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Baustoffe aus Lehm
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Als Anstrich auf Fachwerkausfachungen nach CLAYTEC Arbeitsblatt 2.1, 2.2 und 2.3.
Kalkfarbe für Außenanstriche auf gräfix Kalkputzen in der Fachwerksanierung
Abgelagerter und gereifter Sumpfkalk, Marmormehl, Dispersion < 1%, Methylcellulose < 1%
10 l Oval-Deckeleimer
115-215 ml/m2 (10 l für 45-85 m2) je nach verwendetem Werkzeug sowie Struktur und Saugfähigkeit des Untergrundes, im ungünstigen Fall auch mehr. In der Regel sind 2-4 Anstriche notwendig.
Die Lagerung in geschlossenen Gebinden ist trocken und kühl (frostfrei!) für mindestens ein Jahr möglich. Angebrochene Gebinde wieder fest verschließen.
Unter Wasserzugabe von 10-30% gründlich aufquirlen. Je nach Verwendungszweck auch größere Wasserzugabe notwendig.
Der Kalkanstrich ist durch die Wasserzugabe auf das Saugverhalten des Untergrundes abzustimmen. Eine Orientierungshilfe besagt, dass er mindestens 10 Minuten nass auf der Oberfläche stehen bleiben soll.
Der Untergrund aus Kalk-Grundputz Haar grob (CLAYTEC 21.200), Kalk-Grundputz (CLAYTEC 21.300), Kalk-Dünnschichtputz (CLAYTEC 21.350) oder Kalk-Putzglätte (CLAYTEC 21.400) muss frostfrei, tragfähig, sauber und gleichmäßig saugend sein.
Bei freskaler Ausführung (Auftrag auf noch feuchtem Putz) erfolgt der erste Anstrich am Tag nach dem Verputz. Er muss dann zusammen mit dem Verputz durchhärten. Ausgehärtete Kalkputzflächen werden 1-2 Tage vor dem Anstrich vorgenässt (satter Sprühnebel) um ein Aufbrennen des Kalkanstriches durch Wasserentzug zu verhindern. Erneutes Vornässen (Sprühnebel) unmittelbar vor jedem Anstrich.
Soll die Kalkfarbe auf CLAYTEC Lehmputze gestrichen werden, so sind diese vorsichtig anzunässen (Sprühnebel). Der Kalkfarbe wird für geglättete Lehmputze ca. 25% Wasser, für gefilzte Lehmputze 15-20% Wasser zugegeben.
Die Kalkfarbe wird am besten mit der Bürste (Quast, Flächenpinsel) aufgetragen, der Auftrag mit der Rolle ist ebenfalls möglich. Es soll immer nass in nass gearbeitet werden um Streichansätze zu vermeiden. Die Auftragskonsistenz ist abhängig von der Saugfähigkeit des Untergrundes. Generell sind möglichst dünne Farbschichten anzustreben. Auf gefilzten Untergründen kann der Farbauftrag etwas dicker sein als auf glatten. Der frische Anstrich ist weitgehend transparent, die Farbdeckung entwickelt sich erst beim Austrocknen und Abbinden. Deckend nach 3-4 Anstrichen, Trockenzeit zwischen den Anstrichen jeweils ca. 1 Tag.
Zur ausreichenden Carbonatisierung sind die Flächen bei Hitze und Wind nachträglich leicht feucht zu halten (feiner Sprühnebel).
Einfärbungen können mit alkalibeständigen, bindemittelfreien Pigmenten erfolgen. Bei kräftigen Farbtönen ausreichende Einbindung durch die Kalkfarbe prüfen. Richtig verarbeitete Kalkfarbe kreidet nur unwesentlich. Starkes Kreiden deutet auf unsachgemäße Verarbeitung hin (Anstrich aufgebrannt), schadhafte Schicht vor Neuanstrich entfernen. Bei anderen Anwendungen als auf gräfix Kalkputzen oder CLAYTEC Lehmputzen bitte gesondert Auskunft einholen.
Stärker bewitterte Flächen müssen in der Regel nach 3-5 Jahren mit einem Neuanstrich versehen werden. Alternativ ist die Verwendung von witterungsbeständigerer Silikat-Fassadenfarbe möglich (ggf. gesonderte Auskunft einholen).
Die Anwendungseignung des gesamten Schichtaufbaus aus Putz und Anstrichauftrag ist in jedem Fall anhand einer ausreichend großen Arbeitsprobe zu überprüfen. Reklamationsansprüche, die nicht aus werkseitigen Mischfehlern resultieren, sind ausgeschlossen.
Bei Haut- oder Augenkontakt Verätzungen möglich. Augen mit viel Wasser auswaschen und umgehend einen Arzt aufsuchen. Alle Anstrichstoffe müssen unerreichbar für Kinder gelagert und verwendet werden.
Reste können mit dem Hausmüll entsorgt werden, angerührtes Material vorher eintrocknen lassen.
Ausgabe 12-2009