Leichtlehmwände nach CLAYTEC Arbeitsblatt 1.3, Innenschale aus Leichtlehm nach Arbeitsblatt 3.1, Lehmputz nach Arbeitsblatt 6.1
Putzträgergewebematte auf Wänden und Decken für Lehmputze im Innenbereich, für Kalkputze auch im Außenbereich. Zur Stabilisierung von Ausgleichsputzen. Als verlorene Schalung für Leichtlehmwände und -innenschalen.
Gewebe aus naturbelassenen Schilfrohrhalmen und verzinkten Eisendrähten. Ca. 70 Halme je lf.M., Bindung ca. alle 20 cm.
Rollen. Breite 2,0 m (Halmlänge), Länge 10,0 m
Trocken und luftig lagern, nicht unter Folie. Bei Transport und Lagerung sorgfältig vor Nässe und Schwitzwasser schützen.
Wie m2 Untergrund zzgl. 10-20 % Reserve für Verschnitt und ggf. notwendiger Überlappung.
Das Gewebe kann einschließlich der Drähte mit einer Rosenschere geschnitten werden. Abschnitte unter 30 cm Halm länge sind instabil und schlecht zu verarbeiten.
Die Befestigung am Untergrund (Holzteile) erfolgt mit verzinkten Nägeln oder besser mit verzinkten Klammern. Bei der Bespannung von Decken oder Dachschrägen sollte die Klammerlänge mind.
25 mm betragen, bei Wänden mind. 16 mm.
Die Befestigung hat so zu erfolgen, dass der durchgehende stärkere Basisdraht auf der Seite des Verarbeitenden (raumseits) liegt. Mit diesem Draht werden die Halme an den Untergrund getackert und so einschließlich Putzpaket langfristig gehalten.
Zur Stabilisierung von dicken Schichten aus Lehm-Unterputz (CLAYTEC 05.001, 05.002 und 10.010) wird die Rohrmatte in die noch feuchte erste Putzlage eingebettet, ggf. fixiert und sofort mit der zweiten Lage überdeckt. Danach kann eine weitere, um 90° gedrehte Matte eingebaut werden. Der Putzauftrag erfolgt ohne Vornässen mit nicht zu steifem Mörtel.
Das Rohrgewebe wird in der Regel als nicht feuerbeanspruchter eingeputzter Putzträger verwendet. Unverputze Anwendungen sind im Hinblick auf den Brandschutz kritisch zu prüfen.
zum SeitenanfangAusgabe 9-2007