftrag ausreichend sein, im Zweifel entscheidet die Arbeitsprobe.
Der zweite Anstrichauftrag ist im nassen Zustand immer zunächst transparent-lasierend. Die volle Deckkraft ist erst nach der Trocknung erkennbar.
ZU BEACHTEN |
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• Die Untergründe müssen fest sein und dürfen nicht kreiden. |
Bei Renovierungsanstrichen und Überarbeitungen muss die Wasserlöslichkeit der CLAYFIX Lehm-Streichputze und Lehmfarben beachtet werden. Anstriche mit gleichartigem Material können ohne Vorbereitung ausgeführt werden, jedoch soll hoher Wassereintrag vermieden werden. Sollte später einmal ein Überstreichen der Flächen mit festen abbindenden Anstrichstoffen (z. B. Dispersionsfarben) gewünscht werden, so werden die Flächen fixiert oder besser abgewaschen.
zum SeitenanfangBeim Ineinanderstreichen von mehreren Farben wird mit einer Streichbürste gearbeitet, sie wird abwechselnd in die zwei oder mehr Eimer getaucht.
Konventionell werden Glasgewebetapeten mit Dispersionen angeklebt und überstrichen. Arbeitet man mit CLAYFIX Lehmfarben, so bleibt die Wand diffusionsoffen. Sie sind dabei Kleber und Anstrichstoff in einem Produkt, das frisch in frisch verarbeitet werden kann.
zum SeitenanfangAusgabe 1-2011


